Archive for Oktober, 2008
Dieser Text ist für mich ein Versuch eine Antwort auf die These zu stellen: Soll doch jeder glücklich werden mit dem was er für richtig hält. Wie kann ich mir herausnehmen zu entscheiden was falsch oder richtig ist?
Ein sehr interessanter Gedanke, wenn es z.B. um das Thema Erziehung geht:
Kann ich mir die Freiheit herauszunehmen zu entscheiden was in meinen Augen gut und richtig ist?
Und darf ich mit diesen Entscheidungen die Freiheit meiner Mitmenschen beeinflussen?
Dürfen sie nicht selbst entscheiden, was gut und richtig ist?
Wer gibt mir das Recht andere mit meinen Überzeugungen, was gut und richtig ist, zu beeinflussen?
Dazu folgende Antwort:
Wir alle müssen täglich Entscheidungen treffen. Niemand kann sich davor drücken.
Und wir können nicht sagen, dass wir keine Entscheidung für unseren Mitmenschen treffen möchten, da wir uns nicht die Freiheit herausnehmen möchten zu entscheiden was gut und richtig für sie ist.
Wir werden unseren Mitmenschen immer (direkt oder indirekt) beeinflussen!
Entscheide ich, beeinflusse ich ihren Weg.
Entscheide ich nicht, dann beeinflusse ich diesen auch.
Durch die Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen, habe ich ja wieder eine Entscheidung getroffen!
Ich kann mir hier auch nicht die Freiheit herausnehmen, dass es richtig ist nicht zu entscheiden was richtig ist.
Ich werde diese Person immer beeinflussen!
Entweder versuche ich bewusst die Weichen zu stellen, oder ich lasse sie bewusst ihren eigenen Weg gehen.
Ich darf Verantwortung für meine Überzeugungen nehmen und auch nach diesen leben.
Liebe für meine Mitmenschen zeigt sich meiner Meinung nach darin, dass ich meine Mitmenschen nach meinen Überzeugungen, und mit meinen Möglichkeiten, in die Richtung lenke die ich für die richtige halte, die ihm das bestmögliche Leben ermöglicht, ohne jedoch aktiv ihre eigene Freiheit zu beschneiden.
Es ist in meinen Augen falsch, nicht für meine Überzeugungen nur um des Friedens willen ein zustehen, nur damit sich der andere für den Moment glücklich fühlt.
Was bringt es, wenn ich zwar im Moment glücklich bin, am Ende jedoch viel größeres Leid wartet, dass ich durch rechtzeitiges Eingreifen hätte verhindern können?
Das ist keine wirkliche Liebe.
Da hilft auch keine Ausrede, der andere sei ja alt und mündig genug, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.
Damit versuche ich mich nur aus einer Verantwortung zu ziehen, aus der ich mich nicht herausziehen kann.
Wie ich oben schon erwähnt habe, wird meine Entscheidung (in den Bereichen die ich beeinflussen kann und damit auch tue) früher oder später immer Konsequenzen für meine Mitmenschen haben, auch wenn ich diese vielleicht selbst nicht mehr erleben werde.
In meinen Augen ist es dann sogar lieblos, wegen angeblicher Liebe, den anderen ins Verderben rennen zu lassen, nur weil ich vielleicht Angst habe Verantwortung für meine Überzeugungen zu übernehmen.
Kommt diese Angst vielleicht daher, dass ich selbst nicht 100% von meinen Überzeugungen überzeugt bin?
Habe ich Angst, dass ich damit vielleicht scheitern werde?
Klar kann ich nicht behaupten, dass ich richtig liege. Aber ich kann mich auch nicht vor der Verantwortung drücken.
Ich muss mich entscheiden: Schaue ich zu, wie alles seinen Gang geht und versuche mich scheinbar vor der Verantwortung zu drücken, wobei ich später doch wieder Verantwortung dafür übernehmen muss, weil ich nichts getan habe und den anderen nicht vor seinem Unheil bewart habe?
Oder versuche ich die Dinge zum Guten zu verändern, mit der Gefahr zu versagen und meine Überzeugungen vielleicht revidieren zu müssen?
Was ist schlimmer?
Meinen Mitmenschen das machen zu lassen was er für richtig hält und dann zu sehen das er ins Verderben rennt?
Oder aktiv etwas zum Guten zu verändern, mit der Gefahr falsch gelegen zu haben?
Einem Drogenabhängigen werde ich versuche zu helfen, weil er sich offensichtlich zu Grunde richtet.
Doch was ist mit einer Kommilitonin, die zu faul ist ihre Ausarbeitung rechtzeitig zu beginnen?
