Daily Archive for Februar 29th, 2008

Was soll Jesus für dich tun?

Nachdem mein vorheriger Eintrag vielleicht etwas zu einseitig war, möchte ich heute einen Ausschnitt aus dem Andachtsbuch “Mein Äußerstes für mein Höchstes” von Oswald Chambers für den 29. Februar posten:

Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.
Lukas 18,41

Gibt es etwas in deinem Leben, was nicht nur dich stört, sondern womit du auch anderen zur Last fällst? Wenn ja, dann ist es immer etwas, was du selbst nicht in der Gewalt hast.[...]

Sei so lange aufdringlich, bis du Jesus selbst gegenüberstehst. Mache nicht die Vernunft zum Gott. Wenn wir still abwarten, anstatt unser Problem zu benennen, vergöttern wir damit nur unsere Vernunft. Wenn Jesus dich fragt, was du willst, dass er in deiner unvorstellbar schwierigen Lage für dich tun soll, dann vergiss nicht, dass er nicht “vernünftig”, sondern immer übernatürlich handelt.
Es ist bemerkenswert, wie sehr wir Gott festlegen, indem wir uns nur das merken, was wir ihm früher schon erlaubt haben für uns zu tun.[...]

Die Folge ist, dass wir nicht den Mut haben, um das zu bitten, was wir uns wirklich wünschen. Stattdessen finden wir es lächerlich, Gott um so etwas zu bitten. Wenn es unmöglich ist, ist es genau das, worum wir bitten müssen.[...]
Und Gott will das tun, was völlig unmöglich ist.[...]

Unsere Zerissenheit ist nur die Folge unseres eigenen Widerstandes gegen eine klare Entscheidung. Wir wollen nicht glauben; wir wollen nicht loslassen und das Seil durchtrennen, das das Boot an der Küste festhält – lieber kämpfen wir mit Schwierigkeiten.

Irgendwie zeigt mir dieser Text, dass Glaube kein einseitiges Thema ist bzw. das wir Gott in keine Schublade unseres Verstandes stecken können.

Es gibt Situationen, die mit eigener Kraft nicht ändern kann und die auch Gott nicht ändern mag. Dann will ich lernen damit zufrieden zu sein, weil ich weiss dass Gott mich trotzdem liebt und nur die besten Absichten mit mir hat.

Andererseits möchte ich nicht aufhören Gott zu suchen und ihn solange zu bestürmen bis er meine Situation ändert oder ich zumindest Antworten auf meine Fragen habe.

Ein Widerspruch?