Archive for Dezember, 2007

Hirtendienst

Hirtendienst

Ich habe heute ein sehr eindrückliches Bild für unsere Junge Erwachsenen – Arbeit Linie 7 bekommen.

Beim Lesen von Johannes 10, wo Jesus von sich selbst als dem guten Hirten spricht, bin ich auf Hesekiel 34 gestoßen, was nach Meinung mancher Ausleger der Hintergrund von Johannes 10 ist.

Man soll ja immer vorsichtig sein, Stellen aus dem Alten Testament, die ja ursprünglich und ausschließlich an das Volk Israel gerichtet waren, auf Heute zu beziehen. Das will ich auch gar nicht machen, aber bestimmte Verhaltensweisen des Menschen verändern sich nie.

In Hesekiel 34 weissagt Gott gegen die untreuen Hüter des Volkes Israels, also die damaligen Führungspersonen wie z.B. Könige, Priester und Propheten.

Er verurteilt sie dafür, dass sie „sich selbst weiden“ (V.2), d.h. nur nach persönlicher Bereicherung trachten (ob jetzt materiell oder geistlich) und sich nicht um die ihnen anvertrauten Menschen kümmern.

Ganz konkret wird es dann ab Vers 4:

Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Strenge und Härte herrscht ihr über sie!

Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren, und sind allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden und haben sich zerstreut.

Auf allen Bergen und hohen Hügeln irren meine Schafe umher, und über das ganze Land sind meine Schafe zerstreut; und niemand ist da, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Wenn ich auf unsere Arbeit bei Linie 7 schaue, dann weiß ich, dass viele „unserer“ Schafe sich auch zerstreut haben, und dass niemand da ist, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Mir fällt da auf Anhieb eine Reihe von Namen ein.

Und ich muss mich fragen, auf was ich selbst in den letzten Monaten meine Prioritäten gelegt habe?

Habe ich auf die Stimme des Feindes gehört, als er mir ins Ohr geflüstert hat: „Schone dich selbst!“?

Wo brauche ich wieder mehr Bereitschaft zum Dienen und ein offenes Auge und Ohr für meine Schafe? Für die, die schwach sind, die verwundet sind, die verscheucht oder verloren sind?

In Johannes 10 spricht Jesus selbst von sich als dem guten Hirten, der vor seinen Schafen hergeht, der sie vor der ewigen Verdammnis rettet und ihnen das Leben im Überfluss geben will.

Und in Verbindung mit Johannes 15, 4.5 liegt dann der Schlüssel für jesusmäßigen Hirtendienst:

Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Jesus will durch uns der gute Hirte für seine Schafe sein.

Es ist meine Verantwortung nah an ihm und seinem Wort zu bleiben und mein Herz und meine Gedanken reinzuhalten, damit ich seine Stimme hören kann.

Was ist Liebe? II

Was ist Liebe? II

Jaja, das Thema Liebe flasht mich zurzeit voll! Ich bin mal gespannt wo das noch hinführen soll…

Eben habe ich mich mit dem Gedanken beschäftigt, wie sich diese „Agape-Liebe“ eigentlich praktisch im Leben eines Menschen zeigen kann?

In Perfektion würde das dann wohl so aussehen, wenn mein Handeln ganz von der Liebe bestimmt wäre, ich immer nur das Beste für meinen Mitmenschen wollen würde.

Die Liebe…sucht nicht das Ihre[…], sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

Gibt es eigentlich eine krassere Definition von Liebe als die in 1.Korinther 13?

Immer wieder werden Argumente dafür gesucht, ob es denn jetzt okay ist, sich als Christ Pornos anzuschauen oder nicht.

Schließt sich das denn nicht schon mit dieser absoluten Definition von Liebe (weil es Gottes Liebe ist und Gott selbst die Liebe ist) aus?

Was ist Pornos schauen denn anderes als, durch (schamloses) Ausnutzen einer (fremden) Person, meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen?

Echte Liebe sucht doch immer nur das Beste für den anderen und zwingt ihn nicht dazu sich selbst zu prostituieren!

Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«.
Das ist das erste und größte Gebot.

Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Matthäus 22,36-39

Oh das wir wegkommen von unserer Selbstsucht hin zu einer selbstlosen Liebe die auf dem Fundament der selbstlosen Liebe Gottes zu uns aufgebaut ist.

„…mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“

Was ist Liebe?

Was ist Liebe?

Das Thema Liebe beschäftigt mich nun schon eine ganze zeit lang, und ich bin froh soviel Neues darüber lernen zu dürfen.

Vor ein paar Wochen habe ich ja schon einmal darüber geschrieben, und da möchte ich heute weitermachen, auch wenn sich ein paar Gedanken vielleicht wiederholen werden.

Wenn ich unsere Gesellschaft heute beobachte, wieso wir Beziehungen miteinander eingehen, dann tun wir meiner Meinung nach oft aus sehr selbstsüchtigen Motiven.

