Römer 6 – Ein Wachstums – Prozess
So, abschliessend zu meinem vorherigen Post, möchte ich jetzt auch noch einmal auf die Frage eingehen, wieso Sünde für uns immer noch so real sein kann, d.h. wieso manche Christen Sünde immer noch als Gefangenschaft wahrnehmen können? Wurde da etwas falsch verstanden, oder wird einfach nicht die richtige Methode angewendet?
Ich möchte mich bei meiner Antwort absichtlich kurz halten, da ich mich ansonsten wahrscheinlich nur wieder in umständlichen Gedankengängen verfange.
Wenn wir Römer 6 lesen müssen wir meiner Meinung nach 2 Dinge unterscheiden:
1. Die allgemeine geistliche Tatsache aus Römer 6,6
wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen;
Das steht fest, auch wenn wir es selbst nicht sehen oder tatsächlich erleben können. Wie gesagt, meine Fahrkarte für diesen Zug ist trotzdem gültig, auch wenn ich es nicht wahrhaben kann.
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1
2. Gibt es nach meiner Erfahrung aber eben noch einen anderen Punkt: der Prozess, das Hineinwachsen in diese Tatsache.
Und dieser Prozess ist natürlich ziemlich anstrengend da es sich dabei um einen regelrechten Kampf handelt. Alte, sündige Gewohnheiten lassen sich oft nicht so einfach abschütteln, und natürlich hat auch der Feind des Menschen, der Satan, etwas dagegen, dass wir in unserem Leben immer jesusmässiger und freier drauf kommen.
Paulus schreibt darüber in Römer 6,22:
Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.
In unseren Kämpfen mit der Sünde erleben wir sicher auch immer wieder Niederlagen, aber wir sind dazu aufgerufen dann wieder aufzustehen und weiter in diesem Prozess der Heiligung voranzugehen.
Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; 1.Timotheus 4,3
Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung. 1.Timotheus 4,7
Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Hebräer 4,12
Und wenn du fällst und vielleicht schier am verzweifeln bist, dann mache nicht den Fehler und wende dich beschämt von Gott ab, sondern tue genau das Gegenteil und wende dich Gott zu, mit der Gewissheit das Gott dich schon als frei von Sünde sieht!
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