Hallo Freunde,
unter untenstehenden Link findet ihr einen interessanten Artikel von Dr. Theo Lehmann:
Dr. Theo Lehmann – Das Land ist still
Viel Freude beim Lesen!
Gedanken, Predigten & mehr
Hallo Freunde,
unter untenstehenden Link findet ihr einen interessanten Artikel von Dr. Theo Lehmann:
Dr. Theo Lehmann – Das Land ist still
Viel Freude beim Lesen!
Was bedeutet es, Christ zu sein?
Ich möchte heute über eine sehr wichtige Frage nachdenken.
Eine Frage, die du dir vielleicht auch schon einmal gestellt hast, oder die für dich auch einmal interessant werden könnte.
Die Frage, was bedeutet es eigentlich Christ zu sein?
Du hast vielleicht schon davon gehört, dass Jesus für die Schuld der Menschen am Kreuz gestorben ist.
Und das er der einzige Weg zu Gott ist, zu ewigem Leben. Christen behaupten, dass er der einzig wahre Gott ist, der Grund und Sinn unseres Lebens.
Jesus selbst sagt:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Johannes 14, Vers 6
Jesus ist der einzige Weg zu Gott, das was in der Bibel steht, die Botschaft des Christentums, die einzige Wahrheit und nur der, der an die Vergebung seiner Schuld durch Jesu Tod am Kreuz glaubt, wird später einmal ewig leben.
Ist ja alles schön und gut, denkst du jetzt vielleicht, aber was bedeutet es denn nun Christ zu sein, oder wie wird man Christ?
Was mir in den letzten Tagen so bewusst geworden ist, ist, dass es Zeit braucht, bis man sich für oder gegen ein Leben mit Jesus entscheidet.
Zeit zum Nachdenken.
Denn diese Entscheidung betrifft ja schließlich dein Leben.
Es ist keine Entscheidung die man leichtfertig treffen sollte.
Selbst die ersten Apostel, dass waren die ersten Christen nach dem Jesus in den Himmel zurückgekehrt war, brauchten Zeit zum nachdenken über ihre Entscheidung – für oder gegen ein Leben mit Jesus.
Sie haben ganze 10 Tage ununterbrochen darüber nachgedacht.
Ich bin der Meinung, dass eine oberflächliche Entscheidung für Jesus ein oberflächliches Christsein zur Folge hat.
Man sollte seine Entscheidung für Jesus auch nicht aus irgendwelchen Hochgefühlen heraus fällen, nur weil ich mich gerade besonders gut oder emotional angesprochen fühle.
Es gilt eine klare Entscheidung zu treffen.
Über was gilt es also nachzudenken?
Wir sollten uns bewusst machen bzw. wir müssen die Botschaft des Neuen Testaments, dass Gott in Jesus Mensch wurde und am Kreuz stellvertretend für unsere Schuld starb, als die einzige Wahrheit annehmen und begreifen dass wir Vergebung für unsere Schuld brauchen.
Das nennt man ihm christlichen Fachjargon Buße tun.
Im Moment ist die Situation zwischen Gott und ungläubigen Menschen so, dass er getrennt von ihm lebt, und dass er von sich aus keine Möglichkeit hat sich ihm irgendwie zu nähern.
Das folgende Bild habe ich schon einmal gebraucht:
Stellt euch eine 30 Meter breite Schlucht ohne Boden vor. Auf der einen Seite stehen Gott und das ewige Leben, auf der anderen Seite die gesamte Menschheit, die Sünde mit all ihren Facetten und die daraus folgende ewige Verdammnis. Wir haben so keine Möglichkeit auf die andere Seite zu gelangen. Wir können nicht springen, nicht auf der einen Seite runter und auf der anderen Seite wieder hochklettern.
Der einzige Weg auf die andere Seite ist ein schmales Kreuz. Denn Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz den Weg zu Gott frei gemacht.
Die meisten Menschen bleiben aber lieber auf ihrer Seite, weil diese scheinbar mehr zu bieten hat oder der Weg auf die andere Seite ihnen zu schwer oder zu schmal ist.
Christen sprechen ja auch immer davon, dass man Jesus im Gebet sein Leben übergeben muss, d.h. dass er ab sofort der Herr in und über dein Leben sein soll.
Aber was heißt das denn jetzt genau?
Ich denke dieser Akt ist das Entscheidende.
Über diese Frage und die daraus resultierenden Konsequenzen gilt es am meisten nachzudenken.
Was heißt es, dass Jesus Herr über mein Leben sein möchte?
Ganz einfach gesprochen heißt das, dass ich ab sofort mein Leben nach dem Willen Gottes lebe und nicht mehr auf das schaue was ich will.
In der Bibel heißt es passend dazu:
Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.
2. Korinther 5, Vers 15
Das sollten wir uns bewusst machen.
Ich habe leider schon öfters erleben müssen, dass Menschen sich zwar für ein Leben mit Jesus entschieden haben, danach aber trotzdem so weiterleben wie bisher.
