In diesem Seminar von Kornelius Novak geht es darum, was die Bibel unter Gottes Leitung versteht und wie diese in deinem Leben konkret aussehen kann.
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5. Wie werden Kinder Gottes vom Geist geleitet?
So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.
Römer 8,16
Es ist wichtig zu wissen, dass Gott Geist ist, und dass auch wir einen Geist haben.
Wir bestehen nicht nur aus unserem Körper und auch nicht nur aus unserer Seele. Unsere Seele ist auch nicht unser Geist.
Der Geist Gottes geht auch nicht direkt in unser Denken und steuert uns dadurch.
Er geht auch nicht in zuerst in unsere Emotionen.
Er geht auch nicht direkt in unseren Willen, d.h. das wir plötzlich automatisch das wollen was Gott will.
Manche verstehen Philipper 2,13 (denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.) so und meinen dann, ja wenn Gott möchte das ich mit der Pornographie aufhöre, dann soll er mir gefälligst auch den Willen schenken.
Aber Gott wirkt das Wollen indem er uns seine Wahrheit zeigt. Er uns zeigt was er will.
Und dann können wir darin einwilligen – freiwillig und aus Überzeugung.
Gott zwingt uns nicht dazu.
Wenn wir nicht wiedergeboren sind, dann sind wir tot für Gott, wir nehmen wir Gott nicht wahr.
So wie die Blume einen Ball nicht wahrnimmt.
Einem Hund kann ich einen Ball zuwerfen und er wird wahrscheinlich darauf reagieren.
Es würde aber nichts bringen einer Blume einen Ball zuzuwerfen, denn sie kann nicht reagieren. Die Blume ist tot für den Ball.
Die Blume lebt zwar, aber sie hat kein Leben für den Ball.
Genauso ist der natürliche Mensch.
Wir lesen in 1. Korinther 2,14:
Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.
Wenn wir wiedergeboren werden, dann kommt Gottes Geist in unser Leben und unser Geist wird lebendig für Gott, d.h. wir fangen an Gott wahrzunehmen.
Der Geist Gottes bezeugt uns dann, dass wir Gottes Kinder sind. Wir haben dieses Zeugnis in uns, dass wir ein Kind Gottes sind.
Wir wissen plötzlich, dass wir wiedergeboren sind, dass uns vergeben worden ist.
Ich weiß ich bin angenommen. Ich weiß ich bin geliebt.
Ich hoffe nicht gerettet zu werden, sondern ich weiß, dass ich gerettet bin.
Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn;[…]
Sprüche 20,27
Gottes Geist arbeitet so an uns, dass er in unserem Geist wohnt und von dort aus leuchtet er in unser Leben.
Um das zu übertragen: Das was Gott uns dann sagt leuchtet uns plötzlich ein.
Wir wissen plötzlich was richtig ist, was falsch ist. Was richtig ist in den einzelnen Situationen.
Gottes Geist überbrückt nicht unser Denken sondern Gottes Geist wirkt in unserem Geist und das wird uns dann bewusst.
Es geht vom Geist in die Seele, d.h. wir denken dann darüber nach. Es macht Eindruck auf uns.
Aber wir müssen uns dann entscheiden ob wir das auch wirklich wollen?
Wir müssen Gottes Leitung als solch eine erkennen die uns vor der Ver-leitung bewahrt.
Es ist wichtig, dass wir lernen auf die Stimme des Geistes zu hören und dann einzuwilligen!
Das bereitet uns wahrscheinlich am meisten Probleme! In den einfachsten Geschichten.
Wir wissen im Kopf was richtig ist, aber es kostet so viel Überwindung das dann auch zu tun.
Das ist die Herausforderung unserer Tage in den Situationen auf Gottes Stimme zu hören und die richtigen Entscheidungen zu treffen!
Wir leben in einer so schnellen Welt das wir oft sofort handeln ohne darüber nachzudenken.
Man muss lernen mit Gott Schritt zu halten.
Wir sollen Jesus nachfolgen, und ihm nicht vorauseilen!
Wir dürfen Jesus nicht aus den Augen verlieren sondern sollen immer mit dem Blick auf ihn leben.
Wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen wollen, dann ist es wichtig auch die gleiche Einstellung zu haben wie Jesus sie hatte:
Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Johannes 6,38
Wer diese Einstellung hat, der wird auch merken wie Gott ihn leitet.
Wer diese Einstellung vermissen lässt, der wird auch Gottes Leitung vermissen (nicht erleben).
Wir müssen auch lernen auf Gottes persönliche Stimme zu hören.
Wir sollen lernen uns an Christus zu orientieren, nicht (nur) an Christen.
Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem?
Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
Johannes 21, 20-22
Wir sollen darauf schauen wo Jesus uns hinleiten will, nicht darauf wohin andere Menschen gehen oder wohin sie uns leiten wollen.
Auf Gott sehen, sich von Gott leiten lassen – denn er hat einen guten Weg!
