Archive for April, 2007

Gott hat ein ZIEL mit deinem Leben!

Gott hat ein ZIEL mit deinem Leben!

Ich möchte heute kurz über einen Gedanken schreiben, der mich schon länger wieder beschäftigt (irgendwie fangen meine Beiträge immer so an, mir fällt nur keine bessere Einleitung ein).

Ich erlebe in meiner Gemeinde öfter mal, dass Freunde, wenn sie vor einer Entscheidung stehen klagen: “Oh, was will Gott nur was ich in dieser Sache tun soll? Ich hab schon so viel gebetet deswegen, aber ich bekomme einfach keine klare Antwort!”

Man kann wegen so einer Entscheidung dann fast verzweifeln! Aber kann das wirklich Gottes Absicht sein? Das passt irgendwie nicht zu der Aussage von Jesus: “Ich will euch Frieden geben”, oder?

Was haben wir da nicht richtig verstanden?

Ich glaube unser Problem kommt daher, dass wir oft meinen, Gott hätte einen bestimmten Plan für unser Leben, der so 1:1 umgesetzt werden muss.
Wir meinen, unser Leben muss auf einer von Gott genau vorgezeichneten Linie verlaufen. Und wehe wir verlassen diese Linie!

Aber ist das wirklich so? Steht das so in der Bibel?

Ich glaube, Gott handhabt dass ein wenig anders. Ich glaube die Aussage sollte nicht heißen, Gott hat einen PLAN für unser Leben, sondern Gott hat ein ZIEL für unser Leben!

Das ist vielleicht nur ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ich meine damit, dass Gott unser Leben zu einem ganz persönlichen Ziel hinführen will. Das ist nicht nur ein großes Lebensziel, das ewige Leben bei Gott, sondern dass sind auch kleine Etappenziele.

Die Wege die dorthin führen müssen aber nicht immer fest vorgeschrieben sein!

Viele Wege führen nach Rom!

Ich habe das selbst auch schon so erleben dürfen, und zwar als ich auf der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz war, als meine erste Ausbildungsfirma pleite gegangen war, und ich nicht so richtig wusste, wie es weitergehen soll.

Ich bin damals trotzdem noch in die Berufsschule gegangen, weil ich dachte dass das bei einer evtl. neuen Firma ganz gut ankommen würde, wenn ich, zumindest was den Schulstoff angeht, nix verpasst hätte.

Ich bekam in dieser Zeit dann aber auch ein Angebot von einem Bekannten, für 2 Monate in einer Firma arbeiten zu können, wo ich gutes Geld verdienen konnte. Allerdings hätte ich dann nicht mehr in die Schule gehen können.

Ich stand damals also vor der Entscheidung, ob ich weiter auf die Schule gehen soll oder zu arbeiten zu gehen.
Ich bat Gott darum, dass er mir doch eine klare Antwort geben sollte, ob Ja oder Nein, bzw. was ich denn jetzt genau machen sollte? Ich bekam leider keine klare Antwort bzw. mir wurde klar, dass ich die Entscheidung selbst zu treffen hatte.

Ich entschied mich für das Risiko, d.h. für die 2 Monate arbeiten, wobei dass evtl. eine schlechtere Vorrausetzung bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hätte sein können.

Doch Gott hat es alles zu einem guten Ende geführt!

Ich bekam einen Ausbildungsplatz bei der Deutschen Telekom und die 2 Monate in der anderen Firma wurden mir sogar noch als Ausbildungszeit angerechnet!

Damit will ich nicht sagen, dass jede unserer Entscheidungen immer richtig sein muss!

Ein Beispiel dafür ist vielleicht Paulus, der auch die Entscheidung getroffen hatte nach Rom zu reisen und Gott hatte es verhindert.

Warum? Weil er ein anderes Ziel mit Paulus hatte.

Ein guter Freund von mir (sei mir nicht böse, dass ich dich hier erwähne) hat sich wegen einem Praktikum für den Herbst bei verschiedenen Firmen beworben, und nun 5 oder mehr Zusagen bekommen.

Er stellt sich nun natürlich auch die Frage, wo will Gott mich da haben?

Aber letztendlich wird er sich für eine der fünf Firmen entscheiden müssen, auch wenn Gott ihm da keine klare Antwort geben wird.

Man könnte sich dann ja fragen, wieso macht Gott uns diese Entscheidung so schwierig?

