Archive for the 'Gedanken, Predigten & mehr' Category

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Geistliches Wachstum bedeutet Veränderung

Wachstum bedeutet Veränderung.

Diesen Satz habe ich letztes Wochenende zum ersten Mal auf einem Kirchenwochenende der All Souls Church in Kent gehört.
Und es stimmt ja, wenn etwas wächst dann verändert es sich, und sei es auch nur in der Größe.
DIeses Prinzip gilt meiner Meinung nach sowohl für den natürlichen Bereich als auch für den geistlichen Bereich.

Geistliches Wachstum bedeutet Veränderung.

Wenn ich geistlich wachse verändere ich mich. Vielleicht ist es meine Einstellung zu einer bestimmten Sache, oder meine Verhaltensweisen, vielleicht wächst mein Vertrauen in Gott, es verändert sich also.

Was mir in diesem Zusammenhang dann aber heute im Gespräch mit einem Freund bewusst wurde ist folgendes:

Bestimmte Abhängigkeiten in bestimmten Bereichen verhindert Wachstum.

Ich möchte das an meinem Lieblingsbeispiel Pornographie erklären:

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Das Experiment – Reden mit Unbekannten

Cool, ein weiterer Jetlag-Post! Wenn das so weiter geht, dann werde ich meinen Blog nur noch mitten in der Nacht füllen.
Dieser Beitrag handelt aber nicht etwa, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, vom gleichnamigen Film mit Moritz Bleibtreu, sondern von meinem eigenen Experiment, wofür ich vor meinem Urlaub die Idee hatte, und das ich jetzt nach und nach umsetzen möchte.

Vor meinem Urlaub hatte ich ja auch darüber gebloggt, dass ich mich immer noch sehr gerne in meine eigene Komfort-Zone zurückziehe, in der ich auch nicht gestört werden will.
Da ich das ändern will, habe ich darüber mit Gott gesprochen und bin dabei auf folgende Idee gestossen:

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Römer 6 – Ein Wachstums – Prozess

So, abschliessend zu meinem vorherigen Post, möchte ich jetzt auch noch einmal auf die Frage eingehen, wieso Sünde für uns immer noch so real sein kann, d.h. wieso manche Christen Sünde immer noch als Gefangenschaft wahrnehmen können? Wurde da etwas falsch verstanden, oder wird einfach nicht die richtige Methode angewendet?

Ich möchte mich bei meiner Antwort absichtlich kurz halten, da ich mich ansonsten wahrscheinlich nur wieder in umständlichen Gedankengängen verfange.

Wenn wir Römer 6 lesen müssen wir meiner Meinung nach 2 Dinge unterscheiden:

1. Die allgemeine geistliche Tatsache aus Römer 6,6

wir wissen ja dieses, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen;

Das steht fest, auch wenn wir es selbst nicht sehen oder tatsächlich erleben können. Wie gesagt, meine Fahrkarte für diesen Zug ist trotzdem gültig, auch wenn ich es nicht wahrhaben kann.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1

2. Gibt es nach meiner Erfahrung aber eben noch einen anderen Punkt: der Prozess, das Hineinwachsen in diese Tatsache.

Und dieser Prozess ist natürlich ziemlich anstrengend da es sich dabei um einen regelrechten Kampf handelt. Alte, sündige Gewohnheiten lassen sich oft nicht so einfach abschütteln, und natürlich hat auch der Feind des Menschen, der Satan, etwas dagegen, dass wir in unserem Leben immer jesusmässiger und freier drauf kommen.

Paulus schreibt darüber in Römer 6,22:

Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.

In unseren Kämpfen mit der Sünde erleben wir sicher auch immer wieder Niederlagen, aber wir sind dazu aufgerufen dann wieder aufzustehen und weiter in diesem Prozess der Heiligung voranzugehen.

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet; 1.Timotheus 4,3

Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung. 1.Timotheus 4,7

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Hebräer 4,12

Und wenn du fällst und vielleicht schier am verzweifeln bist, dann mache nicht den Fehler und wende dich beschämt von Gott ab, sondern tue genau das Gegenteil und wende dich Gott zu, mit der Gewissheit das Gott dich schon als frei von Sünde sieht!

