Ein Satz der mich nun schon einige Tage verfolgt ist „Das Evangelium ist ganz einfach“.
Ich habe ihn in einem Beitrag auf storch’s Blog gelesen.
Eigentlich habe ich diese Aussage in meinem Kopf auch schon etwas umformuliert: „Der Glaube ist ganz einfach“.
Wieso beschäftigt mich dieser Satz?
Nun ich habe Gott in letzter Zeit immer wieder die Frage gestellt:
„Wie kann ich deine Kraft in meinem Alltag deutlicher erfahren? Was muss ich dafür tun bzw. was mache ich falsch wenn von dir in meinem Alltag so wenig sichtbar ist?
Wo sind die Wunder das Menschen sich bekehren, geheilt werden usw.?
Ich erlebe dich zwar, aber ich will mehr von dir!
Wieso ist das alles so kompliziert?“
Und dann lese ich diesen Satz: „Glaube ist ganz einfach!“
Und langsam beginne ich zu verstehen.
Einen Vers aus der Bibel, den ich mit diesem Satz in Verbindung bringe, ist die Definition des Glaubens aus Hebräer 11,1:
Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Es ist vor allem wieder der letzte Teil des Verses:
Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Ich habe dieses Thema auch schon in einem meiner letzten Beiträge behandelt, aber ich muss diese Gedanken einfach noch einmal zum Ausdruck bringen.
Wie ich schon damals schrieb, übersetzt die englische „New Translation“ – Übersetzung diesen Vers mit:
Glaube ist die Substantiierung der Dinge, auf die man hofft…
Und genau das ist es!
Wieso ist der Glaube so einfach?
Um Glauben zu können muss ich nicht besonders viel Wissen haben.
Grundlage ist und bleibt der stellvertretende Tod von Jesus am Kreuz für die Sünde jedes einzelnen Menschen, wodurch der Mensch wieder Zugang zu Gott hat.
Das darf ich wie ein Kind im Glauben für mich wahr machen, dafür muss ich keine Gegenleistung bringen!
Dann folgt das Jesus nicht nur mich als Sünder erlöst und für alle meine begangenen und zukünftigen Sünden gestorben ist, sondern das mit ihm auch mein altes sündhaftes Ich gestorben ist, das sich nie bekehren wird und damit weiter unfähig ist Gott gehorsam sein zu können.
Für mich heißt es nun also:
Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
(Galater 2,19.20)
Auch das darf ich und muss ich jeden Tag für mich im Glauben wahr machen (substantiieren)!
Und hier zeigt sich für mich schon, wieso Glaube (das Evangelium) so einfach ist und Hebräer 11,1 es ja eigentlich auch schon sagt:
Es geht darum die Tatsachen, die durch Jesu Tod schon wahr geworden sind, nun auch für mich hier auf der Erde wahr zu machen.
Das ist Glaube.
Ich brauche nicht viel theoretisches Wissen und es würde mir auch nicht viel bringen, wenn ich himmlischen Tatsachen (Wahrheiten) nicht für mich real mache indem ich sie praktisch lebe.
Seit ich Christ wurde lese ich wieder ungemein viele christliche Bücher. Und ich glaube, dass ich immer nur mehr Bücher gelesen habe, mit der Hoffnung endlich soviel Wissen angesammelt zu haben damit es in meinem Kopf endlich Klick macht und das mit dem Glauben dann automatisch funktioniert.
Aber das wird es nicht.
Ich brauche kein Wissen aus irgendwelchen Büchern.
Bücher können dazu da sein uns das Wort Gottes verständlicher zu machen, aber sie können Gottes Wort niemals ersetzen!
Es gilt die Verheißungen Gottes aus der Bibel zu kennen und diese im Glauben anzunehmen und zu leben.
Friedhold Vogel beschreibt in seinem Buch „Handbuch der neutestamentlichen Verheißungen“:
„Verheißungen sind die Blankoschecks Gottes. Kinder Gottes haben die Vollmacht, sie an der „Bank Gottes“ einzulösen.“
Jarrn hat sich in seinem letzten Post gefragt ob es im Himmel Platz für Intellektuelle gibt?
Ich möchte diese Frage übernehmen und sagen: Ja sicher, aber auch dem Intellektuellen wird sein Wissen nichts bringen wenn er es nicht praktisch anwendet (zumindest was den Glauben betrifft).
Das ist die Einfachheit des Glaubens und irgendwie die größte Herausforderung zugleich, denn hier zeigt sich ob wir Gottes Wort wirklich vertrauen.
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