Daily Archive for Oktober 5th, 2007

Viva la revolution

Letzten Mittwoch haben ja einige von uns den Tag der Deutschen Einheit gefeiert

(wobei sich jeder 5. Deutsche oder so die Mauer zurückwünscht, naja…).

Dieser Tag ist aber trotzdem etwas Besonderes.

Die Wiedervereinigung war irgendwie eine Art Revolution.

Eine Revolution, die sogar weitestgehend friedlich ablief.

Wer kennt sie nicht, die großen Revolutionäre, Menschen, die mit den Bedingungen oder dem politischen System in ihrem Land nicht zufrieden waren, und deshalb zum großen Umsturz, oft in Verbindung mit Waffengewalt, aufriefen.

Die bekanntesten sind sicherlich Karl Marx, Lenin, Ernesto Che Guevara oder Jesus Christus…

Wie bitte? Jesus Christus? Kann man Jesus wirklich mit Che Guevara vergleichen?

War Jesus wirklich ein Revolutionär?

Ich würde sagen ja.

Auch wenn seine Art der Revolution sich mit nichts auf der Welt vergleichen lässt.

In den Augen der damaligen geistlichen jüdischen Elite war Jesus auch ein Revolutionär, ein Rebell, ein Aufrührer, dem es darum ging, dass damalige religiöse System der Juden „umzuwerfen“.

Das er ihre religiösen Überlieferungen und Gesetze aufhebt und stattdessen neue Lehren verbreiten würde.

Doch was sagte Jesus selbst?

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. (Matthäus 5,17)

Was bedeutet eigentlich Re-volution?

Heute versteht man unter Revolution tatsächlich mehr einen gewaltsamen Umsturz eines politischen Systems o.ä.

Doch die eigentliche Bedeutung kommt eher von „Zurückwälzen“ oder „Umdrehen“.

Damals war damit tatsächlich eher ein „zum Ausgangspunkt zurückkehren“ oder „die Ordnung wiederherzustellen“ gemeint.

Dass eine Revolution im heutigen Sinn etwas Neues schüfe, hat sich erst nach 1789 (nach der franz. Revolution) als Auffassung durchgesetzt.

Aber was unterscheidet Jesus eigentlich von den ganzen anderen Revolutionären (wenn man ihn denn als Revolutionär ansehen möchte)?

Es ging Jesus nicht darum, ein religiöses System durch ein neues, besseres zu ersetzen, sondern darum „zu retten, was verloren ist“ (Lukas 19,10)

Paulus schreibt in 1.Timotheus 2,4-6:

er (Jesus) will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Jesus selbst sagt über sich:

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. (Johannes 12,46)

Jesus ging es darum, die Menschen wieder in ihre eigentliche Bestimmung zurückzuführen, die Beziehung zu Gott wieder zu ermöglichen.

Fast alle Revolutionen wurden gewaltsam durchgeführt, viel Blut wurde dabei vergossen.

Die französische Revolution, die amerikanischen Unabhängigkeitskriege, die kubanische Revolution…

Und Jesus?

Jesus hat nie Gewalt angewendet oder zur Waffengewalt aufgerufen.

Jesus hat sein Reich nicht mit dem Blut seiner Untertanen gestiftet, sondern mit seinem eigenen.

Jesus hat seine Energie nicht damit verschwendet, neue religiöse oder politische Systeme und Methoden durchzusetzen, sondern es ging ihm immer um eines: um dich!

Jesus will, dass du das Leben hast, Leben im Überfluss (Johannes 10,10).

Dafür hat sich der Sohn Gottes auslachen, anspucken, misshandeln und letztendlich grausam an ein Kreuz nageln lassen, damit du Zugang zu Gott hast.

 

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Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. (Philipper 2,6-8)

Das ist für mich immer wieder so unbegreiflich, dass Gott Mensch wurde, sich so etwas antun lassen konnte, nur um mich unfähigen Menschen zu retten.

Und das er trotzdem zu mir hält, obwohl ich ihn immer wieder enttäusche.

Wie ein König, in seiner ganzen Schönheit und Reinheit, mit seinem ganzen Status als Herrscher, Adliger usw., sich in den Dreck begibt, nur um zu retten was verloren ist.

Und das obwohl ich, wenn ich ehrlich zu mir bin, eigentlich zu nichts zu gebrauchen bin.

Als ob die Queen von England sich für einen einfachen Obdachlosen in eine Pfütze mit Dreck legen würde, nur damit der mit trockenen Füssen weiterlaufen kann, obwohl er nicht mal Schuhe hat.

Irgendwie reicht kein Bild aus, um das auch nur annähernd beschreiben zu können.

Aber es ist wahr, und auch du darfst dieses Geschenk für dich annehmen und das auch jeden Tag aufs Neue!

Es geht mir heute darum, die Schönheit und die Größe der Person Jesus näher zu bringen.

Das Jesus so anders war als alle Revolutionäre vor ihm oder nach ihm.

Alle großen Revolutionäre kamen und gingen von sich aus, ihr Kommen wurde vorher nicht angekündigt.

Nur Jesu Kommen wurde schon 2000 Jahre durch die Bibel angekündigt.

Keine Revolution, die so klein angefangen hat und die nicht mit Waffengewalt durchgesetzt wurde, hat so große Kreise geschlagen und hat noch bis heute Auswirkungen auf ganze Nationen.

Den meisten Revolutionären ging es darum, dass die Dinge in ihrer Umgebung zu ändern, doch keiner konnte dir so ein Angebot machen wie Jesus es macht:

Nämlich dir das Leben zu geben, Leben im Überfluss. (Johannes 10,10)

Aber auch eine andere Jesus-Art möchte ich heute weitergeben, nämlich dass es Jesus in zu aller erst um die Menschen geht und die Liebe zu ihnen.

Und deswegen ist es unser Anliegen, dass auch wir uns diese Liebe für unsere Mitmenschen wieder neu von Gott schenken lassen und uns wieder neu auf unsere Mitmenschen zu konzentrieren.

Das soll unser Anliegen für die nächsten Freitagabende sein und ich bin gespannt was Gott tun wird!