Aber sollten wir uns nicht eher freuen, dass er uns diese Freiheit lässt und wir sogar noch auswählen dürfen?

Ich bin mir sicher, dass Gott meinen Freund zu SEINEM Ziel führen wird, egal für welche Firma er sich entscheiden wird.

Eine Grundvoraussetzung bei allen unseren Entscheidungen muss aber immer sein, dass ich vorher Gott um Rat gefragt habe, und dass ich keine Entscheidungen gegen seine Maßstäbe treffe, die er uns durch die Bibel mitgeteilt hat!

Erst wenn ich mein Vorhaben mit ins Gebet genommen habe und anhand der Bibel überprüft habe, sollte ich auch eine Entscheidung treffen.

Ich bin mir sicher, dass selbst wenn ich dann immer noch eine falsche Entscheidung getroffen habe, Gott mich doch, wenn auch vielleicht auf Umwegen, zu SEINEM ZIEL führen wird.

Ich will dich mit diesen Gedanken dazu ermutigen, nicht aus Angst vor falschen Entscheidungen keine Entscheidung zu treffen, sondern den Mut und auch Vertrauen auf Gott zu haben, dass er dich, was für Umstände auch kommen mögen, zu seinem Ziel führen wird, wenn du nur nah genug bei ihm bleibst.

Ich bin natürlich wieder sehr auf eure Meinungen gespannt, auch wenn ihr andere Ansichten zu diesen Thema habt!

Also hinterlasst mir eure Kommentare.

Bin ich schon tot?

Bin ich schon tot?

Als ich heute Morgen mal wieder im Römerbrief las, stolperte ich mal wieder über Römer 5,1: Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

An sich ist die Aussage dieses Verses uns allen bekannt: Der Mensch kommt wieder mit Gott klar, weil der Sohn Gottes an Ostern durch seinen Tod am Kreuz dafür gesorgt hat.

Oder um die Volxbibel zu zitieren: Wenn wir keine Schulden mehr bei Gott haben, weil wir unser Vertrauen auf ihn setzen, ist der Weg jetzt ja frei! Wem haben wir das zu verdanken? Jesus!

Eigentlich klar, ne? Oder vielleicht doch nicht?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe für mich persönlich den Eindruck, dass uns das vielleicht doch nicht so klar ist!?

Mein Eindruck ist, dass in vielen (christlichen) Büchern unserer Zeit viel zu sehr der Mensch im Mittelpunkt steht und dabei das Evangelium von Jesus aus unserem Blickfeld gerückt wird.

Auch bei unseren Predigten scheint das so zu sein.

Wie gesagt, das ist nur mein Eindruck, und ich stelle mir dabei auch die Frage, ob nur ich persönlich meinen Focus zu sehr auf mich gerichtet habe und dabei das Evangelium Jesu überhöre.

Ich sehe nur in meinem Leben, aber auch bei anderen Menschen, dass, wenn wir es ernst mit Jesus meinen, wir uns teilweise sehr viele Sorgen über unsere eigene Lebensführung machen.

Wir könnten verzweifeln, wenn auf unser Leben schauen und das ganze Versagen darin entdecken.

Wo ist die Liebe für meine Mitmenschen, von der Jesus spricht? Wieso bin ich Gott schon wieder ungehorsam gewesen, obwohl ich ihm 5 Minuten vorher im Gebet noch mit ehrlichen Absichten versprochen habe „dein Wille geschehe“?

Und ich glaube, dass Problem liegt eben darin, dass der moderne Mensch den Blick weg vom Evangelium auf sich selbst gerichtet hat.

Ob uns das nun durch Predigten oder Bücher vermittelt wird ist letztlich egal, denn es bleibt immer noch meine Verantwortung, die Wahrheiten Gottes zu erkennen.

Gott hat uns seine Wahrheiten durch die Bibel für alle Zeiten offenbart, und wir haben hier in Deutschland immer noch die Freiheit, jederzeit darin zu lesen.

Wenn wir weiter in den Römerbrief schauen, dann lesen wir in Römer 6,6: Das gilt es also zu begreifen: Der alte Mensch, der wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.

Ganz am Anfang steht dort: Das gilt es also zu begreifen.

Luther übersetzt: Wir wissen ja.

Und was wissen wir? Das unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt wurde.

Ich finde es krass, dass dort steht, dass wir wissen, dass unser alter Mensch, also unser altes Ich, mit seinen ganzen schlechten Verhaltensweisen, Gedanken und Wünschen, mit Jesus gekreuzigt wurde.