In diesem Seminar von Kornelius Novak geht es darum, was die Bibel unter Gottes Leitung versteht und wie diese in deinem Leben konkret aussehen kann.
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4. Durch Gottes Wort in die Wahrheit geleitet
Wer von Gottes Geist geleitet sein will, der muss wissen was Gottes Geist überhaupt tut, d.h. wie er uns überhaupt leitet.
Die meisten von uns warten ja immer auf eine unmittelbare Geister-Stimme, die uns sagt, Geh da und da hin.
Doch was sagt die Bibel dazu?
In Johannes 14,26 lesen wir:
Der Vater wird euch in meinem Namen den Helfer senden, der an meine Stelle tritt, den Heiligen Geist. Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst schon gesagt habe.
Der Heilige Geist lehrt uns also zuerst und dann erinnert er uns – in den Situationen unseres Alltags!
An was? An alles was im Wort Gottes steht!
Der Geist Gottes ist nie vom Wort Gottes zu trennen, d.h. er arbeitet auch nicht entgegen dem Wort Gottes.
Bsp.: Wenn ein angeblicher Prophet Gottes einem verheirateten Mann sagt, dass er sich scheiden und eine andere Frau heiraten soll, dann sieht man doch, dass das nie und nimmer Leitung vom Geist Gottes sein kann – weil in der Bibel genau das Gegenteil steht!
Es ist sehr wichtig, dass wir das Wort Gottes nicht nur vom Buchstaben her kennen, denn der Teufel benutzt ja auch Gottes Wort.
Wenn wir z.B. in Versuchung stehen, dann wird dir der Teufel einreden wollen, ach sündige ruhig, Gott ist ja gnädig.
Der Teufel kann uns mit einer biblischen Wahrheit zur Sünde verleiten!
Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht nur mit Theologie leben, sondern dass wir diese auch verstehen und das sie in uns „lebendig” wird.
Wenn also jemand zu dir kommt, mit einem (angeblichen) Wort des Geistes, dann prüfe das immer anhand der Bibel.
Denn Jesus sagt ja selbst, dass seine Worte Geist sind. Der Geist Gottes arbeitet mit dem Wort Gottes!
Was hat das nun mit dem Thema Leitung durch den Heiligen Geist zu tun?
In Johannes 16,13 sagt Jesus:
Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben. Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das, was auf euch zukommt.
Jesus spricht hier von Leitung, Geist-Leitung! Und wohin leitet uns der Heilige Geist? In die Wahrheit.
Haben wir im ersten Teil noch über den großen Kontext gesprochen, in welchem uns Gott leitet, können wir hier den Radius nun etwas enger ziehen.
Gott leitet uns in die Ewigkeit, er leitet uns durch Umstände und er leitet uns in die „Wahrheit”.
Wenn der Geist uns in die Wahrheit leitet, dann muss das im Prinzip heißen das wir in lauter Lügen stecken, oder?
Jesus sagt uns, dass der Teufel der Fürst dieser Welt und der Vater aller Lüge ist.
Geist-Leitung beginnt eben nicht da, dass ich von hier nach Afrika in die Mission geleitet werde, sondern wir müssen erst umfassender aus unseren Lebenslügen heraus in die Wahrheit geleitet werden.
Wenn wir Gottes Wort lesen oder hören, dann kann die Wahrheit Gottes durch den Geist in uns wirken und uns verändern, indem wir sie glauben.
Wir Menschen verändern uns mit der Zeit.
Die Frage ist nur, in welche Richtung verändern wir uns? Kommen wir aus unseren Lebenslügen heraus in die Wahrheit, oder schlittern wir immer tiefer rein?
Wenn wir zum Glauben kommen, dann denken wir oft, dass wir vielleicht noch 2-3 Dinge ändern müssen, und dann ist alles okay.
Aber umso länger wir mit dem Heiligen Geist leben, desto mehr Lebenslügen entdecken wir.
Es sind nicht nur 2-3 Lebenslügen, nein es sind 1000! Es sind so viele einzelne, kleine Details: Ich muss das haben, oder das ist nicht so schlimm wenn ich das jetzt mache usw.
Der Geist leitet uns zu einem geistlichen Leben. Es geht darum das sich Jesus in unserem Leben tiefer und weiter und umfassender verwirklichen kann.
Wenn du dem Wort Gottes im Detail glauben schenkst, dann wird dadurch dein Denken erneuert.
Gottes Wort ist wie eine Gehirnwäsche – im positiven Sinn, denn dein Gehirn wird von all den falschen Denkweisen rein gewaschen.
Das mein Denken einfach mal von diesem ganzen Dreck rein gewaschen wird, wie du „Bist der Größte!”, oder „Du kannst doch eh nix!” usw.
In Römer 12,1-3 steht das ganz deutlich:
Wir sollen im Denken erneuert werden.
Das griechische Wort für Umkehr, Bekehrung (metanoia) kommt von der Wortwurzel Umdenken.
