Manchmal frage ich mich, wieso gerade ich mir immer soviele Gedanken zu einem Thema machen muss, wenn andere sich offensichtlich keine Gedanken dazu machen sondern es einfach leben?
Vielleicht ist das einfach eine Eigenschaft von mir die ich akzeptieren muss. Vielleicht profitiert der ein oder andere Leser ja auch davon.
Der Gedanke des Tages dreht sich mal wieder um die Liebe. Was ist Liebe eigentlich? Aus welchem Grund wünsche ich mir eigentlich einen Partner (ich bin mir sicher das ich zu diesen Fragen auch schon einmal etwas gepostet habe, aber ich muss das einfach noch einmal aufschreiben)?
Suche ich mir meinen Partner nur deswegen aus, damit ich selbst Frieden für meine Seele erhalte? Kann das Liebe sein? Oder doch nur purer Egoismus? Kann Gott so etwas gutheißen?
Das Wesen von Liebe lässt sich immer wieder am besten an der Liebe Gottes zu uns Menschen erkennen: Wünscht Gott sich eine Beziehung zum Menschen, weil es Gott dadurch besser geht? Würde wir einen Menschen noch lieben können, der nichts mit uns zu tun haben will und sich sogar über uns lustig macht?
Könnten wir dann noch lieben, wenn unsere Liebe nicht erwidert wird? Oder wenn mein Gegenüber mir immer wieder die Treue schwört, nur um dann doch wieder seine eigenen Wege zu gehen?
Das ist Liebe – das Gott uns trotz-dem liebt! Das er uns trotz-dem nicht aufgibt! Das er trotz-dem nur Hoffnung für unser Leben hat! Das er trotz-dem immer zu uns hält und uns unseren Mist vergeben will!
Von dieser Liebe Gottes zu uns können wir auch sicherlich etwas für unsere Beziehungen hier auf der Erde lernen. Es geht nicht in erster Linie darum, dass mein Partner meine Bedürfnisse stillt und für meinen Seelenfrieden sorgt. Das will und kann nur Gott vollkommen tun! Für so etwas darf ich meinen Partner nicht “missbrauchen”.
Wenn ich Einsamkeit verspüre, Mangel oder Leere, dann darf ich mich im Gebet immer sofort an Gott wenden und mich für seine Liebe öffnen. Das hat versprochen und das geschieht ganz ohne Anstrengung.
Ich will nicht aus egoistischen Motiven “lieben”. Ich will lieber etwas von der Liebe, die ich selbst jeden Tag erfahre, an meinen Partner weitergeben.
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