Christsein im Alltag – Zeugnis sein

In Johannes 9 lesen wir einen krassen Bericht:Eines Tages kommt Jesus mit seinen Jüngern an einem Menschen vorbei, der von Geburt an blind ist.

Dieser Mann sitzt in den staubigen Straßen von Jerusalem und muss wegen seiner schweren körperlichen Behinderung seinen Lebensunterhalt durch Betteln verdienen.

Doch Jesus tut das Unglaubliche: Er schenkt diesem Mann sein Sehvermögen wieder!

Dieses Wunder bleibt natürlich nicht lange unbemerkt bei den Nachbarn des Mannes:

Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich.
Er selbst aber sagte: Ich bin es.

Und natürlich wollen allen wissen, wieso er plötzlich wieder sehen kann!

Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden?

Und er bezeugt:

Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schiloach und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte wieder sehen.

Seine Nachbarn und die anderen zögern nicht lange und bringen den Mann direkt zu den damaligen religiösen Führern, zu den Pharisäern.

Auch dort bezeugt der Mann was Jesus mit ihm getan hat und was mit ihm passiert ist.

Die Pharisäer wollen es natürlich ganz genau wissen, denn sie glauben nicht das Jesus Gottes Sohn sein soll.

Wie soll ein ganz normaler Mensch so ein Wunder tun können?

Wieder antwortet der Mann nur:

Ob er ein Sünder ist (also ob Jesus nur ein ganz normaler Mensch ist), weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehen kann.

Dieser Mann bezeugt nicht mehr und nicht weniger als das, was Jesus an ihm getan hat!

Von diesem Bericht können wir sicherlich so einiges lernen, aber mir geht es heute nur um eine Aussage dieses Mannes den Jesus geheilt hat:

Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehen kann.

Jeder von uns darf bezeugen was Jesus in seinem Leben schon getan hat.

Wenn ich bei einem Unfall vor Gericht als Zeuge auftrete, dann geht es nur darum wahrheitsgemäß zu berichten was ich gesehen oder erlebt habe.

Ob der Angeklagte letztlich freigesprochen wird, oder wer die Person war die den Unfall verursacht hat, dass spielt für mich als Zeuge keine Bedeutung.

Genauso darf es auch bei einem Christen sein wenn er Zeugnis davon gibt was er mit Jesus in seinem Alltag erlebt hat:

Ich berichte von dem was ich erlebt habe. Da muss ich nichts theologisch erklären oder das irgendwie auslegen oder interpretieren.

Ob die Menschen mir glauben oder nicht liegt nicht in meiner Verantwortung!

Ich bezeuge erst einmal nur das was ich erlebt habe!

Genau wie es dieser Mann in Johannes 9, 25 sagt.

So war es und das habe ich erlebt. Punkt.

Alles andere fragt ihr ihn (Jesus) am besten selbst.

Die Fragen die ich dir heute Abend mitgeben will:

Gibst du deinen Mitmenschen Zeugnis von dem was Jesus in deinem Leben getan hat?

Das Open Mic hier soll dazu da sein von dem zu erzählen, was du mit Jesus erlebt hast.

Deswegen heißt es ja auch „Open“ – Offen, frei für jeden zugänglich.

Ich höre immer wieder das es den Leuten gut tut wenn sie persönliche Zeugnisse hören.
Also wieso nur Konsument sein und nicht den anderen mal etwas mitgeben was sie erbaut, was ihnen gut tut?

In Markus 5,19 heißt es, nachdem Jesus einen von Dämonen besessenen befreit hat:

Geh in dein Haus, zu den Deinen, und verkündige ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan hat und wie er sich über dich erbarmt hat!

Oder Paulus gibt Timotheus in 2. Timotheus 1, 8 folgende Anweisung:

Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft:

Ich erzähle oder lebe ja keine Lüge wenn ich von Jesus Zeugnis gebe!

Ich erzähle von den praktischen Auswirkungen von Gottes Liebe zu uns Menschen, ich gebe Gottes Liebe zu uns Menschen weiter!

Ich gebe Zeugnis von etwas schönem, was sich lohnt nachzufolgen und lasse andere daran teil haben, was wiederum ihnen gut tut.

Bei allem dürfen wir auch immer wissen, dass wir nicht aus eigener Kraft versuchen sollen christlich zu sein, sondern das nur der Heilige Geist uns die Kraft dazu geben kann so zu leben wie es Jesus gefällt:

Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
(Apostelgeschichte 1,8)

Weil wir die Kraft des Heiligen Geistes empfangen haben können wir auch seine Zeugen sein.

Und auch wenn es manchmal Überwindung kostet, es gibt nichts Schöneres als den Heiligen Geist in Aktion zu erleben!

Es wäre cool, wenn man über diese Dinge auch hier in Linie 7 einfach mal ins Gespräch kommt.

Damit wir auch einfach füreinander beten können und damit vor Gott kommen können.

0 Responses to “Christsein im Alltag – Zeugnis sein”


  • No Comments

Leave a Reply