Daily Archive for September 24th, 2007

Linie 7: Die Reihenfolge ändern

Ich hatte ja schon öfters mal angekündigt, auch mal etwas über die Situation in unserem Treff für Junge Erwachsene, sprich Linie 7, zu schreiben, hab das aber irgendwie bisher noch nie gemacht.

Dabei wäre das doch ganz cool, gerade auch für die Leute die auch immer wieder gerne für Linie 7 beten möchten.

Deswegen habe ich heute beschlossen in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder etwas über Linie 7 zu schreiben, was uns als Team gerade so beschäftigt und was sonst so abgeht.

Und heute möchte ich gleich damit anfangen: Die letzten Monate waren für uns als Linie 7 Team nicht gerade einfach, irgendwie ging nichts so wirklich voran und die Motivation blieb auch irgendwo auf der Strecke.

Die Besucherzahlen gingen sehr stark zurück und es kamen eigentlich auch keine neuen Leute mehr (was eigentlich unser Hauptanliegen ist).

Vor einem Jahr gab es Zeiten wo 60-70 Leute an einem Abend zu Besuch waren. In den letzten Monaten waren es oft nur 10.

Wir machen unsere Arbeit nicht von Besucherzahlen abhängig, doch wir spürten einfach, dass in unserer Arbeit irgend etwas schief lief oder liegt.

Ist unsere Zielgruppe vielleicht doch eine andere? Sollen wir uns zur Zeit vielleicht mehr auf die Menschen die schon in der Gemeinde sind konzentrieren, oder doch weiter auf Leute die noch nichts mit Jesus am Hut haben? Soll das Konzept geändert werden?

Wir suchten unser Problem also irgendwie fast nur in unserer Struktur.

Für heute Abend hatten wir dann eine Leiter-Besprechung angesetzt, um über die Situation in Linie 7 zu sprechen.

Ich ging wie gesagt davon aus, dass unser Problem in der Struktur unserer Arbeit liegt, dass diese Art von Jungen Erwachsenen-Arbeit, wie wir sie bisher gemacht hatten, jetzt einfach nicht mehr funktioniert und das wir deshalb evtl. umdenken und die Struktur ändern müssten.

Mit dieser Erwartung bin ich dann auch in die Besprechung gegangen. Doch Jesus hat heute unseren Blick auf etwas ganz anderes gerichtet.

Der Leitvers, der von anfang an über unserer Arbeit stand, war Johannes 13,35:

Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Und gerade zu Beginn unserer Arbeit bekamen wir ganz oft das Feedback (obwohl wir dachten das wir noch meilenweit von diesem Ziel entfernt wären): “Man spürt das hier etwas anders ist in dieser Gemeinschaft.”

Und für manche war das ein Faktor, wieso sie sich für ein Leben mit Jesus entschieden.

Jesus hat uns heute Abend klar gemacht, dass wir einen entscheidenden Fehler gemacht haben in den letzten Monaten: Wir haben die Organisation, die Struktur, die Methoden, die Aufgaben, die Arbeit usw. über Jesu Ziel gesetzt: Verlorene Menschen zu retten.

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
(Johannes 12,46.47)

Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten.
(1.Timotheus 1,15)

Wir haben die Reihenfolge vertauscht. Anstatt das an erster Stelle die Menschen stehen, hat sich jeder zuerst auf seine Aufgabe konzentriert und dann erst kam die Gemeinschaft mit den Leuten die zu Linie 7 kommen.

Doch wenn man sich Jesu Leben hier auf der Erde anschaut, dann sieht man auch, dass Jesus seine Energie nicht damit verschwendet hat Strukturen und Methoden für erfolgreiche Gemeindearbeit zu entwickeln, sondern das es ihm nur darum ging Menschen zu retten.

Strukturen und Organisation sind wichtig, um das Zusammenleben und die Zusammenarbeit zu ermöglichen, wie es auch die Beispiele besonders in der Apostelgeschichte und auch in den Briefen des Neuen Testaments zeigen, aber beides darf niemals über dem eigentlichen Ziel Jesu stehen: Sünder zu retten.

Wie sagt Jesus in Matthäus 22, 36-40 auf die Frage eines Mannes, welches das wichtigste Gebot sei:

Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Und deswegen ist es unser Anliegen, uns diese Liebe für unsere Mitmenschen wieder neu von Gott schenken zu lassen und uns wieder nur darauf zu konzentrieren.

Das soll unser Anliegen für die nächsten Freitagabende sein und ich bin gespannt was Gott tun wird!

Ich will es etwas krasser formulieren: Scheiß auf die Strukturen und Methoden und kümmer dich wieder darum deinen Gott zu lieben und deinen Nächsten wie dich selbst!

Es tut so unglaublich gut zu spüren das Jesus hinter unserer Arbeit steht und das er uns in seiner Liebe immer wieder korrigiert und unseren Blick gerade rückt.

Falls du für unsere Arbeit beten möchtest, hier einige Anliegen kurz zusammengefasst:

- Wir danken Gott dafür das er unsere Arbeit führt, hält und uns immer wieder korrigiert
- Wir danken für all die Menschen die schon in Linie 7 waren
- Wir danken für alle Leute die in Linie 7 mitarbeiten

- Wir bitten um Liebe und Gemeinschaft
- Wir bitten um neue Motivation und um eine neue Belebung unserer Arbeit
- Wir bitten weiter um Gottes Führung und um Weisheit für die nächsten Schritte