Monthly Archive for Dezember, 2008

Christsein: Erfülltes Leben haben

 

Ich habe in den letzten Tagen von meiner Mum ein Hörbuch von Hans-Arved Willberg zugeschickt bekommen.

Der Titel des Buches ist: Kleine Laster – Alltagssüchte – Wie wir sie erkennen und bewältigen

Das Buch begeistert mich sehr, da es genau das Thema behandelt, das mich schon längere Zeit auch auf diesem Blog beschäftigt.

Wo und wie finde ich Zufriedenheit? Was sind sinnvolle Tätigkeiten und was nicht?

Hans-Arved Willberg gibt darauf meiner Meinung nach ein paar sehr gute Antworten.

Wer noch kein passendes Weihnachtsgeschenk hat, kann sich das Buch u.a. bei Amazon bestellen.

Ich denke dieses Buch hat erstmal keine bestimmten Zielgruppen, da doch jeder Mensch tief im Inneren die Sehnsucht nach Zufriedenheit und Sinnerfüllung hat, egal ob Atheist, Buddhist oder was auch immer.

Willberg schreibt in den ersten Kapiteln darüber wie der Mensch in einer Gesellschaft des Überflusses dem Überdruss zu entgehen versucht.

Wir versuchen unsere Zeit mit Sinn zu füllen, und wenn uns das nicht gelingt dann vertreiben wir sie. Manchmal schlagen wir sie auch einfach nur tot.

Die Dinge mit denen wir unsere Zeit füllen sind jedoch meist nur Ersatzerlebnisse, welche an den Platz des wirklichen Lebens gerückt sind.

Solche Ersatzerlebnisse sind stundenlanges Surfen im Internet, übermäßiger Fernsehkonsum, Sauf- und Fressgelage usw.

Interessanterweise speisen wir unser Bedürfnis nach Wellness mit Dingen ab für die wir keine Mühen aufbringen müssen.

 

Aber gerade die bringen keine Entspannung!

Wir suchen den bequemen Weg zum sofortigen Genuss.

 

Über kurz oder lang erleben wir so aber nur Überdruss.

Es ist echt erstaunlich, dass wir viele Stunden unseres kostbaren Lebens damit verbringen uns nur irgendwie die Zeit zu vertreiben.

Dabei ist Zeit ein wunderbares Geschenk.

Wir verschwenden unsere Zeit damit nach dem „wahren” zu suchen und nehmen das dabei nicht so an wie es wirklich ist.

 

Wir suchen nach aber nicht weil es uns fehlt, sondern weil wir es so wie wir es serviert bekommen für unakzeptabel halten.

 

Oder weil das was uns als das angeboten wurde tatsächlich nicht das wahr.

 

Menschen die das suchen und doch nicht finden nicht in der Gegenwart.

Stets meinen wir, dass unsere augenblickliche Situation bestenfalls nur Not- oder Zwischenlösung sei, und dass das Eigentliche noch kommen müsse.

Schlimmstenfalls aber haben wir schon resigniert und unsere Träume nach sinnerfülltem schon begraben.

Diese Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit lässt Süchte und Süchteleien entstehen, da wir diese ja irgendwie kompensieren müssen.

Entweder um die Erfüllung unseres Traums von Erfüllung vorwegzunehmen, oder um unsere Enttäuschung über die Sinnlosigkeit nicht betrauern zu müssen.

Doch wer nicht in der Gegenwart lebt, der ist nicht frei.

 

Der Beweggrund für dieses Verhalten ist die Sehnsucht nach Erfüllung, denn in jeder Sehnsucht kommt ja ein Defizit zum Ausdruck.

Dieses Buch hat mich so angesprochen, da ich mich in den ersten Kapiteln überall wieder finde.

Ich kenne alle meine Versuche schnelle Befriedigung zu erlangen. Und ich weiß auch wie ich danach meistens frustrierter bin als vorher.

Und es sind tatsächlich immer die Dinge die wir ohne großen eigenen Aufwand bekommen können.

Den Fernseher oder Laptop muss ich nur einschalten, die DVD nur einlegen oder die Webadresse nur eingeben.

Die Bierdose nur aus dem Kühlschrank holen und mit einem Druck öffnen.

Aber all das verschafft mir keine dauerhafte, meistens nicht mal kurzfristige Befriedigung, und man fragt sich schon mittendrin ob das wirklich Sinn macht?

Willberg schreibt, dass es einen Zustand gibt den Forscher „Flow” nennen.

