Archive for the 'Linie 7 – Ein Treff für Junge Erwachsene' Category

Ostern 2008 in Lenzkirch

Über Ostern waren wir von Linie 7 aus mit insgesamt 25 Teilnehmern wieder in Lenzkirch im Alten Schwarzwaldhaus auf !

Wie schon 2006 hatten wir eine total geniale Zeit mit herausfordernden Bibelarbeiten, super Gemeinschaft und unterhaltsamen Unternehmungen! Die Freizeit stand diesmal unter dem allgemeinen Thema “Christsein im Alltag”, angelehnt an das Geschehen rund um Ostern. Was erst einmal total allgemein und altbekannt klingt, wurde von den beiden “Hausherren” Frank und Dieter total abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet!

Die erste Bibelarbeit beschäftigte sich mit dem Thema “Ostern beginnt im Kopf” bzw. “Die Macht unserer Gedanken und die Erneuerung unserer Gedanken mit Hilfe von Gottes Wort”. Außerdem wurden die Themen “Veränderung durch ”, “Ent-täuschung und Barmherzigkeit” sowie zum Abschluss “Die alles entscheidende Frage von an dich: Liebst du mich?” (Die Überschriften wurden von mir persönlich so formuliert. Es kann also sein, dass jeder Teilnehmer für sich ganz andere Überschriften zu den Themen formuliert hat).

Für den geistlichen Input bin ich persönlich total dankbar, da nur für mich “aktuelle” Themen angesprochen wurden. Ich bete dafür, dass es den anderen Teilnehmern auch so ging und sie viel davon für sich in den Alltag mitnehmen können. Das wird für uns als “Leiter” in den nächsten Wochen sicherlich eine Herausforderung sein mit den angesprochenen Themen an dein Teilnehmern “dran zubleiben”.

Auf der Freizeit bin ich noch auf ein sehr spannendes Buch von Reinhold Ruthe gestoßen: Krankheiten – Signale der Seele. Auch ein Thema, dass mich die letzte Zeit sehr beschäftigt (Stichwort Ganzheitliche Heilung). Ich bin gespannt, was Gott mir dadurch mitzuteilen hat.

Ansonsten befinde ich mich zur Zeit voll im Lernstress. Anfang Mai habe ich meine schriftlichen Prüfungen. Ich bin dankbar das Gott mir in dieser Zeit sehr viel Ausdauer zum lernen gibt. Außerdem freue ich mich wenn dann im September ein neuer Abschnitt in meinem Leben beginnt (auch wenn ich noch keine konkreten Vorstellungen habe wie und wo es weitergeht).

Eine schöne Gebetserhöhrung hatte ich diese Woche aber auch noch: Kommenden Montag soll ich im Rahmen eines Schulprojekts meinen Businessplan für (m)eine Geschäftsidee vorstellen. Leider habe ich vor den Osterferien mein (fast) fertige Präsentation in der Schule vergessen und auch keine Möglichkeit da vor Montag irgendwie noch ranzukommen. Außerdem muss ich diese Woche noch meine Abschlussdokumentation für Prüfungsprojekt fertig machen und abgeben. Wenig Zeit also. Ich habe dann dem zuständigen Lehrer eine Email geschrieben und gestern die Antwort bekommen, dass er kommenden Montag nicht da sein wird und ich meine Präsentation deswegen sowieso nicht halten muss. Danke !

Ansonsten gibt es noch viele Gedanken zu posten, aber dann wenn Zeit dazu da ist.

Christliche Gedanken: Hirtendienst in der Gemeinde

Ich habe heute ein sehr eindrückliches Bild für unsere Junge Erwachsenen – Arbeit Linie 7 bekommen.

Beim Lesen von Johannes 10, wo von sich selbst als dem guten Hirten spricht, bin ich auf Hesekiel 34 gestoßen, was nach Meinung mancher Ausleger der Hintergrund von Johannes 10 ist.