Wissen heißt nicht, dass ich etwas vermute oder hoffe, oder mir versuche einzureden.

Wissen heißt ich weiß es, ich bin überzeugt davon, es ist fest in meinem Herzen eingebrannt.

Ich habe mich gefragt, woher soll dieses Wissen kommen?

Watchman Nee schreibt in seinem Buch „Das normale Christenleben“, dass dieses Wissen nur durch göttliche Offenbarung kommen kann und dass wir Gott ausdauernd darum bitten sollen.

Prüft es für euch selbst.

Was ist die Folge von diesem Wissen bzw. wie soll ich mit diesem Wissen umgehen, auch gerade wenn mich die Sünde dazu verführen will, Dinge zu tun, die ich später wieder bereuen werde?

Eine Antwort darauf finden wir 5 Verse später in Römer 6,11:

So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

Die Gute Nachricht übersetzt den Anfang vielleicht etwas verständlicher:

Genauso müsst ihr von euch selbst denken:

Wenn wir wissen, dass unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt wurde, dann sollen wir auch so von uns denken: Wir sind tot für die Sünde.

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.(Galater 2,20)

Da steckt soviel drin, in diesen Versen und ich selbst habe es auch noch nicht ganz begriffen. Aber es hilft mir, wenn ich meine Gedanken in Worte fassen kann.

Ich denke wir müssen lernen, nicht zu sehr auf unser eigenes Leben und das ganze Versagen darin zu schauen.

Wenn wir auf uns selbst schauen, dann sehen wir dort nur unser altes, von der Sünde befallenes, Ich.

Und wir können uns selbst noch so anstrengen und noch so viele Bücher zur Verbesserung unserer Verhaltensweisen oder allgemein unseres Lebens lesen, wir werden immer wieder an uns selbst scheitern!

Die Wahrheit der Bibel dagegen ist, dass unser altes Ich mit Jesus zusammen gestorben ist!

Das gilt es zu erkennen, und dieses Wissen kann nur Jesus allein uns schenken.

Wir müssen lernen, auf Jesus zu schauen.

Auf Jesus zu schauen heißt genau das, was in Römer 6, 5 u. 11 steht:

Führt euch immer wieder vor Augen, dass ihr tot seid für die Anziehungskraft der Sünde und ihre Lockrufe.

Das Blut Jesu hat ein für alle mal alle Forderungen bezahlt, die die Sünde noch an uns stellt.

Vielleicht ist es auch das, was Jesus damit meint wenn er sagt: Bleibt in mir und ich in euch. (Johannes 15,4)

In Jesus bleiben heißt, sich das Evangelium Jesu immer wieder vor Augen zu führen.

Denken wir daran, wenn wir Römer 5,1 lesen?

Das nur der Glauben an Jesu Tat am Kreuz uns wieder klar kommen lässt mit Gott?

Der Glaube daran, dass unser altes Ich vor über 2000 Jahren mit am Kreuz starb und damit gleichzeitig für die Sünde starb?

Das Jesus nach 3 Tagen aber auch wieder auferstanden ist und uns es uns somit ermöglicht hat, ein neues Leben in ihm zu führen?

Ich glaube es gibt noch soviel zu erforschen, was dieses neue Leben in Jesus wirklich bedeutet.

Für heute möchte ich lernen, mehr auf das Evangelium Jesu zu schauen und weniger auf mich selbst.

Jesus hat mich ihn ihm von der Anziehungskraft der Sünde schon befreit.

Mein altes Ich wird es niemals schaffen, sich davon zu befreien. Das ist unmöglich!

Nur wenn ich mich selbst, mein altes Ich, für tot halte und mein neues Ich in Jesu Tod und Auferstehung erkenne, erlebe ich die Befreiung von der Sünde.

Lasst uns darum beten, dass wir dies erkennen, erfahren und leben.

Mehr und mehr davon zu frei zu werden, dass ist etwas, was Gottes Geist in mir bewirkt und was seine Aufgabe dabei ist.

Meine Aufgabe ist, nahe an ihm zu bleiben und auf sein Evangelium zu schauen.

Ich möchte zum Schluss noch einige Gedanken von Oswald Chambers aus seinem Andachtsbuch „Mein Äußerstes für sein Höchstes“ zitieren:

„Unsere Aufgabe ist nicht in erster Linie vollkommene Menschen zu sein, sondern das Evangelium Gottes bekannt zu machen.

