Christliche Andachten: Du bist von Gott geliebt!

Dieser Titel mag für manchen vielleicht wie eine ausgelutschte christliche Floskel klingen, bei der am Ende aber doch wieder nichts Relevantes dabei herauskommt.

Auch wenn es so klingen mag halte ich diese Aussage doch für essentiell.

Ich habe vor gefühlten Ewigkeiten mal etwas darüber geschrieben, welche Frage ich Gott stellen würde wenn ich denn eine akustisch hörbare Antwort darauf bekommen würde.

Meine Frage lautete damals: Bist du mit mir zufrieden?

Klar, die direkte Antwort der Bibel ist: Ja, unbedingt. Es gibt ja zahlreiche Bibelstellen die das belegen.

Theoretisch war mir das auch immer klar, aber im Herzen habe ich das trotzdem oft bezweifelt. Zu widersprüchlich ist mein tägliches Verhalten, zu selten lese ich in der Bibel, oder zu selten rede ich mal länger als 15 Min bewusst mit Gott, ohne dabei müde zu werden.

Ich hatte nie das Gefühl das Gott wirklich mit mir zufrieden ist, was sich natürlich auch negative auf mein Selbstbild ausgewirkt hat.

Ich war mir immer bewusst das dieses Bild nicht der Wahrheit entspricht, und ich darf sagen das es mir auch immer leichter fällt an einen Gott zu glauben der mich bedingungslos akzeptiert, und nicht unzufrieden ist wenn ich es mal wieder verbockt habe, oder sonst irgendetwas getan habe was meiner Meinung nach nicht seinen Vorstellungen entspricht.

Vor kurzem, als ich morgens am Bahnhof auf den Zug zur Arbeit gewartet habe, hat Gott mich folgendes gefragt:

Wie siehst du dich selbst im Vergleich zu all den anderen Menschen hier am Bahnsteig?

Gott hat mir dann bewusst gemacht, dass ich mich im Vergleich zu anderen Menschen immer (unbewusst) als minderwertig empfunden habe.

Die Gründe dafür waren nicht einmal mein Aussehen oder so, sondern eher eine generelle Unzufriedenheit mit meinem Leben.

Wer nicht weiß, ob das was er täglich so anstellt auch das Richtige ist, der wird natürlich unzufrieden, bzw. der fühlt sich irgendwann minderwertig.

Das gilt also auch besonders für den Menschen der nicht weiß ob Gott mit seinem Leben zufrieden ist, bzw. ob er das Richtige tut.

Man kann sich also nicht nur vor Menschen minderwertig fühlen, auch Gott gegenüber ist sowas möglich.

Wenn ich nicht glaube das Gott mich 100% so akzeptiert wie ich bin, ohne jegliche Forderungen oder Gegenleistungen, dann nehme ich diese Unsicherheit auch (unbewusst) mit in meinen Alltag.

Wie ich mich selbst sehe, bzw. wie ich meine das Gott mich sieht, hat also große Auswirkungen auf mein tägliches Leben.

Sehe ich mich als geliebtes Kind oder als ungehorsamen Rotzlöffel, als jemand der nicht das tut was Gott für ihn bestimmt hat?

Ich finde das ist eine ganz entscheidende Frage für mein Leben.

Jeder Mensch sehnt sich doch nach Akzeptanz, doch nirgendwo finden wir es ohne dass es an bestimmte Forderungen und Bedingungen geknüpft ist.

Nur Gott bietet uns diese bedingungslose Liebe und Akzeptanz an.

Wir lesen es überall in der Bibel, und er zeigt es uns auch immer wieder dadurch wie er in unser Leben eingreift.

Es liegt dann aber an uns wie wir darauf reagieren? Wie sehe ich mich selbst? Glaube ich das was Gott in der Bibel sagt?

Glaube ich, das wer mit Christus lebt ein neuer Mensch ist, und das mein altes Leben der Vergangenheit angehört, das etwas Neues begonnen hat? (2. Korinther 5, 17)

Glaube ich, das Jesus ein für alle mal mit meinen Fehltritten abgeschlossen hat und nicht mehr daran denkt? (Hebräer 10, 10)

Glaube ich, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin?

Der ein oder andere (mich eingeschlossen) mag diese Aussage schon so oft gehört aber selbst nie empfunden haben, dass man es halt einfach als Floskel hinnimmt, aber gar nicht mehr weiter darüber nachdenkt, geschweige denn versucht es zu glauben.

Dabei hat die Antwort die ich mir selbst darauf gebe so eine entscheidende Auswirkungen auf mein Selbstbild, und damit mein Leben selbst.

Es stimmt nämlich auch, dass selbst wenn dich niemand sonst akzeptiert so wie du bist, Gott tut es tatsächlich.

Christliche Floskel hin oder her, das sind wirklich essentielle Gedanken.

Stell dir mal wirklich die Frage, wie du dich selbst in einer Gruppe von vielen Unbekannten siehst?

Was sind denn überhaupt so deine Vorstellungen von einem christlichen Leben? Ist dein Hauptanliegen für Gott von Nutzen zu sein, oder liegt dein Fokus allein auf deiner Beziehung zu Gott?

Gott jedenfalls geht zu allerst darum bewusst Zeit mit dir zu verbringen. Und genau darum sollte es uns auch gehen.

Diese Beziehung hat natürlich deutlich mehr Qualität, bzw. entspricht dann auch dem was Gott sich darunter vorstellt, wenn wir endlich anfangen zu glauben das Gott uns wirklich liebt so wie wir sind. Immer, egal was wir auch gerade anstellen.

Lies die Bibel, besonders die Stellen die über Gottes Liebe und Jesu Opfer sprechen. Sprich mit Gott, und bitte ihn dein Gottesbild zu korrigieren.

Ein gesundes Gottesbild wird automatisch auch ein gesundes Selbstbild bewirken.

Es wird dein Leben positiv verändern wenn du dich wirklich als geliebtes Kind Gott sehen kannst.

1 Response to “Christliche Andachten: Du bist von Gott geliebt!”


  • Chrtistine Stangl

    Ich fühle m ich auch oft als sehr minderwertig. Auch wenn ich weiß, dass ich für Gotrt sehr wertvoll bin, ist es für mich gut, immer wieder daran merinnert zu werden.

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