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Römer 6 – Kein Vorwurf sondern eine Tatsache!

Als ich vor 2 Tagen morgens Römer 6 am lesen war, hatte ich auf einmal eine für mich riesen Erkenntnis. Das hat mich so begeistert, dass ich natürlich auch darüber bloggen muss.

1 Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? 3 Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? 4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Römer 6,1-4 (Schlachter 2000 – Übersetzung)

Ich poste nur die ersten vier Verse. Ich empfehle aber gleich Kapitel 6-8 komplett zu lesen.

Zur Einleitung muss ich sagen, dass ich Römer 6 bisher immer nur als Vorwurf gelesen, so von wegen “ja wisst ihr denn nicht, dass ihr für die Sünde tot seid? Und wenn ihr in manchen Gebieten immer noch damit zu kämpfen habt, ja dann habt ihr wohl etwas falsch verstanden. Eigentlich solltet ihr überhaupt keine Probleme mehr damit haben! Schließlich seid ihr ja eigentlich tot für die Sünde!”

Ich habe mich dann gefragt was manche Leute denn dann falsche machen bzw. ändern müssen, dass Römer 6 auch in ihrem Leben Wahrheit werden kann? Wieso haben manche Christen immer noch mit Pornographie zu kämpfen, während andere frei davon sind?

Und plötzlich hat es klick gemacht! Ich glaube nämlich, dass ich Paulus da komplett missverstanden habe!

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Hartnäckigkeit?

Zur Zeit versuche ich wohl kräftig mein Leben zu analysieren. Das kommt daher weil ich im Moment so etwas wie “geistlichen Stillstand” empfinde. D.h. ich bin unzufrieden mit der Entwicklung meiner Beziehung mit Gott. Ich will mehr Tiefgang.
Wenn ich nun für alles eine Erklärung finden wollte, dann glaube ich das Gott diesen Stillstand “gewährt” damit ich mir einmal Gedanken über meine Lebensphilosphien machen kann.

Diesmal lautet das Stichwort also “Hartnäckigkeit”.

Gibt man bei bibleserver.com “Hartnäckigkeit” ein erhält man aber nur Verse in denen es um sture Menschen geht, die sich weigerten Gott zu gehorchen.
Die also einen harten Nacken gegenüber Gott behalten wollen.

In gewisser Weise trifft das auch auf meine Situation zu, aber nicht auf das was ich mit “hartnäckig” meine. Dazu gleich mehr.

Meine Verhalten in vielen Situationen ist eben nicht “hartnäckig”, sondern “halbherzig”.
Wenn Dinge bei mir nicht von anfang an flüssig laufen, dann gebe ich sie auch sehr schnell wieder auf. Ich verfolge sie dann nicht “hartnäckig” weiter.
Das Verrückte ist dann, dass meine christliche “Entschuldigung” dafür dann oft ist, dass es dann eben wohl nicht Gottes Wille war. Ein sehr netter Versuch sich aus der Verantwortung zu ziehen!

Wenn Gott nicht sofort für einen reibungslosen Ablauf sorgt, dann will er es wohl nicht.
Das da auch noch andere Mächte mit im Spiel sind, dass kommt mir dabei selten in den Sinn. Und nochmal, dass Leben läuft selten reibungslos.

Mein Verhalten war bisher so, dass ich auf manche Dinge einfach gewartet habe und gehofft habe, dass sie sich irgendwann von alleine lösen bzw. wahr werden.
Das ist wie dasitzen, aus dem Fenster schauen und auf den Weihnachtsmann warten.
Der kommt aber wenn nur einmal im Jahr…
Das Ding ist aber, dass der Fall, dass sich manche Dinge überhaupt nicht lösen bzw. wahr werden, viel häufiger eintritt als das Gegenteil.
Ein gutes Beispiel ist auch das scheinbare Phänomen, wenn Leute, an die man gerade gedacht hat, einen im selben Moment anrufen. Doch ist es nicht viel häufiger der Fall, dass man an einen Menschen denkt und er ruft nicht an? Oder das man nicht an ihn denkt und er auch nicht anruft? Oder das man nicht an ihn denkt und er ruft trotzdem an? Ich denke ihr versteht was ich meine…
Wieviel mehr könnte Realität werden wenn man sich nur hartnäckig dafür einsetzt?