Das Allerwichtigste ist, dass man erkennt, dass das, was Gott getan hat, die bleibende Wirklichkeit ist.

Die Wirklichkeit ist nicht menschliche Güte oder Vollkommenheit, Himme oder Hölle – die Wirklichkeit ist, dass Jesus uns frei gemacht hat.[…]

Eine untadelige Lebensführung kann uns nicht retten; sie kann nur Zeichen sein, dass Christus uns gerettet hat. Wenn wir an unsere gute Wesensart glauben, werden wir untergehen, sobald es ums Ganze geht.[…]

Paulus nahm sich selbst nicht allzu wichtig. Und solange wir uns auf unsere eigene untadelige Lebensführung konzentrieren, sind wir weit davon entfernt, wirklich zu erleben, dass wir freigekauft sind. Christliche Mitarbeiter versagen, wen sie ihren Wunsch nach persönlicher Vollkommenheit ernster nehmen als den Wunsch, Gott kennen zu lernen.

„Verlange nicht, dass ich mich mit der realen Kraft der Erlösung gegen den menschlichen Schmutz um mich her befasse; mich interessiert, was Gott tun kann, um mich vor mir selbst attraktiver zu machen.“

Solche Reden sind ein Zeichen, dass ich von dem, was Gott wirklich tut, nichts verstanden habe.[…]

Gott kann mich nicht frei machen, wenn ich mich nur für mich selbst interessiere.[…]

 

Das waren nun sehr viele Gedanken und vielleicht ist der Kern dieses Textes auch gar nicht mehr ersichtlich.

Aber ich würde mich freuen, wenn ich trotzdem einige Leser zum Nachdenken anregen konnte und ihr mir auch eure Gedanken als Kommentar hinterlassen würdet.

 

Du bist geliebt!

Du bist geliebt!

Wir haben später ja noch unsere Dance – Night hier in Linie 7.

Wenn ich an Tanzen denke, dann steigt sofort der Gedanke in mir hoch: „Nee, ich will nicht!“

Es ist ein Phänomen, dass wir hier im Süden Deutschlands irgendwie so verklemmt sind (als ob wir einen Stock im Allerwertesten hätten).

Woran das liegt habe ich noch nicht genau erforscht.

Ich weiß nur von mir, dass ich mich dabei immer so beobachtet fühle.

Ich frage mich immer, „Was denkt der andere von mir?“.

Bloß nicht vor den anderen lächerlich machen!

Ich könnte mich ja so spakig bewegen, dass die anderen sich über mich lustig machen!

Die beobachten mich ja die ganze Zeit.

Die große Angst die dahinter steckt ist wohl, dass irgendwann niemand mehr etwas mit mir zu tun haben möchte.

Ich bin ja der peinliche Typ der sich lächerlich gemacht hat!

Solche Gedanken kommen, wenn ich nicht weiß, wer ich selber bin.

Wenn ich mich selbst nicht kenne, und keine eigenen Standpunkte habe.

Wenn ich nicht weiß, wo und was mein Fundament ist.

Wenn ich nicht weiß, wer ich selber bin, dann versuche ich ständig jemand anderes zu sein.

Dann versuche ich mich meiner Umgebung so anzupassen, wie ich meine dass ich am Besten ankomme.

Aber wenn ich nicht sagen kann, was ich wirklich denke und fühle, dann werden meine eigenen Ideen und Emotionen irgendwann total verkümmern.

Dann wirke ich entweder künstlich oder emotionslos.

Ich muss lernen zu sagen, was mein Herz meint!

Ich denke, das Ziel eines jeden Menschen ist immer, sich bei seinen Mitmenschen angenommen zu fühlen.

Und wenn ich mich selbst nicht kenne und auch selbst nicht vollständig so akzeptiere wie ich nun mal bin, dann werde ich auch nie glauben, dass meine Mitmenschen mich vollständig so akzeptieren wie ich bin.

Es gibt da in der Bibel einen sehr interessanten Vers. Den kennst du vielleicht auch wenn du noch nie in der Bibel gelesen hast.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (Matthäus 22,39)

Ich habe oft nur den ersten Teil des Verses gelesen.

Aber da steht doch Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Wenn ich mich selbst nicht annehme, dann kann ich auch nicht meine Mitmenschen lieben / annehmen.