Wo setze ich da die Grenzen?
Lasse ich sie abschreiben, nur damit sie das nächste Mal wieder zu spät mit der Ausarbeitung beginnt?
Helfe ich ihr nicht und lasse sie damit bewusst scheitern?
Wer trifft hier die Entscheidungen bzw. kann sich hier vor der Verantwortung drücken?
Ich muss entscheiden, und zwar nach meinen Überzeugungen.
Lasse ich sie ihren Weg gehen und sie abschreiben, dann beeinflusse ich sie damit eben auch.
Meiner Überzeugung nach wäre diese Entscheidung z.B. die falsche.
Also lasse ich sie nicht abschreiben und versuche damit ihre Weichen in die Richtung zu stellen, die ich für richtig halte.
Darf ich mir diese Entscheidung herausnehmen?
Ja, denn so oder so beeinflusse ich ihren Weg. Und mit dieser Entscheidung greife ich trotzdem nicht in ihre persönliche Freiheit ein.
Und ich stehe zu meinen Überzeugungen, und nehme das Risiko auf mich auch falsch damit zu liegen.
Das ist für mich nicht lieblos, im Gegenteil!
Ich möchte lieber aktiv versuchen etwas zum Guten zu verändern, anstatt passiv alles seinen Gang gehen zu lassen.
Woher ich meine Überzeugungen nehme, ist natürlich wieder eine andere Sache. Doch darauf möchte ich in diesem Post bewusst nicht eingehen.
Heute möchte ich hier eine Email posten, die ich diese Woche von Kornelius Novak erhalten habe.
Und zwar geht es darum, dass eine Gemeinde in Sulz / Neckar am überlegen ist eine Art Bibelschule zu gründen.
Im Moment wird geprüft, ob das eine Möglichkeit sein kann und deswegen wird auch nach möglichen Interessenten gesucht.
Wenn das was für euch ist, dann wendet euch direkt an Kornelius Novak (Email siehe unten).
Wenn nicht, vielleicht kennt ihr ja jemand den das interessieren könnte. Dann leitet das doch direkt an ihn weiter.
Kreuz & Quer Zentrum
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· Bibelschule · Gebetszentrum · Missionszentrum für In- und Ausland · Gemeindedienste In- und Ausland · Mediendienst · Sommerbibelschule · Aktionstage · u.s.w. |
Liebe Geschwister,
ab Oktober 2009 könnte eine neue Bibelschule an den Start gehen. Wir (die Gemeinde Sulz / Neckar in Zusammenarbeit mit Kornelius Novak) prüfen momentan, ob das dran ist. Eigentlich stehen alle Türen offen. Nun wollen wir wissen, ob überhaupt genug Interessenten vorhanden sind. Unten findet Ihr ausreichend Informationen.
Bitte schickt diese Mail an alle Christen die ihr kennt und informiert die Gläubigen in eurer Gemeinde. Ich habe nie “Sammelmails” verschickt, aber in diesem Fall halte ich es für sinnvoll und zähle auf eure Mithilfe.
Gruss
Kornelius Novak
“Kreuz & Quer Zentrum”
In Sulz am Neckar hat eine befreundete Gemeinde nach längerem Beten dieses ehemalige Altenheim sehr günstig erwerben können. Ihr alter Treffpunkt war viel zu klein geworden, aber dieses Gebäude ist viel zu groß für sie! Da die Geschwister das Gebäude für den Bau von Gottes Reich nutzen wollen, kamen wir schnell ins Gespräch und wir prüfen gerade, was Gottes Wille mit dem Gebäude ist. Es ist so, dass wir bereits seid Jahren verschieden Projekte auf dem Herzen haben, aber sie ließen sich noch nicht realisieren. Jetzt könnte die Zeit für folgende Projekte gekommen sein:
Eine Bibelschule
Auf der einen Seite werden die meisten Bibelschulen immer verkopfter oder liberaler – aber Gott sei Dank – gleichzeitig kommen auf der anderen Seite immer mehr Menschen aus verschiedenen Szenen zum Glauben und suchen Glaubens und Lebenshilfe. Dazu wollen viele Jugendliche aus den Gemeinden nicht nur “Bibelwissen anhäufen” sondern ein geistliches Leben in der Fülle und Kraft des Geistes führen, wie es im “Buche” steht.
Das Gebäude:
Das Gebäude bietet eine Etage für das Gemeindeleben und den Schulbetrieb und 3 Etagen zum Wohnen, davon eine für weibliche und eine Etage für männliche Schüler und eine für Ehepaare und Mitarbeiter. Insgesamt könnten bis zu
100 Schüler aufgenommen werden.
Konzept:
Von Montag – Donnerstag ist gründlicher Bibelunterricht und Zeit zum Eigenstudium.