Diese Halbherzigkeit lässt sich scheinbar auf gleich zwei Bereiche anwenden: den geistlichen und den nicht-geistlichen.

Ich will das garnicht erklären sondern an zwei praktischen Beispielen verdeutlichen:
Im geistlichen Bereich habe ich schon längere Zeit das Gefühl, dass ich meine Gemeinde finanziell unterstützen sollte. Bisher habe ich dazu schon einige halbherzige Versuche gestartet, die aber alle im Sand verlaufen sind. Mal hat sich die zuständige Person nicht mehr gemeldet, dann habe ich mich nicht mehr darum gekümmert.
Irgendwann kam ich dann zu dem Schluß, dass es eben nicht Gottes Wille ist (ich entwickle langsam eine Abneigung gegen diesen Satz…)…
Aber das Gefühl blieb…

Auch habe ich schon längere Zeit den Eindruck, dass ich mich in der Gemeinde hier einbringen sollte. Aber auch hier schlugen alle (halbherzigen) Versuche fehl. Mal durch meine Nachlässigkeit, dann wieder wegen anderer Schwierigkeiten…
Wieder der Gedanke, na wenn es sich als so kompliziert herausstellt, dann will Gott das scheinbar nicht…
Hier kann man übrigens “Halbherzigkeit” mit “Hartnäckigkeit” gleichsetzen. Ich handle halbherzig und bin damit im negativen Sinne hartnäckig gegenüber Gott.

Ein Beispiel für den nicht-geistlichen Bereich:

Ich hatte schon längere Zeit den Wunsch mir für meine sportlichen Aktivitäten Kontaktlinsen zuzulegen. Aber auch hier lebte ich nach dem Prinzip, entweder ergibt sich das automatisch, oder Gott will eben nicht das ich Kontaktlinsen trage.
Wenn man das so aufschreibt klingt das total lächerlich. Aber wieviele Unbewusstheiten sind ja tatsächlich lächerlich wenn man sie sich erstmal bewusst gemacht hat?!

Im Gegensatz zum geistlichen Bereich habe ich hier übrigens schon mit Veränderung begonnen.
Ich habe einen Sehtest machen lassen und habe mir Kontaktlinsen bestellt. Auch das ging nicht von jetzt auf nacher, sondern brauchte auch verschiedenen Gründen Zeit und Geduld. Aber ich habe mir vorgenommen “hartnäckig” zu bleiben. Und es funktioniert.

Es geht also darum in bestimmten Situationen hartnäckig zu bleiben, auch wenn sich nicht gleich flüssig ablaufen. Das gilt für das geistliche Leben als auch für den normalen Alltag.
Es geht darum das kindliche Verhalten abzulegen, als die Eltern einem damals noch alle Schwierigkeiten vom Hals gehalten bzw. für einen gelöst haben (wenn man in solch einer glücklichen Situation war).
Gerade in geistlichen Situationen muss ein Christ mit Widerstand rechnen, da der Widersacher nicht schläft und die guten Sachen verhindern will.
Auch müssen wir uns bewußt sein, dass es manchmal auch darum geht, Dinge im Gehorsam zu tun, auch wenn wir innerlich noch nicht wirklich wollen.
Natürlich gibt es auch Dinge, die Gott wirklich nicht will. Aber das werden wir spätestens nach einigen Hartnäckigen Versuchen herausfinden.