Fang an umzudenken!
- Wir fangen an die richtigen Prioritäten zu setzen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
- Unser abgestumpftes Gewissen muss geschärft werden.
- Es wird neue Kraft freigesetzt. Denn viel von unserer Kraft wird durch falsches Denken im Keller festgehalten!
Gott kann so vieles verändern wenn wir anfangen uns in die Freiheit (Wahrheit) führen zu lassen!
Es geht bei diesem Thema aber nicht nur um Veränderung und Geist-Leitung, sondern vor allem auch um Beziehung!
Der Heilige Geist wird in der Bibel immer personifiziert dargestellt: Der Herr, der Lehrer…
Wir sollen ihn nicht nur erleben als Kraft, sondern wir sollen auch mit ihm leben!
Geist-Leitung geht langsam aber sicher in eine persönliche Beziehung mit Gott.
Und wenn das nicht unser Hauptziel ist, d.h. wenn wir das überhaupt nicht wollen, dann müssen wir uns fragen was wir überhaupt wollen?
Wir wollen nach Afrika oder zu unserem Studienplatz geleitet werden, aber wir wollen nicht näher zu Gott geleitet werden?
Wir wollen Gott dienen, aber rennen ihm irgendwie davon?
Da kann doch dann irgendetwas nicht stimmen, oder?
Das ist eine Sache die leider oft ganz unbewusst abläuft.
Wir setzen im Prinzip unser „weltliches” Leben mit den ganzen Motivationen die wir haben im geistlichen Bereich fort und ärgern uns dann wenn wir damit keine Erfolge verzeichnen, wenn wir scheinbar nicht wichtig erscheinen usw.
Es geht Gott um die persönliche Beziehung, nicht um den „Erfolg” den wir haben!
Es ist wichtig, dass wir die persönliche Beziehung zu Gott halten, auch wenn scheinbar nichts läuft.
Lesen wir Römer 8,14.16
Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter[...] So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.
Diese beiden Verse sind extrem wichtig!
Ein Kind Gottes wird vom Geist geleitet. Und der Geist teilt sich überzeugend mit.
Verstehe Geist-Leitung aber nicht immer als konkrete Geisterstimme, sondern es geht viel mehr darum das der Geist Gottes uns in die Wahrheit leitet.
Und da gibt es auch noch eine andere Dimension der „Geist-Leitung”: in Apostelgeschichte 5,32 heißt es:
Das alles haben wir zu bezeugen und durch uns bezeugt es der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Es macht erst einmal keinen Unterschied, ob Gott mir sagt „Geh nach Afrika!” oder „Entschuldige dich bei deinem Bruder dafür, dass du ihn angeschrieen hast!”, wenn ich dann nicht gehorche.
Das ist doch beides Mal das gleiche! Gott spricht und ich gehorche (oder eben nicht). In beiden Fällen spricht doch Gottes Stimme zu mir.
Wir wollen immer Gottes Leitung erfahren in bessere Umstände, zu mehr Finanzen, zu mehr Glückseligkeit und Segen, aber den scheinbar unbequemen Dingen möchten wir lieber aus dem Weg gehen.
Wenn z.B. bei einem Projekt das nötige Geld fehlt, dann wollen wir immer erleben das Gott uns die nötigen Finanzen durch seine Leitung zur Verfügung stellt.
Aber was ist denn mit dem, der dann tatsächlich das Geld spendet? Ist der nicht auch von Gott geleitet worden? Und musste er nicht auch gehorsam sein?
Die Frage ist, welches Wunder willst du erleben?
Willst du die Stimme hören „Zahle!” oder die Stimme „Bekomm!”?
Und hier haben wir scheinbar ein Problem: Wir wollen immer noch die Stimme hören „Bekomm!”.
Aber der, der die Stimme hört „Bezahl!”, der erlebt doch auch Gottes Leitung!
Das eine Wunder ist doch nicht größer als das andere. Es gehört zusammen, es geht Hand in Hand. Es ist ein Geben und Nehmen im Reich Gottes.
Und da müssen wir lernen uns einzuklinken. Ich kann nicht immer nur erwarten zu bekommen aber selbst nichts geben wollen.
Gott weiß was er tut. Aber man muss auch lernen zu geben um zu bekommen.
Wenn du nicht lernst zu geben, dann wirst du nicht lernen mit dem was du bekommst richtig umgehen zu können.
Das was Gott dir gibt, das gibt er dir damit du es weitergeben kannst.
„Ich will dich segnen damit du ein Segen bist!”
Dieses Prinzip müssen wir lernen.
Gott hat uns nicht als Staudämme geschaffen, sondern wir sollen das was wir empfangen weitergeben.
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Johannes 7,38
Der Geist Gottes überzeugt uns von den geistlichen Wahrheiten. D.h., der Geist Gottes bezeugt unserem Geist auch, wenn wir etwas spenden sollen oder wenn wir einen Dienst machen sollen.
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