Daily Archive for März 5th, 2007

Arne Bachmann – Gottes Geschichte mit uns Menschen – Teil 2: Der Sündefall

Heute gibts auch gleich noch den zweiten Teil zu Arne’s Open Mic – Reihe zu Gottes Geschichte mit uns Menschen. Diesmal geht es um den Sündenfall.

Ist auf jeden Fall wieder hörenswert!

[audio=http://plan51.podspot.de/files/Open+Mic-23.02.07.mp3]

Wie kann ein Leben mit Jesus gelingen?

Ich muss heute wieder über ein Thema schreiben, welches mich wohl mein ganzes Leben beschäftigen wird: Wie kann ein Leben mit Jesus gelingen? Wie kann ich speziell als junger Mensch in einer sexualisierten Welt nach Gottes Maßstäben leben?

Ich kenne die Bibelstelle aus Römer 8, Vers 13 (Gute Nachricht-Übersetzung): Wenn ihr nach eurem eigenen Willen lebt, werdet ihr sterben. Leben werdet ihr nur, wenn ihr den Geist Gottes in euch wirken lasst, damit er euren selbstsüchtigen Willen tötet.

Okay, aber wie soll das funktionieren? Wie kann ich es schaffen, mir keine Pornos mehr anzuschauen oder, anstatt stundenlang im Internet zu surfen lieber etwas Sinnvolles zu tun?
Was muss ich tun, damit der Geist Gottes meinen selbstsüchtigen Willen tötet?

Die Realität sieht nämlich so aus, dass ich im einem Moment noch in der Bibel lesen kann, und im nächsten Moment tue ich wieder Dinge die ganz und garnicht Gottes Absichten entsprechen!
Und alles Beten scheint auch nichts zu nützen!

Wie soll das also funktionieren?

In Kapitel 7 des Römerbriefes, also ein Kapitel vor oben erwähntem Vers, spricht Paulus über die Unfähigkeit des Menschen, Gottes Gebote nicht zu übertreten. Ich möchte jetzt nicht das ganze Kapitel 7 hier posten. Wer möchte kann es hier nachlesen.

Interessanterweise kam mir beim Lesen von Kapitel 7 aber ein ganz anderer Vers in den Sinn: Wisst ihr nicht, dass, wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder Sklaven der Sünde zum Tod oder Sklaven des Gehorsams zur Gerechtigkeit?
(Ich habe erst eben entdeckt, dass der ja auch aus dem Römerbrief stammt. Wieder ein Kapitel vorher, Römer 6,16).

Der entscheidende Teil in diesem Vers ist für mich “wem ihr euch zur Verfügung stellt” . Ein anderer Vers, ebenfalls von Paulus, drückt es etwas praktischer aus: und gebt dem Teufel keinen Raum (Epheser 4, 27)!

Mir ist dabei irgendwie klar geworden, dass ich mich nicht wundern brauche, dass ich immer noch meinen selbstsüchtigen Wünschen folge, wenn ich Gottes Geist überhaupt keine Möglichkeit gebe in meinem Leben zu wirken, weil ich ihm keinen Raum dazu gebe.

Ich frage mich immer, was tut Gott und was tut Gott nicht, weil er von uns verlangt, dass wir es tun? Was ist sein Job und was meiner?

Und ich glaube in diesem Bereich ist meine Aufgabe, dem Geist Gottes den nötigen Raum zu geben, damit er handeln kann. Gott drängt sich nicht auf. Leider, möchte ich in meiner Naivität manchmal sagen.

Praktisch gesehen heißt Gott Raum geben dann, dass ich mein Laptop heute einfach mal aus lasse. Das ich mich bewusst schon vorher dagegen entscheide.
Denn am Laptop gebe ich meinem eigenen Wünschen Raum, wenn ich nicht arbeite, sondern eigentlich nur aus Langeweile im Internet surfe.
Das ich mich nicht in Situationen begebe wo ich weiss, dass ich dort sehr leicht schwach werde.

Zusammengefasst lassen sich meine Gedanken vielleicht genau in der Reihenfolge ausdrücken die Paulus ja auch genauso im Aufbau des Römerbriefes benutzt. Vielleicht ist dies auch genau das Prinzip, nach dem ein Leben mit Jesus im Kampf gegen die Sünde gelingen kann:

Wenn Gottes Geist in meinem Leben wirken soll, ist es entscheidend, wem ich Raum in meinem Leben gebe (Kapitel 6). Doch dabei muss ich mir immer wieder vor Augen führen, dass ich es aus eigener Anstrengung trotzdem nicht schaffen werde (Kapitel 7), sondern dass nur Gottes Geist meinen selbstsüchtigen Willen töten kann (Kapitel 8), wenn ich ihn in meinem Leben zum Zug kommen lasse.

Ich merke immer mehr, dass ich es von mir aus einfach nicht gebacken kriege, nach den Vorstellungen Gottes zu leben. Ich bin dazu einfach zu schwach, einfach nicht willensstark genug.

Aber genau das sagt Gott zu uns durch die Bibel: Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne (2.Korinther 12,9).

Und dort steht nicht, dass ich dann diese Kraft selbst bekommen würde. Es ist und bleibt immer noch Jesu Kraft.

Ich will es einfach nur noch wie Luther machen und mich an Jesus dranhängen!