Dazu: Vorbereitungen in Teams für versch. Einsätze an den Wochenenden.
Von Freitag – Sonntag sind evangelistische Einsätze in verschiedenen Szenen oder Dienste in Gemeinden.
Aufgaben des Alltags werden gemeinsam bewältigt (Essen machen, putzen,…)
Vielfältige Möglichkeiten:
Wir werden die wichtigsten Themen der Bibel studieren und Antworten auf die brennenden Fragen des Lebens bekommen. Jede Woche wird ein eigenes Thema behandelt, unterrichten werde ich und hier und da Bibellehrer von Auswärts.
Extra Unterricht für Verkündigung (Evangelistisch, Andacht, Predigt, Themen bzw. Textbezogen)
Wir werden viele verschiedene Gemeinden kennen lernen und uns mit ihnen biblisch auseinandersetzen: Prüfen, das Gute behalten, die Geschwister lieben und ihnen zu dienen.
Wir werden viele Missionswerke und Missionare und deren unterschiedliche Vorgehensweise kennen lernen und einen großen Überblick darüber bekommen, was Gott heute auf der Welt tut!
Wir werden missionarische Einsätze planen und in verschiedenen Szenen durchführen.
Auslandaufenthalte:
Durch unsere bisherigen Dienste haben wir Kontakte zu Gemeinden und Missionaren bzw. Missionswerken in ganz Europa und darüber hinaus. In Schweden, Norwegen, Tschechien und Rumänien haben wir bereits einige Projekte am Laufen, bei denen ihr mithelfen könnt! Wenn wir z.B. einen Monat lang Evangelisationen in Tschechien haben, besteht die Möglichkeit, dass wir den Monat mit den Bibelschülern in Tschechien verbringen. Dort würden wir vormittags den Unterricht fortsetzen und nachmittags und abends bzw. an den Wochenenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Evangelisation helfen. Kleinen Gemeinden, z.B. in Skandinavien, könnten wir bei Evangelisationen, die sie ohne fremde Hilfe nicht durchführen könnten, eine große Hilfe sein!
Ziele des Bibelschuljahres:
Wir wollen lernen im gemeinschaftlichen und persönlichen Leben und Dienst in Harmonie mit Gottes Willen zu leben. Christus will sich in uns und durch uns verwirklichen damit der Vater verherrlicht wird und Gottes Reich gebaut wird – und zwar mit Gottes unerschöpflichen Möglichkeiten und nicht zuerst mit weltlichen Mitteln und menschlichen Fähigkeiten – in diese Richtung soll es gehen!
Das Bibelschuljahr besteht aus einer gesunden Mischung von biblischer Lehre und dem praktischen Bau an Gottes Reich – aus deinen Gaben sollen gesegnete Aufgaben werden!
Wir werden Gott und sein Wort noch besser kennen lernen und gleichzeitig einen ziemlich großen Überblick und tiefen Einblick darüber bekommen, was Gott in unserer Zeit in den verschiedenen Szenen unserer Gesellschaft und Gemeinden Europas tut!
Dieses Jahr ist keine Theorie und kein “Manöver” sondern es geht zur Sache!
Möglicher Zeitraum des ersten Bibelschuljahres: Oktober 08 – Juni 09 (bzw. Sep.09). Weitere Bibelschuljahre
möglich.
Vorraussetzung zur Teilnahme:
Glaube an Jesus Christus
Mindestens 16 Jahre alt (unter 18 Jahren mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten)
Bereitschaft zur Lebensgemeinschaft
Unterordnung unter die gegebenen Regeln und Leitung
Monatliche Finanzierung des Jahres
Monatliche Kosten:
Das ist sehr abhängig davon, wie viele Teilnehmer sich melden und muss sich deshalb noch zeigen. Es könnte sich zwischen 3000 und 3500 Euro für die 9 Monate bewegen (all inclusiv).
Alle unsere Dienste werden ausschließlich durch Spenden finanziert, hinter uns steht keine Kirche bzw. “größerer regelmäßiger Geldgeber”. Auch die Bibelschule muss auf diesem Weg durch Spenden getragen werden. Mehrere Anschaffungen sind dabei unumgänglich, wie z.B. Zimmereinrichtungen, Einsatzbusse, Einsatzkosten (Benzin & Evangelisationsmaterial wie Traktate, Bücher usw.) Grundsätzlich werden wir äußerst sparsam vorgehen und sind für jegliche Unterstützung dankbar.