Oder wir leben unser altes Leben weiter und beten nur, damit Gott unsere selbstsüchtigen Wünsche erfüllt:
Erfolg in der Schule oder im Beruf, in der Liebe usw.
Gott hilf mir hier, Gott mach das.
Wenn unsere selbstsüchtigen Wünsche dann nicht erhört werden, wenden wir uns schnell wieder ab vom Christsein.
In der Bibel erzählt Jesus dazu ein passendes Gleichnis. Jesus hat viel in Gleichnissen gesprochen, weil wir Menschen Dinge die man uns bildlich veranschaulicht besser verstehen und behalten können.
Jesus erzählte als folgendes Gleichnis:
Später, als Jesus mit seinen zwölf Jüngern und den anderen Begleitern allein war, fragten sie ihn: «Warum erzählst du solche Beispiele?» Er antwortete: «Ihr versteht die Geheimnisse des Reiches Gottes. Den anderen erkläre ich sie durch Gleichnisse. Damit erfüllt sich an ihnen das Wort des Propheten Jesaja: ‘Sie sehen, aber sie erkennen nicht; sie hören, aber sie verstehen es nicht. Sonst würden sie ja zu Gott umkehren und ihre Sünde würde ihnen vergeben.’»Zugleich sagte er zu seinen Jüngern: «Aber ich sehe, dass auch ihr diesen einfachen Vergleich nicht verstanden habt. Wie wollt ihr dann all die anderen begreifen? Wer Gottes Wort weitergibt, ist wie der Bauer, der Samen aussät. Mit dem festgetretenen Weg, auf den ein paar Körner fallen, sind die hartherzigen Menschen gemeint. Sie hören zwar Gottes Botschaft, aber dann kommt der Satan und nimmt ihnen alles wieder weg. Der felsige Boden ist ein Beispiel für die Leute, die das Wort Gottes schnell und mit großer Begeisterung annehmen. Aber das Wort kann nicht tief genug in ihr Leben eindringen. Sie sind hin- und her gerissen. Wenn sie wegen ihres Glaubens in Schwierigkeiten kommen oder verfolgt werden, geben sie gleich auf. Der von Disteln überwucherte Boden entspricht den Menschen, die Gottes Botschaft hören und aufnehmen. Aber nur allzu schnell ersticken die Sorgen des Alltags, die Verführung des Wohlstandes und die Gier nach all den Dingen dieses Lebens Gottes Botschaft in ihrem Herzen, so dass keine Frucht wachsen kann. Aber es gibt auch fruchtbaren Boden: Menschen, die Gottes Wort hören und in ihr Leben aufnehmen, so dass es Frucht bringt, dreißigfach, sechzigfach oder hundertfach.»
Christsein ist aber nicht eine Art gemeiner Sklavendienst für Gott.
Gott ist immer noch ein Gott der seine Menschen liebt und der nur das Beste für sie im Sinn hat.
In Jeremia 29, Vers 11 heißt es passend dazu:
Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.
Jesus Herr über mein Leben sein zu lassen bedeutet, dass ich meinem Willen seinem Willen unterstelle.
Das ich nicht mehr versuche mich Selbst zu verwirklichen sondern das sich Gott in meinem Leben verwirklichen kann.
Er möchte sich durch uns verherrlichen.
Und wenn man sich das einmal bewusst macht, wird auch schnell klar, das Christsein nicht ein Leben mit lauter Einschränkungen ist.
Stellt euch doch mal vor, wenn der Gott, der Himmel und Erde, und alles was darin ist, erschaffen hat, sich in eurem Leben verherrlichen möchte, damit andere Menschen dies sehen können, meint ihr dann nicht, dass er euch viel mehr bieten kann als alles was die Welt euch bieten kann?
Glaubt ihr, dass euch dann irgendetwas fehlen könnte, wenn dieser Gott seine Herrlichkeit, seine Macht und Kraft in eurem Leben für andere Menschen sichtbar machen möchte?
Fragt doch mal die Millionen Christen, die ihr Leben wirklich Jesu Willen unterstellt haben, ob sie irgendetwas in ihrem Leben vermissen?
Ob Gott ihnen irgendetwas vorenthalten hat?
Wenn du Gottes Handeln bei manchen Christen nicht erkennen kannst, dann liegt das vielleicht daran, dass sie immer noch zu sehr mit ihrer Selbstverwirklichung beschäftigt sind, also hauptsächlich das tun worauf sie Lust haben, als dass Gott sich in ihrem Leben verwirklichen könnte. Da schließe ich mich selbst nicht aus.
Wir interpretieren aber auch viele Situationen im Leben eines anderen Menschen nach gesellschaftlichen, menschlichen Maßstäben und (er)kennen die wahren Hintergründe bzw. die göttliche Absicht dahinter nicht, die oft ein viel weitergefassteres Ziel hat, als das wir das mit unserem kleinen Radius überschauen könnten.