In diesem Zustand sind wir so sehr von einer Tätigkeit ergriffen, dass wir uns selbst mit unseren Sorgen, und manchmal auch unsere Umwelt, kaum noch wahrnehmen.

Der moderne Mensch investiert z.B. 4-mal so viel Zeit in Fernsehen als in seine Hobbys, obwohl daraus nicht halb so viel Wohlbefinden entsteht.

So stellt sich kein „Flow” ein.

„Flow” ist in den meisten Fällen eine Folge von Disziplin.

Bevor eine „flow-erzeugende” Tätigkeit aber Spaß macht, verlangt sie eine anfängliche Investition an Aufmerksamkeit.

Am befriedigsten erleben Erwachsene eine Tätigkeit, wenn sie sie hoch konzentriert verrichten, diese fordernd, dabei aber nicht überfordern ist, und sie für dafür längere Zeit üben mussten.

„Flow” stellt sich nicht durch passive Zerstreuung und Betäubung ein. Die völlig passive Konsumhaltung bewirkt sogar das genaue Gegenteil.

Das ist wie beim Erhitzen von Wasser. Das Wasser muss erst warm werden bis ein völlig neuer Aggregatzustand eintritt.

Ähnliches geschieht beim „Flow-Erlebnis”.

Wir sind warm geworden, wir sind auf Touren gekommen und plötzlich läuft es. Zuerst war es mühsam sich zu konzentrieren und Disziplin war notwendig, aber plötzlich geht es wie von selbst.

In diesem Zustand denken wir nicht unbedingt darüber nach ob wir glücklich sind, aber wir fühlen kein Unwohlsein mehr. Und die Frage ob das Sinn macht stellt sich auch nicht mehr.

Und was ist das anderes als Glück?

Ich erlebe das z.B. dann wenn ich meine Ausarbeitung schreiben muss. Es kostet erst einmal Überwindung damit anzufangen. Dann kostest es Disziplin und Konzentration beim Thema zu bleiben und die Sachen sorgfältig zu machen. Oft ertappe ich mich nämlich dann dabei, dass ich in Gedanken schon wieder bei anderen Dingen bin die mir vermeintlich mehr Freude (Entspannung / Zufriedenheit) bereiten.

Wenn ich aber an der Ausarbeitung dran bleibe, wenn ich diese eben als gegebene Realität annehme, wenn ich mich ihr also stelle, dann komme ich irgendwann in diesen “Flow” und kann über mehrere Stunden an der Ausarbeitung arbeiten.

Wer behauptet eigentlich das DVD schauen und Bier trinken mehr Befriedigung verschafft als z.B. konzentriert eine Ausarbeitung zu schreiben?

Ich bin so dankbar dafür, dass Gott mir dafür die Augen geöffnet hat und mich mit meinen Ersatzbefriedigungen immer wieder gegen die Wand fahren lässt.

Unser Denken ist so voll von Lügen und Halbwahrheiten, die wir in den meisten Fällen unbewusst glauben, dass es wohl einige Zeit braucht diese zu erkennen und dann auch abzulegen.

Es gibt hier zu zwei Bomben-Aussagen von Jesus zu diesem Thema:

und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Johannes 8,32

 

Jesus will unsere tiefe und starke Sehnsucht stillen!

 

ich bin gekommen, damit sie das haben und es im Überfluss haben.

Johannes 10,10

Eine andere Frage ist natürlich, wie definiert man sinnvolle und weniger sinnvolle Tätigkeiten? Wo lohnt es sich dran zu bleiben und wo nicht?

Das muss jeder denke ich für sich selbst entscheiden.

Geschützt: Kurzes Update – Teil 5

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Geschützt: Kurzes Update – Teil 4

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Von Gott geleitet – Teil 5

In diesem Seminar von Kornelius Novak geht es darum, was die Bibel unter versteht und wie diese in deinem konkret aussehen kann.

Zu den anderen Teilen geht es hier:

Teil 4 | Teil 3 | Teil 2 | Teil 1

Die CDs zum Seminar und viele weiteren interessante Vorträge könnt ihr aber auch direkt bei k.n(at)jf-kq.de bestellen!

5. Wie werden Kinder Gottes vom Geist geleitet?

So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.

Römer 8,16

Es ist wichtig zu wissen, dass Gott Geist ist, und dass auch wir einen Geist haben.