Wichtig: Wenn ihr Interesse an dem ersten Jahr habt, dann meldet euch so bald wie möglich für ein erstes unverbindliches Gespräch! Wir müssen jetzt einfach abwarten, ob sich Leute melden und letztendlich auch anmelden, damit wir weitere Schritte einleiten können.
Anfang Januar hätte ich dafür Zeit
Weitere Möglichkeiten im Kreuz & Quer Zentrum:
Gebetszentrum:
Wir wollen einen Gebetsdienst anbieten und Gebetsanliegen aus aller Welt sammeln und in Gebetsgruppen dafür beten.
Gäste von Außerhalb können im K&Q Zentrum einige Tage eine “Stille und Gebetszeit” durchführen.
Anlaufstelle für Leute die “raus” müssen
Uns begegnen immer wieder Menschen, die in schwierigen Verhältnissen stecken und denen eine “Auszeit” in Gemeinschaft von Gläubigen sehr gut tun würde. Hier geht es nicht um Therapie, sondern schlicht und ergreifend um Gemeinschaft und persönliche Lebenshilfe.
Eine Sommerbibelschule:
In den Sommerferien könnten wir Sommerbibelschulen für Jugendliche anbieten, die wir mit den Bibelschülern und den Jugendlichen der Gemeinde Sulz durchführen könnten.
Ein Aktionswochenende im K&Q Zentrum:
Ein Wochenende im Monat wollen wir (die Gemeinde Sulz mit den Bibelschülern) für Christen aus der Region verschiedene Angebote anbieten. Freitag könnte ein überregionaler Jugendabend durchgeführt werden, Samstagvormittag und Nachmittag eine Samstagsbibelschule für interessierte Christen der Region, und Samstagabend ein “Erweckungsgottesdienst” für alle.
Mediendienst:
Mit den Bibelschülern kann sich ein Mediendienst aufbauen lassen, indem Traktate, Predigt CD’s und DVD’s produziert und vertrieben werden.
Bitte betet für diese Sache und meldet euch, wenn ihr in irgendeiner Form helfen könnt oder teilnehmen wollt.
Kontakt:
Kornelius Novak
Lehrenweg 9
71254 Ditzingen
Tel. 07052/ 248914
mobil: 0172/ 2348968
mail: k.n@jf-kq.de
Spendenkonto:
VR Schwäbisch Hall
BLZ 622 901 10
Kto. 513 823 000
Empfänger: Kontaktmission
Vermerk: Ehepaar Novak / Randgruppenmission
Mal wieder ein kleines Update wie es mir in den letzten Tagen (oder Wochen) so ergangen ist.
Es ist einiges passiert wovon ich euch in aller Kürze berichten möchte.
Kurz bevor ich mich schon auf die Suche nach einer neuen Gemeinde machen wollte, bin ich bei All Souls nun doch noch einer Fellowshipgroup (Hauskreis) zugeteilt worden. Das ganze hatte doch sehr lange gedauert, und auch so fällt fiel es mir immer noch schwer Anschluss an Leute in meinem Alter in dieser große Kirche zu finden. Ich hoffe jetzt u.a. auch durch diesen Hauskreis gleichaltrige Christen kennenzulernen.
Die Kirche hier in England beeindruckt mich aber wirklich. Sie sind sozial sehr engagiert und es wird ein sehr klares Evangelium gepredigt. Auch Gebet wird hier sehr ernst genommen und auch praktiziert. Z.B. gibt es seit letzter Woche ein Prayer Diary für das komplette nächste Jahr mit lauter Gebetsanliegen, die die Kirche betreffen. Davon können wir uns in Deutschland wirklich eine (oder mehrere) Scheiben abschneiden.
Heute hat aber auch ein Kurs zum Thema “Sharing the Gospel”, also quasi wie kann ich meinen Mitmenschen das Evangelium leicht und verständlich erklären, begonnen. Dort habe ich auch gleich wieder ein paar neue Leute kennengelernt, u.a. Chris aus Süd-Korea. Er war mir von Anfang an sympathisch, da er eine sehr ehrliche, freundliche und offene Art hat.
Philip, ein Freund aus Deutschland, der gerade für 6 Monate hier in London studiert, gab mir den Tipp immer gleich Handynummern mit neuen Leuten auszutauschen. Das hab ich dann auch heute gleich gemacht (und es hat funktioniert).
Eine Gabe von mir scheint es zu sein, dass ich Menschen (meistens) sehr schnell einschätzen kann. Ob du das auch kannst, kannst du an einem sehr lustigen Spiel einmal ausprobieren: Wenn du jemanden neu kennenlernst, dann versuche doch einmal zu raten was für ein Musikinstrument er spielt bzw. gern spielen würde. Das ist sehr lustig, weil Menschen sich meistens Musikinstrumente suchen die ihrem Charakter entsprechen (das ist zumindest mein Eindruck und du wärst überrascht wie oft ich schon richtig getippt habe).