Man soll ja immer vorsichtig sein, Stellen aus dem Alten Testament, die ja ursprünglich und ausschließlich an das Volk Israel gerichtet waren, auf Heute zu beziehen. Das will ich auch gar nicht machen, aber bestimmte Verhaltensweisen des Menschen verändern sich nie.

In Hesekiel 34 weissagt Gott gegen die untreuen Hüter des Volkes Israels, also die damaligen Führungspersonen wie z.B. Könige, Priester und Propheten.

Er verurteilt sie dafür, dass sie „sich selbst weiden“ (V.2), d.h. nur nach persönlicher Bereicherung trachten (ob jetzt materiell oder geistlich) und sich nicht um die ihnen anvertrauten Menschen kümmern.

Ganz konkret wird es dann ab Vers 4:

Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Strenge und Härte herrscht ihr über sie!

Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren, und sind allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden und haben sich zerstreut.

Auf allen Bergen und hohen Hügeln irren meine Schafe umher, und über das ganze Land sind meine Schafe zerstreut; und niemand ist da, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Wenn ich auf unsere Arbeit bei Linie 7 schaue, dann weiß ich, dass viele „unserer“ Schafe sich auch zerstreut haben, und dass niemand da ist, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Mir fällt da auf Anhieb eine Reihe von Namen ein.

Und ich muss mich fragen, auf was ich selbst in den letzten Monaten meine Prioritäten gelegt habe?

Habe ich auf die Stimme des Feindes gehört, als er mir ins Ohr geflüstert hat: „Schone dich selbst!“?

Wo brauche ich wieder mehr Bereitschaft zum Dienen und ein offenes Auge und Ohr für meine Schafe? Für die, die schwach sind, die verwundet sind, die verscheucht oder verloren sind?

In Johannes 10 spricht selbst von sich als dem guten Hirten, der vor seinen Schafen hergeht, der sie vor der ewigen Verdammnis rettet und ihnen das Leben im Überfluss geben will.

Und in Verbindung mit Johannes 15, 4.5 liegt dann der Schlüssel für jesusmäßigen Hirtendienst:

Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

will durch uns der gute für seine Schafe sein.

Es ist meine Verantwortung nah an ihm und seinem Wort zu bleiben und mein Herz und meine Gedanken reinzuhalten, damit ich seine Stimme hören kann.

Linie 7: Die Reihenfolge ändern

Ich hatte ja schon öfters mal angekündigt, auch mal etwas über die Situation in unserem Treff für Junge Erwachsene, sprich Linie 7, zu schreiben, hab das aber irgendwie bisher noch nie gemacht.

Dabei wäre das doch ganz cool, gerade auch für die Leute die auch immer wieder gerne für Linie 7 beten möchten.

Deswegen habe ich heute beschlossen in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder etwas über Linie 7 zu schreiben, was uns als Team gerade so beschäftigt und was sonst so abgeht.

Und heute möchte ich gleich damit anfangen: Die letzten Monate waren für uns als Linie 7 Team nicht gerade einfach, irgendwie ging nichts so wirklich voran und die Motivation blieb auch irgendwo auf der Strecke.

Die Besucherzahlen gingen sehr stark zurück und es kamen eigentlich auch keine neuen Leute mehr (was eigentlich unser Hauptanliegen ist).

Vor einem Jahr gab es Zeiten wo 60-70 Leute an einem Abend zu Besuch waren. In den letzten Monaten waren es oft nur 10.

Wir machen unsere Arbeit nicht von Besucherzahlen abhängig, doch wir spürten einfach, dass in unserer Arbeit irgend etwas schief lief oder liegt.

Ist unsere Zielgruppe vielleicht doch eine andere? Sollen wir uns zur Zeit vielleicht mehr auf die Menschen die schon in der sind konzentrieren, oder doch weiter auf Leute die noch nichts mit am Hut haben? Soll das Konzept geändert werden?

