Ich habe ein Problem mit Liebe und deswegen möchte ich heute darüber reden.
Das soll jedoch keine Predigt werden, sondern eher ein persönlicher Erfahrungsbericht.
Manchmal, wenn mich ein Thema besonders begeistert, dann frage ich ganz viele verschiedene Leute dazu, was sie denn davon denken.
Auch diese Woche habe ich ein paar Leute danach gefragt, was denn eigentlich Liebe sei?
Aber irgendwie konnte mir in meinem Bekanntenkreis niemand sagen, was Liebe eigentlich ist.
Also habe ich als moderner Mensch dann auch mal danach „gegoogelt“. Doch auch da gehen die Meinungen weit auseinander.
Doch zuerst einmal wieder die Frage, wieso erzähle ich euch das ganze?
Nun, ich muss sagen, dass es mir heute immer noch schwer fällt, Gottes Liebe anzunehmen oder für mich zu akzeptieren.
Es ist ja auch schwer, wenn man gar nicht richtig weiß, was Liebe eigentlich ist.
Kannst du für dich diese Frage beantworten? Was ist für dich Liebe?
Ist Liebe das gleiche wie verliebt zu sein?
Wenn ja, dann wäre Liebe nichts weiter als ein Gefühl.
Okay, und wenn ich nichts fühle, dann liebe ich auch nicht.
D.h. ich liebe auch Gott nicht, weil ich es so selten fühle?
Dann habe ich versagt, wenn die Bibel davon spricht, du sollst deinen Gott lieben…
Wie oft habe ich insgeheim dafür gebetet: „Herr, hilf mir dich zu lieben!“ und habe dabei Liebe mit Verliebt sein verwechselt.
Denn Liebe ist in erster Linie kein Gefühl und die Grundlage von Liebe sind nicht meine Gefühle!
Wie oft habe ich schon den Satz gehört „Liebe ist eine Entscheidung“, und habe ihn trotzdem nicht verstanden.
Ich entscheide mich zu lieben, okay, aber wo bleiben jetzt die Gefühle?
Kornelius Novak schreibt in seinem Buch „Christus verkörpern – Gottes Willen verwirklichen“ :
„Liebe heißt: Eine Entscheidung zu treffen, nachdem man zu der Überzeugung für das Gute und Richtige gekommen ist, und sich dann der Sache konsequent hinzugeben. Das ist die Liebe mit der Gott liebt und die Liebe, die Gott von uns erwartet.[...]
Die entsprechenden Gefühle werden dann natürlich auch nicht ausbleiben, aber sie sind nicht das Fundament der Liebe.“
Gott zu lieben hat also in erster Linie nichts mit Gefühl zu tun.
Gott zu lieben heißt eine Entscheidung zu treffen. Dafür, auf ihn und sein Wort zu hören und danach zu handeln.
Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.
Johannes 14,23
Bei einer Hochzeit wird das Brautpaar auch nicht gefragt, wie es sich denn im Moment fühle, sondern ob es in guten wie in schlechten Zeiten zusammenbleiben will.
Auch Gott hat sich für den Menschen entschieden – aus Liebe.
Gott tut aus Liebe das Gute und Richtige für alle Menschen (auch wenn wir Menschen das nicht immer sofort erkennen).
Aus Liebe ist Gott in jeder Beziehung wohlwollend.
Gottes Liebe ist am deutlichsten am Leiden und Tod von Jesus zu sehen.
„Keine Abscheulichkeit der Menschen konnte Gott davon abhalten in Jesus Christus auf diese Erde zu kommen um sich stellvertretend für uns am Kreuz hinzugeben. Was fühlte Jesus? Rosarote Wölkchen im Bauch?
Nein, aber er starb aus Liebe zu uns! [...]Gottes liebevolle und wohlwollende Absicht ist das gelingende Leben aller geschaffenen Kreaturen in ihren Beziehungen.“
(K.Novak)

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