Wie ich zu dem Kurs gekommen bin war auch ein interessante Geschichte: Eigentlich spielen wir jeden Montag Fußball hier in London. Da es nun schon sehr früh dunkel wird spielen wir neuerdings in der Halle. Meine Hallenschuhe befinden sich aber leider noch in Deutschland. Philip wollte diese mir neulich mitbringen, allerdings musste er sie wegen Übergepäcks noch in Deutschland lassen. Ich bin mir sicher, hätte ich meine Schuhe schon hier, dann wäre ich wahrscheinlich nicht zum Kurs gegangen.
Manchmal ist es halt doch gut, wenn manche Dinge nicht sofort klappen und man sich eben in Geduld üben muss.
Ansonsten klappt es mit dem Englisch sprechen immer besser! Ich bin echt erstaunt.
An dieser Stelle möchte ich auch meinen älteren Bruder mit folgendem Foto grüßen:
Tut mir leid das ich so bescheuert schaue aber ich habe wirklich mehrmals versucht zu Lächeln (und meine Brille sitzt irgendwie auch schief),…
What else?
Die Arbeit begeistert mich auch immer mehr. Ich kann viele eigene Ideen einbringen und lerne auch viel neues. Die Kollegen sind alle total lieb und wir kommen super klar. Auch der Kurs, den ich besuche, macht immer noch Spaß. Ich schreibe immer noch an meiner Ausarbeitung für die erste Einheit.
Meine Woche sieht zur Zeit auch so aus, dass ich Montag-Freitag nach der Arbeit entweder noch irgendwo was bei All Souls mache oder direkt nach hause fahre um zu kochen und dann für 1-2 Stunden an der Ausarbeitung weiterzuschreiben. Samstags nutze ich den Morgen ebenfalls zum Schreiben und Nachmittags versuche ich dann etwas mit den Azubis vom College zu unternehmen. Den Sonntag brauche ich dann echt zum ausruhen.
Die Zeit vergeht auch wie im Flug. In 2 Wochen kommen schon meine Eltern zu Besuch, worauf ich mich riesig freue!
Den Flug für Weihnachten habe ich auch schon gebucht. Ich werde vom 18.12.08 – 03.01.09 wieder in Karlsruhe sein.
Zum Schluß, wenn ihr für mich beten möchtet, dann könnt ihr dafür beten das ich am College noch viel viel mehr über Jesus reden kann und seine Liebe an meine Kollegen weitergeben kann. Ich möchte noch viel mehr postiven Einfluss auf meine Trainees haben und ihnen was fürs Leben mitgeben können.
Dann verabschiede ich mich mit folgendem Zitat von Watchman Nee:
Jede neue geistliche Erfahrung nimmt ihren Anfang mit der gläubigen Annahme dessen, was Gott bereits getan hat, – mit einem neuen “Sich-Setzen” – und vom Anfang bis zum Schluss geschieht der erfolgreiche Fortschritt des Christenlebens nach dem gleichen Grundsatz.
In diesem Seminar von Kornelius Novak geht es darum, was die Bibel unter Gottes Leitung versteht und wie diese in deinem Leben konkret aussehen kann.
Zu den anderen Teilen geht es hier:
Teil 5 | Teil 3 | Teil 2 | Teil 1
Die CDs zum Seminar und viele weiteren interessante Vorträge könnt ihr aber auch direkt bei k.n(at)jf-kq.de bestellen!
4. Durch Gottes Wort in die Wahrheit geleitet
Wer von Gottes Geist geleitet sein will, der muss wissen was Gottes Geist überhaupt tut, d.h. wie er uns überhaupt leitet.
Die meisten von uns warten ja immer auf eine unmittelbare Geister-Stimme, die uns sagt, Geh da und da hin.
Doch was sagt die Bibel dazu?
In Johannes 14,26 lesen wir:
Der Vater wird euch in meinem Namen den Helfer senden, der an meine Stelle tritt, den Heiligen Geist. Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst schon gesagt habe.
Der Heilige Geist lehrt uns also zuerst und dann erinnert er uns – in den Situationen unseres Alltags!
An was? An alles was im Wort Gottes steht!
Der Geist Gottes ist nie vom Wort Gottes zu trennen, d.h. er arbeitet auch nicht entgegen dem Wort Gottes.