Wir suchten unser Problem also irgendwie fast nur in unserer Struktur.

Für heute Abend hatten wir dann eine Leiter-Besprechung angesetzt, um über die Situation in Linie 7 zu sprechen.

Ich ging wie gesagt davon aus, dass unser Problem in der Struktur unserer Arbeit liegt, dass diese Art von Jungen Erwachsenen-Arbeit, wie wir sie bisher gemacht hatten, jetzt einfach nicht mehr funktioniert und das wir deshalb evtl. umdenken und die Struktur ändern müssten.

Mit dieser Erwartung bin ich dann auch in die Besprechung gegangen. Doch hat heute unseren Blick auf etwas ganz anderes gerichtet.

Der Leitvers, der von anfang an über unserer Arbeit stand, war Johannes 13,35:

Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Und gerade zu Beginn unserer Arbeit bekamen wir ganz oft das Feedback (obwohl wir dachten das wir noch meilenweit von diesem Ziel entfernt wären): “Man spürt das hier etwas anders ist in dieser Gemeinschaft.”

Und für manche war das ein Faktor, wieso sie sich für ein Leben mit entschieden.

hat uns heute Abend klar gemacht, dass wir einen entscheidenden Fehler gemacht haben in den letzten Monaten: Wir haben die Organisation, die Struktur, die Methoden, die Aufgaben, die Arbeit usw. über Jesu Ziel gesetzt: Verlorene Menschen zu retten.

Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
(Johannes 12,46.47)

Das Wort ist glaubwürdig und wert, dass man es beherzigt: Christus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten.
(1.Timotheus 1,15)

Wir haben die Reihenfolge vertauscht. Anstatt das an erster Stelle die Menschen stehen, hat sich jeder zuerst auf seine Aufgabe konzentriert und dann erst kam die Gemeinschaft mit den Leuten die zu Linie 7 kommen.

Doch wenn man sich Jesu Leben hier auf der Erde anschaut, dann sieht man auch, dass seine Energie nicht damit verschwendet hat Strukturen und Methoden für erfolgreiche Gemeindearbeit zu entwickeln, sondern das es ihm nur darum ging Menschen zu retten.

Strukturen und Organisation sind wichtig, um das Zusammenleben und die Zusammenarbeit zu ermöglichen, wie es auch die Beispiele besonders in der Apostelgeschichte und auch in den Briefen des Neuen Testaments zeigen, aber beides darf niemals über dem eigentlichen Ziel Jesu stehen: Sünder zu retten.

Wie sagt in Matthäus 22, 36-40 auf die Frage eines Mannes, welches das wichtigste Gebot sei:

Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Und deswegen ist es unser Anliegen, uns diese Liebe für unsere Mitmenschen wieder neu von Gott schenken zu lassen und uns wieder nur darauf zu konzentrieren.

Das soll unser Anliegen für die nächsten Freitagabende sein und ich bin gespannt was Gott tun wird!

Ich will es etwas krasser formulieren: Scheiß auf die Strukturen und Methoden und kümmer dich wieder darum deinen Gott zu lieben und deinen Nächsten wie dich selbst!

Es tut so unglaublich gut zu spüren das hinter unserer Arbeit steht und das er uns in seiner Liebe immer wieder korrigiert und unseren Blick gerade rückt.

Falls du für unsere Arbeit beten möchtest, hier einige Anliegen kurz zusammengefasst:

- Wir danken Gott dafür das er unsere Arbeit führt, hält und uns immer wieder korrigiert
- Wir danken für all die Menschen die schon in Linie 7 waren
- Wir danken für alle Leute die in Linie 7 mitarbeiten

- Wir bitten um Liebe und Gemeinschaft
- Wir bitten um neue Motivation und um eine neue Belebung unserer Arbeit
- Wir bitten weiter um Gottes Führung und um Weisheit für die nächsten Schritte