Wem in diesem Post die Bibelstellen fehlen, der kann sich ja mal selbst dazu in der Bibel schlau machen. Ich persönlich glaube das diese Haltung der positiven Hartnäckigkeit immer wieder in der ganzen Bibel auftaucht, auch wenn sie nicht explizit erwähnt wird.
Konkrete Beispiele sind für mich Jakob’s Ringen mit Gott (1.Mose 32) und Abraham’s Fürbitte für Sodom (1.Mose 18). Versuche einfach mal deine Bibel unter diesem Aspekt zu lesen.

Ich würde mich auch freuen, wenn du mir deine Erkenntnisse bzw. konkrete Bibelstellen als Kommentar mitteilen würdest.

Langeweile?

Ich glaube mir ist langweilig…Ich weiß, dass Langeweile oft ein temporärer Zustand ist, ein Gefühl, dass man einfach hin und wieder mal empfindet.

Auf mich bezogen habe ich aber das Gefühl, dass diese Langeweile irgendwie tiefer geht, mehr ist als nur ein temporärer Zustand.

Ich weiß schon garnicht mehr wie ich überhaupt auf den Gedanken gekommen bin, aber er beschäftigt mich auf jeden Fall schon seit ein paar Tagen.

Es lässt sich schwer beschreiben, aber das ist oft dieses Gefühl der Unzufriedenheit.

Und ich glaube diese Unzufriedenheit kommt daher das ich mich langweile.

Ich bin auf der einen Seite so sehr auf Ruhe und Entspannung aus, aus Angst vor Überforderung. Um dem zu entgehen habe ich mich in der Vergangenheit oft zurückgezogen bzw. tue es heute immer noch.

Das Ergebnis scheint aber nicht innerer Frieden zu sein, denn ich mir ja dadurch erhoffe, sondern das genaue Gegenteil:
Unzufriedenheit, erzeugt durch Langeweile.

In diesem Zusammenhang habe ich mir auch Johannes 14 einmal näher angeschaut.

Dort sagt Jesus den berühmten Vers 27, der auch von mir gerne zitiert wird:

Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! (nach der Schlachter-Übersetzung)

In den vorangehenden Versen spricht Jesus über den Heiligen Geist, den die bekommen die an ihn glauben (die ihm folgen).

Der Heilige Geist ist der, der uns beisteht (uns tröstet; uns ermutigt), der uns stärkt. (V.16.26)

Bemerkenswert finde ich außerdem, dass Jesus dreimal erwähnt, dass der der ihn wirklich liebt, auch seine Gebote hält und befolgt (V.15.21.23).

Bei mir persönlich hinterlässt Kapitel 14 folgenden Eindruck:

Der Frieden (Trost, Ermutigung), den Jesus durch den Heiligen Geist verspricht, scheint daran gekoppelt zu sein, dass ich den Anordnungen (die Schlachter übersetzt Gebote, die Amplified Bible gibt es mit commands wieder) Jesus folge.

Das steht im krassen Gegensatz zu meinem Rückzug, der wie gesagt auch das genaue Gegenteil bewirkt: Unzufriedenheit.

Das Leben ist nicht einfach. Auch ein Christ muss sich den Anforderungen dieser Welt stellen.
Doch wir haben einen Vorteil: Wir stehen dabei nicht allein!

Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand (Tröster, Ermutiger, Fürsprecher) geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit (für immer, fortwährend, stetig), (V.16)

Aus meinen obigen Gedanken möchte ich abschließend noch folgende Allgemeinsätze formulieren:

- Ich darf (und soll) mich den Herausforderungen des Lebens stellen. Ich darf (und soll) sie mutig annehmen.

- Ich bin dabei nicht auf mich allein gestellt. Der Heilige Geist ist mit mir.

- In mir steckt viel mehr Potential (d.h. ich bin zu viel mehr fähig) als ich bisher geglaubt habe. Doch um dieses Potential zu entdecken, muss ich mich meinen Ängsten stellen. Ich darf Fehler machen.

Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Römer 8,33 (nach der Schlachter-Übersetzung)

Ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Hände.

Es geht darum, den Kommandos Jesu mutig im Bewußtsein des Heiligen Geistes zu folgen.