Bsp.: Wenn ein angeblicher Prophet Gottes einem verheirateten Mann sagt, dass er sich scheiden und eine andere Frau heiraten soll, dann sieht man doch, dass das nie und nimmer Leitung vom Geist Gottes sein kann – weil in der Bibel genau das Gegenteil steht!
Es ist sehr wichtig, dass wir das Wort Gottes nicht nur vom Buchstaben her kennen, denn der Teufel benutzt ja auch Gottes Wort.
Wenn wir z.B. in Versuchung stehen, dann wird dir der Teufel einreden wollen, ach sündige ruhig, Gott ist ja gnädig.
Der Teufel kann uns mit einer biblischen Wahrheit zur Sünde verleiten!
Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht nur mit Theologie leben, sondern dass wir diese auch verstehen und das sie in uns „lebendig” wird.
Wenn also jemand zu dir kommt, mit einem (angeblichen) Wort des Geistes, dann prüfe das immer anhand der Bibel.
Denn Jesus sagt ja selbst, dass seine Worte Geist sind. Der Geist Gottes arbeitet mit dem Wort Gottes!
Was hat das nun mit dem Thema Leitung durch den Heiligen Geist zu tun?
In Johannes 16,13 sagt Jesus:
Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben. Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das, was auf euch zukommt.
Jesus spricht hier von Leitung, Geist-Leitung! Und wohin leitet uns der Heilige Geist? In die Wahrheit.
Haben wir im ersten Teil noch über den großen Kontext gesprochen, in welchem uns Gott leitet, können wir hier den Radius nun etwas enger ziehen.
Gott leitet uns in die Ewigkeit, er leitet uns durch Umstände und er leitet uns in die „Wahrheit”.
Wenn der Geist uns in die Wahrheit leitet, dann muss das im Prinzip heißen das wir in lauter Lügen stecken, oder?
Jesus sagt uns, dass der Teufel der Fürst dieser Welt und der Vater aller Lüge ist.
Geist-Leitung beginnt eben nicht da, dass ich von hier nach Afrika in die Mission geleitet werde, sondern wir müssen erst umfassender aus unseren Lebenslügen heraus in die Wahrheit geleitet werden.
Wenn wir Gottes Wort lesen oder hören, dann kann die Wahrheit Gottes durch den Geist in uns wirken und uns verändern, indem wir sie glauben.
Wir Menschen verändern uns mit der Zeit.
Die Frage ist nur, in welche Richtung verändern wir uns? Kommen wir aus unseren Lebenslügen heraus in die Wahrheit, oder schlittern wir immer tiefer rein?
Wenn wir zum Glauben kommen, dann denken wir oft, dass wir vielleicht noch 2-3 Dinge ändern müssen, und dann ist alles okay.
Aber umso länger wir mit dem Heiligen Geist leben, desto mehr Lebenslügen entdecken wir.
Es sind nicht nur 2-3 Lebenslügen, nein es sind 1000! Es sind so viele einzelne, kleine Details: Ich muss das haben, oder das ist nicht so schlimm wenn ich das jetzt mache usw.
Der Geist leitet uns zu einem geistlichen Leben. Es geht darum das sich Jesus in unserem Leben tiefer und weiter und umfassender verwirklichen kann.
Wenn du dem Wort Gottes im Detail glauben schenkst, dann wird dadurch dein Denken erneuert.
Gottes Wort ist wie eine Gehirnwäsche – im positiven Sinn, denn dein Gehirn wird von all den falschen Denkweisen rein gewaschen.
Das mein Denken einfach mal von diesem ganzen Dreck rein gewaschen wird, wie du „Bist der Größte!”, oder „Du kannst doch eh nix!” usw.
In Römer 12,1-3 steht das ganz deutlich:
Wir sollen im Denken erneuert werden.
Das griechische Wort für Umkehr, Bekehrung (metanoia) kommt von der Wortwurzel Umdenken.
Fang an umzudenken!
- Wir fangen an die richtigen Prioritäten zu setzen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
- Unser abgestumpftes Gewissen muss geschärft werden.
- Es wird neue Kraft freigesetzt. Denn viel von unserer Kraft wird durch falsches Denken im Keller festgehalten!
Gott kann so vieles verändern wenn wir anfangen uns in die Freiheit (Wahrheit) führen zu lassen!
Es geht bei diesem Thema aber nicht nur um Veränderung und Geist-Leitung, sondern vor allem auch um Beziehung!
Der Heilige Geist wird in der Bibel immer personifiziert dargestellt: Der Herr, der Lehrer…
Wir sollen ihn nicht nur erleben als Kraft, sondern wir sollen auch mit ihm leben!