Ich habe immer so gedacht, dass jeder Mensch sich selbst ja immer am meisten liebt, aber mittlerweile sehe ich dass eher, überspitzt formuliert, wie eine Hassliebe.

Zumindest bei manchen Menschen ist das so.

Wer von euch kennt Gollum aus Der Herr der Ringe?

Diese Kreatur, die so abhängig ist von diesem einen Ring.

Und Gandalf sagt über Gollum und den Ring einmal, dass Gollum diesen Ring gleichzeitig liebt und hasst.

Das er ihn auf der einen Seite für immer nur für sich besitzen möchte, auf der anderen Seite ihn aber am liebsten zerstören würde.

Ich denke so ähnlich ist das auch bei uns (wie gesagt nicht bei allen).

Zumindest lieben wir nicht alles an uns bzw. halten nicht alles für liebenswert.

Und ich denke da müssen wir hinkommen, dass wir erst einmal lernen uns selbst anzunehmen, so wie wir nun einmal sind!

Gott tut das genauso!

Er liebt uns bedingungslos, d.h. unabhängig von meinem Äußeren, meinen Gefühlen, meinen Taten, meinen Charakterschwächen usw.

Er ist es auch, der uns ein Fundament gibt.

Er zeigt uns wo wir hingehören – nämlich zu ihm!

Auch wenn wir uns für überhaupt nicht liebenswert halten, Gott tut es.

Auch wenn scheinbar niemand zu uns hält, Gott tut es.

Ein Gedanke: Wenn alle Christen den Vers Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ausleben würden, dann gebe es ja eigentlich fast keinen Menschen in deiner Nähe, der dich nicht liebt.

Und falls in deiner Nähe tatsächlich doch überhaupt keine Christen wohnen sollten, so bleibt dir trotz allem immer noch die Liebe Gottes.

Passend dazu auch das Lied von Nickelback, dass heute Morgen im Radio kam:

If everyone cared and nobody cried

If everyone loved and nobody lied

If everyone shared and swallowed their pride

Wenn du heute Abend einen Satz mit nach hause nimmst, dann hoffentlich diesen: Du bist ein Geliebter / Du bist eine Geliebte!

Bedingungslos, unabhängig davon wer du bist und was du bisher in deinem Leben getan hast!

Bedingungslos. Es heißt in der Bibel auch, dass Gott uns zuerst geliebt hat, und dass er sich wünscht, dass auch wir ihn lieben, als Reaktion auf seine bedingungslose Liebe.

Wenn du wissen willst, was der Unterschied zwischen Christen und anderen Menschen ist:

Christen fragen nach dem Willen Gottes für ihr Leben, die anderen Menschen folgen ihrem eigenen Willen.

Als Antwort auf Gottes kompromisslose Liebe, als Dank für das Fundament das er jedem Mensch gibt und die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dieser Welt.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kurzen Text vorlesen:

Ich muss nicht stärker sein als ich bin, denn du hast mich zuerst geliebt. Ich muss nicht besser sein als andere, denn in deiner Liebe bin ich reich.

Ich muss mich nicht verstellen, denn ich bin dir zum Bilde geschaffen.

Dir gebe ich die Ehre.

(Sybille Fritsch)

Beitrag als Podcast anhören:

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Den Verstand klar halten

Den Verstand klar halten

(Skript und Audio-Beitrag unterscheiden sich vorallem in der Länge etwas, da ich das Open Mic eher spontan halten durfte.)

Den Verstand klar halten

Ich war am Dienstag nicht in der Schule!

Das muss ich bekennen, und ich will es nicht gutheißen!

Ich war nicht, nicht weil ich zu faul war. Ich hatte andere Gründe…

Das ich nicht faul war, belegt allein schon die Tatsache, dass ich stattdessen joggen war.

Morgens, um kurz nach 8.

Ich gehe gerne joggen, weil ich da ganz für mich allein bin, nachdenken kann, denn um mich herum ist nichts als nur die Natur.

Und ich gehe gerne joggen, weil ich mich da am Besten mit Gott unterhalten kann.

Das klingt vielleicht verrückt, aber es ist tatsächlich so!

Ich habe mich gefragt, warum ist das so?

Warum nehme ich Gottes Stimme gerade beim Joggen so intensiv war, und in meinem Alltag höre ich ihn so selten?

Im Wald bin ich von Nichts und Niemanden abgelenkt, ich kann mich ganz auf Gott konzentrieren.

Wie sieht mein Alltag dagegen aus?