Lukas 18,31-34

Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Menschensohn geschrieben ist;  denn er wird den Heiden überliefert und verspottet und mißhandelt und verspeit werden.
Und sie werden ihn geißeln und töten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
Und sie verstanden nichts davon, und diese Rede war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen den Ausspruch nicht. (Hervorhebung von mir) Die Bibel – Lukas 18,31-34

Jesus nimmt hier seine Schüler zur Seite, um ihnen, zum insgesamt 3.Mal, zu erklären, dass er bald verhaftet, gefoltert, letztendlich grausam hingerichtet, doch nach 3 Tagen wiederauferstehen würde.

Damit würde geschehen, was die Propheten Gottes schon im Alten Testament, der damaligen, für die Jünger Jesu verfügbaren Bibel, angekündigt hatten.

Lukas, der Autor dieses Evangeliums, hebt am Schluß dieses Abschnitts hervor, dass die Jünger Jesu nicht kapiert haben, wovon Jesus hier spricht.

Interessant finde ich auch, dass scheinbar niemand den Mut hatte, bei Jesus deswegen nachzufragen, wie er das eigentlich gemeint hatte.

Sie glaubten mittlerweile, dass Jesus der Messias, der im Alten Testament angekündigte Retter Israels ist, der sie aus der Gefangenschaft der Römer befreien und ein neues Königreich aufrichten würde.

Und es begab sich, als er in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Für wen halten mich die Leute?
Sie antworteten und sprachen: Für Johannes den Täufer; andere für Elia; andere aber sagen , einer der alten Propheten sei auferstanden.
Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach: Für den Gesalbten Gottes!
(Hervorhebung von mir) Lukas 9,18-20

Wieso haben sie Jesus dann nicht verstanden?

Es lag sicher auch daran, dass sie eine bestimmte Vorstellung davon hatten, wie der versprochene Retter Israels sein Königreich aufbauen würde.

Und er sprach zu ihnen: Was? Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk;  wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben, daß er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit solches geschehen ist.
(Hervorhebung von mir) Lukas 24,19-21

Und die Vorstellung, dass der Sohn Gottes gefoltert und ermordert werden sollte, passte da einfach nicht hinein.

Die Jünger Jesu kannten die Prophezeiungen aus ihrer Bibel über Jesus, aber sie hatten diese nach ihren Vorstellungen ausgelegt, und alles was da nicht hinein passte, wurde ignoriert.

die zu den Sehern sagen: «Ihr sollt nicht sehen!» und zu den Propheten: «Weissaget uns nicht das Richtige, sondern saget uns angenehme Dinge und weissaget Täuschungen! Jesaja 30,10

Wieviel Kummer hätten sich die Jünger in den 3 Tagen zwischen Jesu Tod und Auferstehung ersparen können, wenn sie mehr auf Jesu Worte gehört hätten, anstatt die Bibel nach ihren Vorstellungen auszulegen.

Aus dieser Begebenheit können wir aber mindestens 2 Punkte für uns heute mitnehmen:

1. Wo legen wir die Bibel nach unseren Vorstellungen aus, d.h. so wie es in unseren theologischen Hintergrund passt?

Wo lesen wir die Bibel nur nach unseren Erfahrungen und Vorstellungen?

Wo lese ich und höre ich nur, was ich lesen und hören will?

Es ist sicherlich an der Zeit, meiner Meinung im Bezug auf gewisse Dinge einmal zu hinterfragen bzw. Jesus deswegen zu fragen.

Im Bezug auf meine Lebensweise? Im Bezug auf meine Meinung zu bestimmten Themen wie Homosexualität oder körperliche Heilung und Prophetie?

Die Jünger hätten Jesus damals bestimmt auch fragen können, was er denn jetzt mit dieser Aussage vonwegen Folter, Tod und Auferstehung genau meint, und Jesus hätte bestimmt geantwortet. Doch sie schwiegen.