Wir bestehen nicht nur aus unserem Körper und auch nicht nur aus unserer Seele. Unsere Seele ist auch nicht unser Geist.

Der Geist Gottes geht auch nicht direkt in unser Denken und steuert uns dadurch.

Er geht auch nicht in zuerst in unsere Emotionen.

Er geht auch nicht direkt in unseren Willen, d.h. das wir plötzlich automatisch das wollen was Gott will.

Manche verstehen Philipper 2,13 (denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.) so und meinen dann, ja wenn Gott möchte das ich mit der Pornographie aufhöre, dann soll er mir gefälligst auch den Willen schenken.

Aber Gott wirkt das Wollen indem er uns seine Wahrheit zeigt. Er uns zeigt was er will.

Und dann können wir darin einwilligenfreiwillig und aus Überzeugung.

Gott zwingt uns nicht dazu.

Wenn wir nicht wiedergeboren sind, dann sind wir tot für Gott, wir nehmen wir Gott nicht wahr.

So wie die Blume einen Ball nicht wahrnimmt.

Einem Hund kann ich einen Ball zuwerfen und er wird wahrscheinlich darauf reagieren.

Es würde aber nichts bringen einer Blume einen Ball zuzuwerfen, denn sie kann nicht reagieren. Die Blume ist tot für den Ball.

Die Blume lebt zwar, aber sie hat kein für den Ball.

Genauso ist der natürliche Mensch.

Wir lesen in 1. Korinther 2,14:

Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.

Wenn wir wiedergeboren werden, dann kommt Gottes Geist in unser und unser Geist wird lebendig für Gott, d.h. wir fangen an Gott wahrzunehmen.

Der Geist Gottes bezeugt uns dann, dass wir Gottes Kinder sind. Wir haben dieses Zeugnis in uns, dass wir ein Kind Gottes sind.

Wir wissen plötzlich, dass wir wiedergeboren sind, dass uns vergeben worden ist.

Ich weiß ich bin angenommen. Ich weiß ich bin geliebt.

Ich hoffe nicht gerettet zu werden, sondern ich weiß, dass ich gerettet bin.

Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn;[…]

Sprüche 20,27

Gottes Geist arbeitet so an uns, dass er in unserem Geist wohnt und von dort aus leuchtet er in unser .

Um das zu übertragen: Das was Gott uns dann sagt leuchtet uns plötzlich ein.

Wir wissen plötzlich was richtig ist, was falsch ist. Was richtig ist in den einzelnen Situationen.

Gottes Geist überbrückt nicht unser Denken sondern Gottes Geist wirkt in unserem Geist und das wird uns dann bewusst.

Es geht vom Geist in die Seele, d.h. wir denken dann darüber nach. Es macht Eindruck auf uns.

Aber wir müssen uns dann entscheiden ob wir das auch wirklich wollen?

Wir müssen als solch eine erkennen die uns vor der Ver-leitung bewahrt.

Es ist wichtig, dass wir lernen auf die Stimme des Geistes zu hören und dann einzuwilligen!

Das bereitet uns wahrscheinlich am meisten Probleme! In den einfachsten Geschichten.

Wir wissen im Kopf was richtig ist, aber es kostet so viel Überwindung das dann auch zu tun.

Das ist die Herausforderung unserer Tage in den Situationen auf Gottes Stimme zu hören und die richtigen Entscheidungen zu treffen!

Wir in einer so schnellen Welt das wir oft sofort handeln ohne darüber nachzudenken.

Man muss lernen mit Gott Schritt zu halten.

Wir sollen Jesus nachfolgen, und ihm nicht vorauseilen!

Wir dürfen Jesus nicht aus den Augen verlieren sondern sollen immer mit dem Blick auf ihn .

Wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen wollen, dann ist es wichtig auch die gleiche Einstellung zu haben wie Jesus sie hatte:

Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Johannes 6,38

Wer diese Einstellung hat, der wird auch merken wie Gott ihn leitet.

Wer diese Einstellung vermissen lässt, der wird auch vermissen (nicht erleben).

Wir müssen auch lernen auf Gottes persönliche Stimme zu hören.

Wir sollen lernen uns an Christus zu orientieren, nicht (nur) an Christen.

Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem?

Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!

Johannes 21, 20-22

Wir sollen darauf schauen wo Jesus uns hinleiten will, nicht darauf wohin andere Menschen gehen oder wohin sie uns leiten wollen.

Auf Gott sehen, sich von Gott leiten lassen – denn er hat einen guten Weg!