Monthly Archive for Juli, 2007

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Mit offenen Armen

Vielleicht kennst du das auch, das Bild vom zornigen Gott, der mit verschränkten Armen vor uns steht und uns zurückweist, wenn wir mal wieder angekrochen kommen, nachdem wir zum xten-Mal wieder unsere eigenen Wege gegangen sind:

“Nein, so schnell geht das diesmal nicht, mein Freund! Diesmal hast du es echt übertrieben! Ich habe dir schon 100 mal gesagt, dass ich nicht will dass du so etwas tust! Jetzt ist Schluss, dass wars! Das will ich dir jetzt nicht mehr vergeben, auch wenn du es wieder von ganzem Herzen bereust.”

Kennst du das? Denkst du manchmal auch so von Gott?

Ich muss zugeben, ich denke manchmal so von Gott. Dann, wenn ich wirklich zum xten-Mal die selbe Sünde begangen habe, obwohl ich es eigentlich doch besser weiß!
Dann denke ich manchmal, dass Gott mir jetzt einfach nicht mehr vergeben kann. Das ich zu ihm komme und er mich zurückweist und fortschickt.

Weißt du was? Gott macht das wirklich traurig, wenn wir so von ihm denken!

Er will nicht, dass wir so von ihm denken!

Wenn du so von Gott denkst, dann äußere im Gespräch mit Gott doch einfach mal den Wunsch, dass du ihn kennen lernen willst und sonst nichts anderes.

Wir wollen immer so aktiv sein und uns von Gott gebrauchen lassen, so dass wir garnicht mehr die Zeit dazu nehmen, einfach nur Gott kennenlernen zu wollen.

Gott wird uns niemals die kalte Schulter zeigen, wenn wir durch Gebet aufrichtig seine Nähe suchen! Das entspricht überhaupt nicht seinem Wesen.

Anstatt mit verschränkten Armen wartet Gott mit offenen Armen auf uns bis wir umkehren und wieder seine Nähe und Vergebung suchen.

Und der Briefkasten war leer…

Gerade eben hat Gott mir etwas durch ein sehr einfaches Bild klar gemacht: Mein Tag lief heute nicht gerade besonders gut, und ich verspürte den Wunsch mir einfach die Zeit zu nehmen und zu beten.

Doch als ich mich gerade hingekniet hatte, fiel mir ein, dass ich ja heute noch überhaupt nicht am Briefkasten gewesen bin, um nach der Post zu schauen. Vielleicht ist ja ein netter Brief dabei.

Ich bin also nach unten gegangen, um nach der Post zu schauen, und was war? Der Briefkasten war leer.

Mir ist in diesem Moment bewusst geworden, dass ich sehr oft so handle.

Anstatt die Nähe Gottes zu suchen, laufe ich lieber Sachen hinterher, die mir eine scheinbar schnelle Befriedigung verschaffen, nur um am Ende festzustellen, dass sie genauso leer wie mein Briefkasten sind und in mir drin nichts als Leere hinterlassen.

Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.

Jeremia 2,13 

Jesus spricht:

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Johannes 10,10 

Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias Part I

Ich hab ein bisschen überlegt, ob ich die hier aufgezählten (notwendigen?) geistlichen Aspekte für die Arbeit am Reich Gottes gleich unsere heutige Zeit übertragen sollte, oder ob ich diese Aufgabe meinen Lesern, also dir, überlassen sollte.

Ich hab mich natürlich für letzteres entschieden, weil das das eigene Denken wohl hoffentlich doch mehr fördert.

Viele dieser Gedanken und Formulierungen habe ich dem Bibellesezettel des Diakonissenmutterhauses Aidlingen geklaut entnommen. Wieso sollte ich diese Sätze neu formulieren, wenn die Schwestern das sowieso viel besser können? :-) Vielen Dank also!

Mitarbeit im Reich Gottes am Beispiel Nehemias

Am Beispiel des Mauerbau Nehemias lassen sich einige geistliche Aspekte auch auf unsere heutige Gemeindearbeit übertragen.

  • Der Mauerbau war nicht einfach Nehemias Projekt oder Lebenswerk, sondern es war Gottes Werk.
  • Es war auch nicht Nehemias ausgeklügelter Strategie zu verdanken, dass der Mauerbau so schnell voran ging, sondern es war Gottes Bauplan.
  • Was war die Grundlage Nehemias für seine Arbeit? –> Verheißungsorientiertes, ausdauerndes und demütiges Gebet, d.h. er war sich seiner Sündhaftigkeit und der Errettung allein aus Gnade immer bewusst wenn er vor Gott trat.
  • Doch genauso kannte er auch Gottes Verheißungen und wusste worauf er sich im Gebet stützen konnte.
  • Nehemia war von der Macht und Wirksamkeit des Gebets überzeugt.
  • 3 notwendige Eigenschaften werden bei Nehemia sichtbar: Er war bereit Lasten zu tragen – er sehnte sich nach dem Segen Gottes – und er war bereit zum Kampf für Gottes Sache, d.h. seine Aufgabe war ihm eine Herzensangelegenheit.
  • Geistliche Arbeit wird gewiss auch geistliche Kampfsituationen hervorrufen, doch auch in schwierigen Zeiten hielt Nehemia an der Zusage (Verheißung) Gottes fest, denn er wusste: …der Sieg ist des Herrn.
  • Nehemias Aufgabe bedeutete nicht nur einen großen Aufwand, sondern auch unbedingte Treue Gott gegenüber und ein gutes Miteinander im Team, alle mussten für das gleiche Ziel arbeiten.
  • Zusammenarbeit war besonders wichtig.
  • Gott möchte seine Gemeinde um seiner Ehre willen schön haben.
  • Wenn das Volk Gottes seine Bestimmung, ein „heiliges Volk“ zu sein, aufgibt, schwindet seine geistliche Vollmacht und Kraft, ein lebendiges Zeugnis für den Herrn zu sein.
  • Darum legte Nehemia bei seinem großen Bauprojekt nicht nur Wert auf eine gute Organisation und wirksame Strategien, sondern besonders auf das geistliche Fundament und Leben der Bauleute.
  • Wie konnte Nehemia in seiner Arbeit so mutig und stark sein? Sein Geheimnis war ein demütiges Herz und ein intaktes Gebetsleben.
  • Nehemia leitete zwar das Projekt, aber das ganze Volk arbeitete mit am Werk Gottes.
  • Nehemia hatte das Projekt sorgfältig geplant und jeder dieser Schritte war wichtig: Hörbereitschaft, Warten, Gebet, Buße, Organisation und Planung, Entschlossenheit undMut.
  • Die Bauarbeiten brauchten viel Zeit und Geduld, doch Gottes Mitarbeiter dürfen aus dem „Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut“ leben (Römer 2,4a).
  • Es geht nicht immer alles glatt bei den Bauarbeiten am Reich Gottes.
  • Der Mauerbau stellte nicht nur ein mühseliges, sondern ein ausgeprochen angefochtenes Unternehmen dar.

Doch auch hier ist Gebet und Vertrauen auf Gott der Schlüssel zum Sieg.