Vielleicht auch aus Angst, ihre Meinung und ihre Glaubensüberzeugung, ihr Lebensfundament, von Grund auf revidieren zu müssen, und damit, zumindest für kurze Zeit, ein Stück (Lebens-)Sicherheit zu verlieren.

Dazu auch ein hervorragender Artikel von Martin Dreyer.

2. Wo leben wir im Umgang mit unseren Mitmenschen nur aus unserer Erfahrung, anstatt in “Echtzeit”?

Wie oft geben wir in Gesprächen allgemeine, oberflächliche Ratschläge, die nur aus unseren Erfahrungen in ähnlichen Begebenheiten resultieren, anstatt zu versuchen unserem Gegenüber wirklich zuzuhören und dann vielleicht auf Gott zu hören, was er diesem Menschen vielleicht durch mich sagen möchte?

Wie viele seelische Verletzungen und Missbrauch können dadurch entstehen, wenn man sein Gegenüber nicht ernst nimmt, sondern nur nach einem bestimmten Schema (unter dem christlichen Deckmantel) handelt.

Wie immer würde ich mich auch hier über lebhaften Austausch in Form von Kommentaren freuen!

Christsein: Vergebung erfahren

Geht es dir auch so, dass du dich immer noch an den ganzen Mist erinnern kannst, den du in deinem bisherigen Leben so verbockt hast?

Sei es das du deine Eltern angeschrien hast, im Supermarkt etwas geklaut hast, oder auch nur bei einer Klassenarbeit beschissen hast.

Kannst du dich daran noch erinnern? Und wenn du ganz ehrlich zu dir bist, hast du dann das Gefühl das du dafür eigentlich bestraft werden müsstest?

Und wenn du Christ bist, und theoretisch natürlich weißt, dass “deine Schuld dir vergeben worden ist”, was sagt dir dein Inneres?

Glaubst du wirklich, dass alles was vor Gericht gegen dich verwendet werden kann, dass diese Anklageschrift ein für alle Mal ausgelöscht worden ist? Glaubst du aus ganzem Herzen, dass Jesus all deinen Mist, alle deine Sünden, mit ans Kreuz genommen hat – die vergangen, gegenwärtigen und zukünftigen?

Hast du dir schon einmal richtig bewußt gemacht, was Vergebung eigentlich wirklich heißt? Spürst du diese Freiheit?

Oder hängen in deinem Bewußtsein immer noch Schuldgefühle fest? Fühlst du immer noch das du für irgendetwas bestraft werden solltest?

Weißt du, dass du von aller Schuld freigesprochen wurdest, wenn du Jesu Opfer für dich in Anspruch nimmst?

Du bist frei, frei von jeglicher Schuld oder Schuldgefühlen! Alle Lasten sind dir von den Schultern genommen worden.

Keine Schuld kann mich mehr belasten.

Kein Fehltritt, keine verpasste Situation, kein Ungehorsam.

Kannst du diese Freiheit spüren? Kannst du sie ein- und ausatmen?

Alles ist vergeben.

Wie soll man dieses Gefühl, diese Erfahrung, diese Freiheit beschreiben?

Vielleicht möchtest du dich all diese o.g. Fragen selbst fragen bzw. selbst einmal darüber nachdenken.

Diese Bibelstellen können dir dabei helfen:

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.  Jesaja 53,6

Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus, Römer 5,1

dadurch, daß er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete. Kolosser 2,14

Unvorstellbar?

Du kannst Gott mit NICHTS beeindrucken. Null. Gar nichts. Null Komma Nichts. Das geht einfach nicht.

Doch stell dir vor, Gott hätte trotzdem eine positive Einstellung dir gegenüber. Ohne Forderung. Ohne Hintergedanken. Ohne Kleingedrucktes.

Ohne Scheiß.

Und stell dir vor, Gott LIEBT dich WIRKLICH. Also jetzt so richtig. So richtig wirklich. Das er dich gern hat. Das er dich mag. Das er sich über dich freut sich. Das er jeden Tag auf dich wartet.

Jeden Augenblick. Und das sich das nie ändern wird. Also so wirklich nie. Jetzt und für immer.