Geist-Leitung geht langsam aber sicher in eine persönliche Beziehung mit Gott.
Und wenn das nicht unser Hauptziel ist, d.h. wenn wir das überhaupt nicht wollen, dann müssen wir uns fragen was wir überhaupt wollen?
Wir wollen nach Afrika oder zu unserem Studienplatz geleitet werden, aber wir wollen nicht näher zu Gott geleitet werden?
Wir wollen Gott dienen, aber rennen ihm irgendwie davon?
Da kann doch dann irgendetwas nicht stimmen, oder?
Das ist eine Sache die leider oft ganz unbewusst abläuft.
Wir setzen im Prinzip unser „weltliches” Leben mit den ganzen Motivationen die wir haben im geistlichen Bereich fort und ärgern uns dann wenn wir damit keine Erfolge verzeichnen, wenn wir scheinbar nicht wichtig erscheinen usw.
Es geht Gott um die persönliche Beziehung, nicht um den „Erfolg” den wir haben!
Es ist wichtig, dass wir die persönliche Beziehung zu Gott halten, auch wenn scheinbar nichts läuft.
Lesen wir Römer 8,14.16
Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter[...] So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.
Diese beiden Verse sind extrem wichtig!
Ein Kind Gottes wird vom Geist geleitet. Und der Geist teilt sich überzeugend mit.
Verstehe Geist-Leitung aber nicht immer als konkrete Geisterstimme, sondern es geht viel mehr darum das der Geist Gottes uns in die Wahrheit leitet.
Und da gibt es auch noch eine andere Dimension der „Geist-Leitung”: in Apostelgeschichte 5,32 heißt es:
Das alles haben wir zu bezeugen und durch uns bezeugt es der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Es macht erst einmal keinen Unterschied, ob Gott mir sagt „Geh nach Afrika!” oder „Entschuldige dich bei deinem Bruder dafür, dass du ihn angeschrieen hast!”, wenn ich dann nicht gehorche.
Das ist doch beides Mal das gleiche! Gott spricht und ich gehorche (oder eben nicht). In beiden Fällen spricht doch Gottes Stimme zu mir.
Wir wollen immer Gottes Leitung erfahren in bessere Umstände, zu mehr Finanzen, zu mehr Glückseligkeit und Segen, aber den scheinbar unbequemen Dingen möchten wir lieber aus dem Weg gehen.
Wenn z.B. bei einem Projekt das nötige Geld fehlt, dann wollen wir immer erleben das Gott uns die nötigen Finanzen durch seine Leitung zur Verfügung stellt.
Aber was ist denn mit dem, der dann tatsächlich das Geld spendet? Ist der nicht auch von Gott geleitet worden? Und musste er nicht auch gehorsam sein?
Die Frage ist, welches Wunder willst du erleben?
Willst du die Stimme hören „Zahle!” oder die Stimme „Bekomm!”?
Und hier haben wir scheinbar ein Problem: Wir wollen immer noch die Stimme hören „Bekomm!”.
Aber der, der die Stimme hört „Bezahl!”, der erlebt doch auch Gottes Leitung!
Das eine Wunder ist doch nicht größer als das andere. Es gehört zusammen, es geht Hand in Hand. Es ist ein Geben und Nehmen im Reich Gottes.
Und da müssen wir lernen uns einzuklinken. Ich kann nicht immer nur erwarten zu bekommen aber selbst nichts geben wollen.
Gott weiß was er tut. Aber man muss auch lernen zu geben um zu bekommen.
Wenn du nicht lernst zu geben, dann wirst du nicht lernen mit dem was du bekommst richtig umgehen zu können.
Das was Gott dir gibt, das gibt er dir damit du es weitergeben kannst.
„Ich will dich segnen damit du ein Segen bist!”
Dieses Prinzip müssen wir lernen.
Gott hat uns nicht als Staudämme geschaffen, sondern wir sollen das was wir empfangen weitergeben.
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Johannes 7,38
Der Geist Gottes überzeugt uns von den geistlichen Wahrheiten. D.h., der Geist Gottes bezeugt unserem Geist auch, wenn wir etwas spenden sollen oder wenn wir einen Dienst machen sollen.
Ich habe vor einiger Zeit schon einmal im Ansatz darüber geschrieben, und möchte heute da irgendwie weiter machen.
Es geht darum, dass ich mich irgendwie gefangen fühle, und zwar in einem Wattebausch oder einer Gummizelle.
Das Seltsame dabei ist, dass ich mich selbst da eingesperrt habe und nun den Ausgang nicht mehr finde.
Es geht immer noch darum, dass ich innerlich immer noch jeder Konfrontation aus dem Weg gehe.