Ich möchte nicht allein sein, ich möchte meine Bedürfnisse nach körperlicher Nähe und meine sexuellen Bedürfnisse befriedigen.

Vielleicht ist eine Partnerschaft auch nur finanziell lukrativ.

Vielleicht brauche ich meinen Partner aber auch nur dazu, um den anderen zu zeigen, „seht her ich bin mit jemanden zusammen und seht wie schön sie/er ist!“

Auf jeden Fall sind das alles sehr selbstsüchtige Motive, oder nicht?

Wer muss sich dann noch wundern, wenn heutzutage so viele Beziehungen und Ehen in die Brüche gehen? Eine Scheidung ist ja gesellschaftlich auch kein Verbrechen mehr.

Wenn der Partner meine selbstsüchtigen Bedürfnisse nicht mehr befriedigen kann und mir selbst nur noch auf den Sack geht, dann schicke ich ihn eben in die Wüste. Was soll’s!?

Manche machen sich erst gar nicht auf die Suche aus Angst vor Ablehnung oder aus Angst davor in einer Beziehung zu Versagen.

Wir alle wollen geliebt werden und der größte Albtraum eines jeden Menschen ist sicherlich irgendwann niemand mehr zu haben der einen liebt.

Damit das nicht passiert sind wir alle zu guten Schauspielern geworden und verhalten uns so wie wir meinen am ehesten von unseren Mitmenschen geliebt zu werden.

Wer würde uns denn noch lieb haben wenn er wüsste wie wir wirklich sind?

Aber was sind das für verkrampfte und oberflächliche Beziehungen, wenn wir uns ständig verstellen müssen und bloß aufpassen müssen, dass wir ja keine Fehler machen, damit alles perfekt läuft?

Wenn ich schon beim Kennen lernen meines (potentiellen) Partners so verkrampft bin und eine Riesen Angst habe diesen zu verlieren (weil ich ja unbedingt jemanden brauche der mich liebt und wenn das nicht klappt, dann habe ich wieder einen weniger auf der Liste der mich liebt und irgendwann liebt mich keiner mehr auf der Welt), dann erlebe ich „Verliebt-sein“ wohl eher als eine Riesen Last, und das Gefühl ist eher Angst statt Freude. Ich werde mehr kaputt machen und verhindern, dass mein Partner mich wirklich kennen und lieben lernt.

Eigentlich traurig, dass wir Menschen vergessen haben das Gott uns, trotz-dem wie wir wirklich sind, trotzdem liebt

Aber was ist denn nun das Wesen der Liebe?

Die Bibel unterscheidet im Griechischen wohl 2 Arten der Liebe:

- Die Liebe, die mit dem Griechischen Wort „agape“ bezeichnet wird: Die echte, selbstlose Liebe Gottes zu den Menschen.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3,16

Agape bezeichnet auch die Liebe zu unseren Feinden, worin jeder normale Mensch ja eigentlich keinen Nutzen für sich erkennen kann; was das Wesen der Agape-Liebe wohl noch einmal sehr deutlich beschreibt.

Oder wenn Jesus davon spricht, dass niemand größere Liebe hat als der, der sein Leben für andere lässt:

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Johannes 15,13

- Die Liebe, die mit dem Griechischen Wort „philia“ bezeichnet wird: lieb haben, jemandem wohlgesinnt sein, bis hin zu liebkosen, küssen als Zeichen herzlicher Verbundenheit

Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet.
Johannes 5,20

Interessant ist, dass die 3. Form der Liebe, die mit „Eros“ wiedergegeben wird, welches die leidenschaftliche Sehnsucht, die Liebe die sich nach eigener Anerkennung sehnt, bezeichnet, gar nicht im Neuen Testament vorkommt.

Wahre Liebe ist die, die liebt ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Liebe die liebt, ohne in erster Linie das eigene Ich befriedigen zu wollen. Liebe die das Beste für sein Gegenüber will!

Liebe entdeckt den wahren Wert eines Menschen.

Ich frage mich gerade, ob wir Menschen von Natur aus überhaupt dazu fähig sind, so zu lieben?

Müssen wir nicht erst selbst diese selbstlose, kompromisslose Agape-Liebe Gottes erfahren haben, um selbst so lieben zu können?

Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm[...]
Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
1.Johannes 4,16.19

Gott hat deinen wahren Wert erkannt!

Bist du dir eigentlich bewusst, dass es dich nur einmal im ganzen Universum gibt?

In Gottes Welt gibt es einen Platz, den nur du einnehmen kannst und sollst!

Du bist wertvoll für Gott! Wenn nicht, dann wäre er nie und nimmer für dich gestorben!

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3,16

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Weihnachten rückt immer näher und die Leute von soulsaver.de haben sich für diese Zeit wieder etwas Tolles ausgedacht:

Unter http://adventskalender.soulsaver.de/ wird es bis Weihnachten jeden Tag einen neuen Kurzfilm zum anschauen geben.

Reinschauen lohnt sich!