Da überhöre ich Gott wie gesagt sehr oft.

Mein Alltag ist nämlich sehr oft sehr stressig, hektisch, und ich bin oft sehr abgelenkt.

Aber ich denke, ich kann dass nicht nur auf die Dinge um mich herum schieben!

Ich trage auch einen großen Teil dazu bei, dass ich Gott nicht wahrnehme!

Nämlich wenn ich meine Sinne und meinen Verstand benebeln lasse!

Für einen Christen ist vielleicht klar: Zuviel Alkohol, und Drogen generell, sind schlecht!

Aber dann sucht der Teufel sich eben andere Wege:

In meinem Fall ist das z.B. das Internet:

Ich verbringe viel zu viel Zeit damit, sinnlos auf irgendwelchen Seiten rumzusurfen.

Oder der Fußball: Ich könnte ständig irgendwelche Spiele im Fernsehen oder direkt im Stadion anschauen.

Frage an dich: Welche Dinge sind es bei dir, die deine Zeit und Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen?

Ich meine damit die Dinge, für die wir uns überdurchschnittlich viel Zeit nehmen, und wovon wir auch nicht so leicht loskommen.

Ich möchte nicht alles schlecht reden, aber es kommt halt immer auf die richtige Dosierung an.

Ich will meine Sinne klar halten, und meinen Verstand nicht von irgendwelchen anderen Dingen benebeln lassen!

Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir Gott nicht wahrnehmen, wenn wir uns 1. nicht die Zeit für IHN nehmen, und wenn wir 2. unsere Sinne und unseren Verstand ständig von anderen Sachen benebeln lassen.

In meinem Fall ist das das Internet, aber dass kann auch zuviel Arbeit, Kino und DVDs, Drogen, Alkohol usw. sein.

Wenn wir unsere Sinne und unseren Verstand klar halten, dann wird dass meiner Meinung nach ganz konkrete Auswirkungen auf unser Leben haben:

Auf unseren Umgang mit unseren Mitmenschen, auf unser Verhalten in bestimmten Alltagssituationen und, ganz wichtig, auf unsere Wahrnehmung von Gott.

Ganz einfach, weil unsere Gedanken nicht ständig von anderen Dingen abgelenkt sind, sondern wir uns auf die Situationen, in denen wir uns gerade befinden, konzentrieren können.

Wenn wir Jesus als Vorbild nehmen, dann sehen wir auch dass er sich öfters zurückgezogen hat, um die Stille bei Gott zu suchen.

Damals gab es zwar noch kein Fernsehen oder Internet, aber Jesus hat seine Sinne auch nicht von anderen Dingen benebeln lassen, sondern er wollte immer bei klarem Verstand bleiben, um in den Situationen des Alltags mit klarem Verstand handeln zu können.

Praktisch kann das bei uns so aussehen, dass wir uns immer wieder bewusst Zeit für Gott nehmen, an Orten, wo uns nichts ablenken kann.
Vielleicht eignet sich ein Spaziergang im Wald sehr gut dazu?

Das ich vielleicht nicht einfach aus Langeweile im Internet surfe oder den Fernseher laufen lasse.

Das ich mir nur bewusst Zeit für etwas nehme, also z.B. den PC einschalte, weil ich eine Email schreiben möchte.
Danach schalte ich den PC aber wieder aus.

Wenn ich mich langweile, dann rufe ich doch einfach mal einen Freund oder eine Freundin an und verabrede mich zum Kaffee trinken.

Es ist nicht leicht, seine Gewohnheiten zu ändern, aber mit Gottes Hilfe und Gebet können wir es trotzdem schaffen.

Denn Gott liegt etwas daran, dass wir frei werden von Gewohnheiten, die uns gefangen halten und von IHM ablenken.

In dem Buch “The Revolutionary Communicator” schreiben die beiden Autoren: “Aus Disziplin wird Gewohnheit, aus Gewohnheit wird Charakter.”

Das vielleicht nur zur Ermutigung.

Und auch wenn du Gott bisher noch nicht kennst, oder nicht an ihn glaubst, weil du Gott eben bisher noch nicht wahrgenommen hast, dann nimm dir doch einfach mal bewusst Zeit dafür!

Halte deine Sinne frei, damit du lernst ihn wahrzunehmen und zu erfahren, dass es Gott wirklich gibt.

Denn Gott verspricht: “Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen. Und wer anklopft, dem wir aufgetan.”

Beitrag als Podcast anhören:

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