Archive for Juni, 2008

Trotz-dem

Trotz-dem

Manchmal frage ich mich, wieso gerade ich mir immer soviele Gedanken zu einem Thema machen muss, wenn andere sich offensichtlich keine Gedanken dazu machen sondern es einfach leben?

Vielleicht ist das einfach eine Eigenschaft von mir die ich akzeptieren muss. Vielleicht profitiert der ein oder andere Leser ja auch davon.

Der Gedanke des Tages dreht sich mal wieder um die Liebe. Was ist Liebe eigentlich? Aus welchem Grund wünsche ich mir eigentlich einen Partner (ich bin mir sicher das ich zu diesen Fragen auch schon einmal etwas gepostet habe, aber ich muss das einfach noch einmal aufschreiben)?

Suche ich mir meinen Partner nur deswegen aus, damit ich selbst Frieden für meine Seele erhalte? Kann das Liebe sein? Oder doch nur purer Egoismus? Kann Gott so etwas gutheißen?

Das Wesen von Liebe lässt sich immer wieder am besten an der Liebe Gottes zu uns Menschen erkennen: Wünscht Gott sich eine Beziehung zum Menschen, weil es Gott dadurch besser geht? Würde wir einen Menschen noch lieben können, der nichts mit uns zu tun haben will und sich sogar über uns lustig macht?

Könnten wir dann noch lieben, wenn unsere Liebe nicht erwidert wird? Oder wenn mein Gegenüber mir immer wieder die Treue schwört, nur um dann doch wieder seine eigenen Wege zu gehen?

Das ist Liebe – das Gott uns trotz-dem liebt! Das er uns trotz-dem nicht aufgibt! Das er trotz-dem nur Hoffnung für unser Leben hat! Das er trotz-dem immer zu uns hält und uns unseren Mist vergeben will!

Von dieser Liebe Gottes zu uns können wir auch sicherlich etwas für unsere Beziehungen hier auf der Erde lernen. Es geht nicht in erster Linie darum, dass mein Partner meine Bedürfnisse stillt und für meinen Seelenfrieden sorgt. Das will und kann nur Gott vollkommen tun! Für so etwas darf ich meinen Partner nicht “missbrauchen”.

Wenn ich Einsamkeit verspüre, Mangel oder Leere, dann darf ich mich im Gebet immer sofort an Gott wenden und mich für seine Liebe öffnen. Das hat versprochen und das geschieht ganz ohne Anstrengung.

Ich will nicht aus egoistischen Motiven “lieben”. Ich will lieber etwas von der Liebe, die ich selbst jeden Tag erfahre, an meinen Partner weitergeben.

Von Sünde

Von Sünde

So, nach knapp 2 Wochen melde ich mich mal wieder zu Wort. Es ist viel passiert in der letzten Zeit!

Mittlerweile habe ich tatsächlich schon ein sehr schönes Zimmer in London gefunden. Bis jetzt habe ich zwar nur die Zusage für 6 Monate dort wohnen zu können, aber das macht die ganze Sache ja nur spannender.

Den Flug habe ich übrigens auch schon gebucht: Am 28.Juli 08 werde ich nach London fliegen und dann die erste Woche zusammen mit meinem Bruder die Stadt erkundigen. Da freue ich mich auch schon total drauf!

In meinem letzten Beitrag hatte ich euch ja von unseren Übertragungen der EM erzählt und ich bin bisher echt positiv überrascht worden! Obwohl wir eigentlich kaum Flyer verteilt haben war die Hütte bisher doch an allen Abenden voll und es waren auch immer wieder Leute von außerhalb da! Danke Jesus! Auf jeden Fall ein Grund weiter dafür zu beten!

Mittlerweile habe ich auch die Ergebnisse meiner Abschlussklausuren bekommen. 4 von 6 Klausuren waren gleich oder besser als 2.0. Das ist echt cool! Dafür habe ich gerade bei den beiden wichtigsten Klausuren weniger gute Noten geschrieben, so dass ich aktuell auf einem Schnitt von 2,7 stehe. Am Montag habe ich dann noch meine abschließende Projektpräsentation mit anschließendem Fachgespräch vor der IHK Karlsruhe. So wie es aussieht werde ich also tatsächlich am 23.Juni 08 endlich meine Ausbildung beenden können! Mit all den (unfreiwilligen) Unterbrechungen habe ich jetzt quasi ganze 5 Jahre dafür gebraucht. Trotzdem war die Zeit nicht umsonst und deswegen sag ich auch hier mal Danke Jesus, dafür dass du mich all die Jahre begleitet hast!

Etwas das mir auch noch sehr wichtig ist zu erwähnen ist, dass ich zur Zeit noch den Kurs: “Der Weg zur Reinheit” von settingcaptivesfree.com mache und davon total begeistert bin! Das Ziel dieses 60-tägigen Kurses ist die “vollständige Entwöhnung von Pornografie und anderen sexuellen Verfehlungen.”

Ich habe ja schon vor langer Zeit mal einen Artikel über meine Probleme mit der Pornographie geschrieben und das ist bis heute der am meisten gelesene Artikel auf diesem Blog.

Ich kann nur jedem, der ein Problem mit Pornographie und Selbstbefriedigung hat, mit Nachdruck empfehlen diesen Kurs zu machen! Er behandelt sehr viele wichtige Punkte zu diesen Thema und die Leute, die diesen Kurs entwickelt haben, waren selbst jahrelang in Pornographie verwickelt und wissen deshalb wovon sie reden. Mich hat anfangs auch die Dauer von 60 Tagen abgeschreckt, aber mittlerweile bin ich schon bei Tag 13 und freue mich jeden Tag darauf wieder den Kurs zu machen. Und er ist absolut kostenlos! Man bekommt sogar für die Dauer des Kurses einen Mentor zur Seite gestellt, der deine Antworten liest und ggf. deine Fragen beantwortet oder dir mit Tipps zur Seite steht.