Stell dir vor, das das alles mehr als leere Phrasen sind. Also das das wirklich stimmt, das Gott DICH LIEBT. Stell dir das mal vor.

Unvorstellbar?

Denn so HAT Gott die Welt (also dich) GELIEBT, daß ER (also Gott) seinen eingeborenen Sohn gab, damit JEDER (also auch DU), der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat (also so richtig). Die Bibel – Johannes 3,16

(In Liebe) hat Gott uns auserwählt. (Die Bibel- Epheser 1,5)

Besuch in einer charismatischen Gebetsversammlung

Vor ein paar Tagen war ich zum ersten Mal in einer Gebetsversammlung einer charismatischen Gemeinde (eigentlich ist dieser Begriff doch Quatsch, um damit eine spezielle Gemeindeform zu beschreiben, da alle christlichen Gemeinden charismatisch sind, da jede Gaben des Heiligen Geistes besitzt bzw. besitzen sollte). Wenn ich also von einer charismatischen Gemeinde spreche, dann meine ich diese Form, die manche “Charismata” besonders betonen (Prophetie, Heilung und besonders Zungenrede).

Von meiner Persönlichkeit her, und auch von meinem eigenen kirchlichen Background, stand ich solchen Gemeinden immer etwas kritisch gegenüber, und auch in ihren Gottesdiensten fühle ich mich eher fremd. Es passt für mich einfach nicht zusammen, wenn ich im Gottesdienst emotional total abgehe, dann aber im Alltag ne total trübe Tasse bin, wenn sich also mein sonntäglicher Gottesdienst so sehr von meinem alltäglichen unterscheidet. Manchmal habe ich dabei auch den Eindruck, dass die Leute sich gegenseitig durch lautes “Amen, Amen” “Ja, Jesus, Jaaa, Jesus!” hochpuschen und möglichst viele Wörter aneinander reihen, so dass man hinterher garnicht mehr weiß für was man eigentlich gebetet hat. Das nur als Einschub.

Ich war nun also das erste Mal in einer charismatischen Gebetsversammlung mit ca. 10 anderen Leuten. Zu Beginn sind wir einfach im Kreis gestanden und haben christliche Lieder gesungen. Normalerweise mach ich bei solchen Sachen schon innerlich zu, aber diesmal war es anders. Ich bete zwar nicht in Sprachen, habe auch nicht getanzt oder laut Jesus, Jesus gerufen, aber der Heilige Geist hat mich trotzdem heftig berührt! Sogar so heftig, dass mir die Tränen in den Augen standen weil ich plötzlich so bekümmert darüber war das mein Vater und mein Bruder immer noch keine Christen sind.

Gott hat mir auch einen sehr starken Eindruck für mein aktuelles Glaubensleben gegeben, worüber ich aber in einem extra Beitrag mal etwas schreiben möchte.

Was ich auch als sehr positiv empfunden habe war, dass die ganze Stimmung sehr locker und natürlich war und ich mich sehr wohl gefühlt habe. Die Gebetsversammlungen, die ich so gewohnt bin, sind da meistens sehr steif und unflexibel.

Auch hatte diese Gemeinde ein viel größeres Vertrauen in Gottes Allmacht als ich es oft habe. Auch davon kann ich mir eine dicke Scheibe abschneiden.

Ein Grund, wieso nicht-charismatische Gemeinden den charismatischen Gemeinden so skeptisch gegenüber stehen, ist vielleicht auch, dass nicht-charismatische Geistesgaben wie Zungenrede und Heilung nicht wirklich erfahren, und wenn ich es nicht haben kann, dann kann es auch nicht richtig sein.

Leider wir hier oft nur übereinander geredet als miteinander.

Man sollte meiner Meinung nach nicht alles verteufeln, wobei ich auch nicht alles gutheißen würde.

Immer noch gilt, dass wir alles prüfen und das Gute behalten sollen. Das gilt für jeden Christen, egal welcher Gemeindeform er sich zugehörig fühlt.