Ich bin introvertiert und nicht extrovertiert. Und ich habe mich in Watte eingepackt, damit jeder Sturz oder Angriff von vorneherein abgedämpft wird.
Ich habe mein wahres Ich in eine Gummizelle eingesperrt, damit ja niemand mein Handeln für verrückt erklären kann.
Ich ducke mich lieber, als den Leuten auf Augenhöhe zu begegnen.
Ich halte mein Handeln unter Kontrolle, damit ja nichts Unvorhergesehenes passieren kann.
Ich rede wenig (oder zuviel), um meine Unsicherheit zu übertünchen.
Ich suche den Fehler immer zu erst bei mir und gebe mir die Schuld.
Es gibt bestimmt noch viel mehr Verhaltensweisen in denen sich das äußert, aber ich denke diese Aufzählung allein reicht schon um klar zu machen worum es mir geht.
Das Einsperren in meine Gummizelle war früher meine Art mich vor Verletzungen und Abweisungen zu schützen. Aber ich denke ich bin mittlerweile alt genug und ich habe festgestellt, dass diese Verhaltensweise mich auf dem Weg mein Leben mehr jesusmäßig zu leben blockiert.
Und ich habe ab heute beschlossen, dass ich meine Gummizelle zerschlage. Ich will da raus. Bzw. ich bin ja schon draußen – wenn ich es will. Ich muss so nicht leben.
Als wir getauft wurden, wurden wir mit ihm (Jesus) begraben. Aber wie er durch die wunderbare Macht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so können und sollen auch wir jetzt ein neues Leben führen.[...]
Wir wissen ganz sicher: Was wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot, und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.
Römer 6,4.6
Ich habe keinen Grund so zu leben, aber allen Grund anders zu leben.
Das ist wie beim Duschen. Habe ich Angst vorm kalten Wasser und igle ich mich lieber unter dem warmen Wasser ein? Habe ich Angst nach draußen in die ach so kalte Welt zu gehen?
Alles, wovon ich mir immer wieder Entspannung versprochen habe, ist in den meisten Fällen doch nur Dreck und heiße Luft.
Ein Furz, der so schnell geht wie er gekommen ist.
Nur Jesus ist es der wahren Frieden gibt.
Zum Abschied gebe ich euch den Frieden, meinen Frieden, nicht den Frieden, den die Welt gibt. Erschreckt nicht, habt keine Angst!
Johannes 14,27
Ich brauche mich nicht zurückzuziehen und Ruhe und Entspannung zu suchen. Ich kann an die Front gehen – mit Jesus der mir voran geht.
Ich kann meinen Mitmenschen auf Augenhöhe begegnen, denn ich bin ein Kind des Königs – ein Kind Gottes.
Auch wenn ich dank Jesus kein Gefangener mehr bin, so glaube ich trotzdem das dieser Befreiungsprozess doch noch etwas länger dauern kann.
Aber habe ich die Wahrheit einmal erkannt, dann kann ich in den Situationen diese auch immer (wenn es sein muss lautstark) proklamieren.
Wir haben allen Grund unseren Alltag mutig und ohne Furcht anzugehen (auch wenn es Kampf bedeutet).
Ich sage dir noch einmal: Sei tapfer und entschlossen! Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!
Josua 1,9
Lass uns aktiv werden und uns nicht selbst in unserer angeblichen Hilflosigkeit baden.
Wir sind nicht schwach.
Allem bin ich gewachsen, weil Christus mich stark macht.
Philipper 4,13
Es sind die Lebenslügen (die wir glauben) die uns schwach machen.
Aber Jesus will unser Denken Tag für Tag erneuern.
Und am Ende steht der Sieg.
So, dass erste Kurswochenende ist nun auch schon wieder vorbei und ich bin die naechsten Wochen damit beschaeftigt mich tiefer in das Thema “Leadership” hineinzuarbeiten, um dann eine Ausarbeitung darueber zu schreiben. Mal schauen, vielleicht kann ich die dann sogar hier veroeffentlichen (allerdings auf Englisch).
Eine kurze Begebenheit moechte ich an dieser Stelle aber noch erzaehlen: Am Samstag sollten wir uns im Kurs ueber bekannte “Leader” der Weltgeschichte unterhalten, warum und wieso sie so grosse Fuehrer waren. Ich habe dann spontan Jesus vorgeschlagen und so haben wir uns ca. 10 Min ueber Jesus unterhalten. War schon sehr geil!
Anschliessend durften wir unsere Ergebnisse noch vor der ganzen Gruppe vortragen. Hat mich echt gefreut!


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