Vor meiner Entscheidung für oder gegen ein Leben mit Jesus muss ich mir also bewusst machen, ob ich bereit bin, meine selbstsüchtigen Wünsche aufzugeben und Jesus Herr über mein Leben sein zu lassen.
Wenn ich dazu bereit bin und Ja zu einem Leben mit Jesus gesagt habe, dann wird er mich Stück für Stück von meinen alten Wünschen trennen. Das wird nicht immer leicht sein und wir müssen uns immer wieder neu entscheiden.
Aber wir dürfen uns immer wieder bewusst machen, dass das, was Jesus uns zu bieten hat, unendlich viel mehr wert ist als alles was die Welt zu bieten hat.
Betrachtet die Raben, die nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie. Wie viel seid ihr mehr als die Vögel!
Lukas 12, Vers 24
Genauso wie es etwas Unendliches bräuchte um die unendlichen Weite des Weltalls zu füllen, genauso brauchen wir um unsere unendliche Leere füllen zu können, etwas das unendlich ist. Und das ist nur Jesus.
Denn in der Bibel heißt es:
Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen.
Matth. 24, Vers 35
Das wir uns immer wieder neu für ein Leben nach Gottes Willen entscheiden müssen, möchte ich euch zum Schluss noch anhand eines persönlichen Erlebnisses verdeutlichen:
Ich befinde mich im Moment ja in der Situation, dass ich nicht wirklich weiß, wie es weitergehen soll. Mein eigentlicher Ausbildungsbetrieb ist mittlerweile pleite, und mit meinem evtl. neuen Betrieb ärgere ich mich nun schon seit mehr fast 2 Monaten rum, ohne sichtbares Ergebnis. Für mich hat sich in dieser Zeit wieder einmal die Frage gestellt, ob ich vielleicht doch keine Ausbildung machen und direkt auf eine Bibelschule gehen sollte. Ich habe mich gefragt, was möchte Gott das ich als nächstes tue. Mir ist dann aber bewusst geworden, dass ich tierisch Angst davor hatte, ohne einen scheinbaren Halt in der Gesellschaft irgendetwas zu machen, von dem ich nicht wüsste was bei rauskommt.
Also wenn Gott wollte, das ich ohne Ausbildung auf eine Bibelschule gehen soll, um dann später vielleicht mal ohne staatlich anerkannten Job und ein sicheres Gehalt als Prediger durch die Welt zu reisen.
In dem Punkt war ich mir also nicht sicher, ob Gott mir da wirklich helfen würde. Ich habe ihm also misstraut und wollte mir lieber selbst eine Basis gründen, das tun was ich für richtig halte und somit meinem Willen entspricht.
Mir war das gar nicht so richtig bewusst, und so in letzter Zeit, als einfach nicht wirklich etwas voran ging in meinem Leben, hat Gott mir das bewusst gemacht, dass ich immer noch nach scheinbaren, weltlichen Haltegriffen suche.
Ich war wie ein Bergsteiger, der den Berg genannt Leben hoch klettert, und anstatt das ich mich nach unten in die Hand meines Schöpfers fallen lasse, der mich dann langsam und sicher nach oben tragen würde, halte ich mich lieber an selbst gemachten Haltebügeln fest, bei denen ich mir nicht einmal sicher sein kann ob sie wirklich halten.
Es gibt da so einen Spruch der mir sehr gut gefällt:
Du kannst niemals tiefer fallen als in Gottes Arme.
Wie gesagt, dass wurde mir in dieser Zeit so richtig bewusst, und an dem Tag als mir das so richtig klar wurde, griff ich mal wieder zum Telefonhörer um bei meiner neuen Firma anzurufen, bei der ich vorher 2 Wochen vergeblich angerufen hatte um den Geschäftsführer zu sprechen, damit ich endlich Klarheit bekommen würde, wann ich denn dort anfangen kann. An diesem Tag habe ich ihn dann „zufällig“ endlich erreicht.
Mir sind jetzt nach und nach wieder viele weitere Beispiele eingefallen, in denen ich mir selbst Probleme gemacht habe, weil ich dachte das ich es besser weiß als der da oben und ihm misstraut habe.
Ich wollte an diesem Beispiel noch einmal deutlich machen, worum es geht, was es heißt, Christ zu sein.
Einfach gesprochen, dass wir einsehen, dass wir so wie wir sind für immer verloren wären.
Das wir Vergebung brauchen für unsere Sünden und das Jesus der Einzige ist der dies tun kann und das er der einzige Weg zu Gott ist.
Das der Gott aus der Bibel der einzige wahre Gott ist.
Das wir aufhören zu versuchen uns in dieser Welt selbst zu verwirklichen, sondern unseren Willen dem Willen unseres Schöpfers unterstellen.
Und das dieser Schöpfer nur das Beste für seine Menschen im Sinn hat die ihm vertrauen.
Nur mit ihm macht das Leben Sinn.
Wie wirst du selbst dich entscheiden?
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