Archive for Juli, 2009

Biblischen Gerhorsam lernen

Biblischen Gerhorsam lernen

Kennst du das, wenn du manchmal für etwas bittest, Gott dann umgehend antwortet, du dir dann aber wünschst, du hättest nie darum gebeten? In diesem Fall gilt dann offensichtlich nicht, “ihr empfangt nicht, weil ihr übel bittet.” (Jakobus 4,3)

Natürlich stelle ich diese Frage mit einem Augenzwinkern, und ich möchte dazu auch von einem kleinen Erlebnis berichten:

An meinem Arbeitsplatz war ich diese Woche für die Post zuständig. Das bedeutet, dass ich ausgehende Post einsammeln, frankieren und dann entweder direkt zum Briefkasten oder zur Post bringen muss (letzteres wenn es sich dabei um wichtige Dokumenten per Einschreiben handelt). So auch heute.

Mein Vorgesetzter rief mich schon Mittags an, um mir mitzuteilen das er gerade ein wichtiges Einschreiben fertig mache, dass ich noch heute zur Post bringen sollte.

Um es kurz zu machen: Im Eifer des Gefechts vergaß ich, dass es sich bei dem Brief um ein Einschreiben handelt so das ich es direkt in den Briefkasten geschmissen habe.

Zurück am College war mein Line Manager natürlich stock sauer und forderte mich auf wieder zurück zur Post zu gehen um diesen Brief wieder zu beschaffen.

Auf dem Weg dorthin hatte ich erst einmal die üblichen Gedanken. Hauptsächlich suchte ich nach möglichen Entschuldigungen wieso jeder andere außer mir für meinen Fehler verantwortlich gemacht werden konnte.

Außerdem machte ich Gott Vorwürfe: Wieso lässt du so etwas wieder zu? Ausgerechnet einen Tag vor meinem Urlaub, und so kurz vor Feierabend? Habe ich irgend etwas falsch gemacht? Bestrafst du mich für irgend etwas?

Zum Glück ist der Weg zur Post etwas länger, so dass plötzlich neue Gedanken griffen:

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Römer 6 – Ein Wachstums – Prozess

Römer 6 – Ein Wachstums – Prozess

So, abschliessend zu meinem vorherigen Post, möchte ich jetzt auch noch einmal auf die Frage eingehen, wieso Sünde für uns immer noch so real sein kann, d.h. wieso manche Christen Sünde immer noch als Gefangenschaft wahrnehmen können? Wurde da etwas falsch verstanden, oder wird einfach nicht die richtige Methode angewendet?

Ich möchte mich bei meiner Antwort absichtlich kurz halten, da ich mich ansonsten wahrscheinlich nur wieder in umständlichen Gedankengängen verfange.

Wenn wir Römer 6 lesen müssen wir meiner Meinung nach 2 Dinge unterscheiden:

1. Die allgemeine geistliche Tatsache aus Römer 6,6

wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen;

Das steht fest, auch wenn wir es selbst nicht sehen oder tatsächlich erleben können. Wie gesagt, meine Fahrkarte für diesen Zug ist trotzdem gültig, auch wenn ich es nicht wahrhaben kann.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1

2. Gibt es nach meiner Erfahrung aber eben noch einen anderen Punkt: der Prozess, das Hineinwachsen in diese Tatsache.

Und dieser Prozess ist natürlich ziemlich anstrengend da es sich dabei um einen regelrechten Kampf handelt. Alte, sündige Gewohnheiten lassen sich oft nicht so einfach abschütteln, und natürlich hat auch der Feind des Menschen, der Satan, etwas dagegen, dass wir in unserem Leben immer jesusmässiger und freier drauf kommen.

Paulus schreibt darüber in Römer 6,22:

Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.

In unseren Kämpfen mit der Sünde erleben wir sicher auch immer wieder Niederlagen, aber wir sind dazu aufgerufen dann wieder aufzustehen und weiter in diesem Prozess der Heiligung voranzugehen.

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; 1.Timotheus 4,3

Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung. 1.Timotheus 4,7

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Hebräer 4,12

Und wenn du fällst und vielleicht schier am verzweifeln bist, dann mache nicht den Fehler und wende dich beschämt von Gott ab, sondern tue genau das Gegenteil und wende dich Gott zu, mit der Gewissheit das Gott dich schon als frei von Sünde sieht!

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