Mir ist durch diesen Kurs bisher eines sehr deutlich geworden: Wir Menschen sehnen uns immer nach Entspannung, Ruhe und tiefem, innerem Frieden.

Pornographie, Selbstbefriedigung oder die Sünde allgemein verspricht uns diesen Frieden, doch sie bewirkt das genaue Gegenteil!

Anstatt uns Ruhe und inneren, dauerhaften Frieden zu geben, zerstört sie uns still und heimlich Stück für Stück und fügt unserer Seele Schaden zu.

Das Schlimme dabei ist, dass wir die Lügen der Sünde glauben und uns dadurch zu Sklaven der Sünde machen. Außerdem merken wir lange Zeit überhaupt nicht wie die Sünde uns schadet und wenn wir es merken sind wir schon so tief in der Abhängigkeit drin das wir von alleine kaum noch einen Ausweg finden.

Deswegen sage ich dir: Nimm die Sünde nicht auf die leichte Schulter und glaube nicht der Lüge, dass ihre Auswirkungen schon nicht so schlimm sein werden.

Glaube nicht den Lügen der Sünde, dass sie dir Frieden und Freude versprechen. Sünde ist ein Fass ohne Boden und du wirst in ihr nie dauerhaften Frieden finden.

Nur Jesus kann dir diesen dauerhaften Frieden geben.

Das glaubst du nicht? Dann probiers doch einfach aus!

Erkenne deinen Hunger nach innerem Frieden und nimm Jesus beim Wort wenn er sagt:

Zum Abschied gebe ich euch den Frieden, meinen Frieden, nicht den Frieden, den die Welt gibt. Erschreckt nicht, habt keine Angst! Johannes 14,27

Ich bin das Brot, das Leben schenkt«, sagte Jesus zu ihnen. »Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein. Wer sich an mich hält, wird keinen Durst mehr haben. Johannes 6,35

EM und so

EM und so

Hm, es fällt mir immer schwer einen neuen Beitrag zu verfassen wenn in meinem Kopf so viele unfertige “Gedankenthemen” herumschwirren.

Es sind einfach mal wieder so viele Dinge, die mich momentan beschäftigen und kaum etwas davon ist richtig ausformuliert. Muss es aber auch nicht.

Das Ende meiner Ausbildung rückt immer näher. In knapp 2 Wochen bin ich dann auch schon fertig. Ab August bin ich dann (wie schon erwähnt) für mindestens ein Jahr in London. Zur Zeit bin ich noch auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft, aber ich möchte in dem Punkt auch darauf vertrauen das der Herr Jesus mir zu rechten Zeit das richtige Zimmer vermitteln wird. Aber ich freue mich schon total auf diesen neuen Lebensabschnitt und ich bin gespannt was mich in diesem Jahr erwarten wird. Mitte Juli möchte ich mit einem meiner Brüder schon einmal für ein paar Tage rüber fliegen um mir die Stadt schon einmal anzuschauen.

Ab morgen beginnt ja die EM in Österreich und der Schweiz, und auch die FeG Ettlingen wird ein paar Spiele live in unserem Gemeindezentrum auf Großleinwand übertragen. Wir möchten mit diesem Angebot vor allem Menschen von außerhalb der Gemeinde einladen und auf Jesus aufmerksam machen.

Das ganze ist mir zur Zeit ein großes Gebetsanliegen, weil ich eigentlich keinen Bock darauf habe, dass wir in blinden Aktionismus verfallen und nichts dabei herauskommt: wen nämlich das Hauptziel verloren geht:das Menschen zu Jesus finden.

Das ist sowieso ein großes Thema, das mich zur Zeit beschäftigt: Was können wir als Christen tun, damit die Auferstehungskraft von Jesus in unserem Alltag viel stärker sichtbar wird? Wie können wir verhindern, dass wir zwar total viel organisieren, aber nichts dabei herauskommt? Was soll überhaupt dabei rauskommen und wann war eine Sache geistlich und wann nicht?

Ich bin mit meinen Gedanken soweit, dass solche Aktionen immer viel Gebet benötigen. Ohne Gebet bleibt die Arbeit wahrscheinlich oberflächlich.

Dazu zwei Zitate:

“Wenn der Mensch arbeitet, wirkt der Mensch; wenn der Mensch betet, wirkt Gott”.

“Wir beten nicht für die Arbeit; Gebet ist Arbeit”.

Und wir sollen unsere Arbeit für Gott nicht tun nur damit wir unser geistliches Gewissen befriedigt haben weil wir den Punkt Evangelisation für dieses Quartal mal wieder erfolgreich abgehakt haben.

Unsere Arbeit darf nicht zu unserer eigenen Ehre dienen, damit wir uns dadurch besser fühlen, damit primär wir etwas davon haben.

Es geht allein um die Ehre Gottes, dass seine Herrlichkeit in unserem Leben sichtbar wird. Das unser Leben auf seine Kraft hinweist.

Es lohnt sich wirklich sich einmal tiefe Gedanken über 1.Korinther 10, 31 zu machen:

Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!

Tue ich alles zur Ehre Gottes oder geht es mir bei allem nur um mich selbst?