Das Experiment – Reden mit Unbekannten

Das Experiment – Reden mit Unbekannten

Cool, ein weiterer Jetlag-Post! Wenn das so weiter geht, dann werde ich meinen Blog nur noch mitten in der Nacht füllen.
Dieser Beitrag handelt aber nicht etwa, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, vom gleichnamigen Film mit Moritz Bleibtreu, sondern von meinem eigenen Experiment, wofür ich vor meinem Urlaub die Idee hatte, und das ich jetzt nach und nach umsetzen möchte.

Vor meinem Urlaub hatte ich ja auch darüber gebloggt, dass ich mich immer noch sehr gerne in meine eigene Komfort-Zone zurückziehe, in der ich auch nicht gestört werden will.
Da ich das ändern will, habe ich darüber mit Gott gesprochen und bin dabei auf folgende Idee gestossen:

Ein Bereich, welchem ich sehr gerne aus dem Weg gehe bzw. wo ich sehr kurz angebunden bin, wenn es sich nicht vermeiden lässt, ist das Gespräch mit wildfremden Menschen.
Beispiele sind z.B. Obdachlose die um Geld betteln, oder Menschen die dir auf der Straße etwas verkaufen möchten oder dich um Spenden bitten.
Normalerweise versuchen ich diesen Menschen aus dem Weg zu gehen bzw. sie einfach zu ignorieren.
Mein Experiment besteht jetzt also darin, genau mit diesen Menschen ins Gespräch zu kommen!
Das bedeutet nicht, dass ich jetzt jedem Obdachlosen Geld geben werden oder irgendwo Mitglied werde oder Geld spende, sondern einfach das ich mir Zeit für diese Menschen nehmen möchte.
Auch wenn es vielleicht naiv klingt, aber den Obdachlosen kann ich nach seiner Geschichte fragen, wieso er auf der Straße lebt? Mich interessiert z.B. ob es für so jemanden wirklich unmöglich ist wieder Arbeit zu finden oder ob er einfach nur zu faul ist.

Den Spenderverkäufer möchte ich fragen ob er erfolgreich ist und ob in sein Job Spaß macht. Außerdem hätte ich einige Tipps für ihn wie er vielleicht erfolgreicher sein könnte. Ich will sehen ob meine Tipps tatsächlich funktionieren.

Natürlich kostet all das Überwindung, aber es wird mir helfen offener und risikofreudiger zu sein. Zumindest hoffe ich das.
Außerdem kann ich so ein Segen für meine Mitmenschen sein indem ich ihnen Freundlichkeit und Aufmerksamkeit schenke.

Interessanterweise konnte ich mich in den letzten 2 Tagen schon 2x überwinden und mir 2x Zeit für wildfremde Menschen nehmen.
Und es war beide Male sehr cool und dadurch sehr ermutigend! Ich will damit auf jeden Fall weiter machen!
Ich werde auf jeden Fall weiterhin meine Erfahrungen davon posten.

Ein Traum wäre natürlich, wenn dieses Experiment irgendwie ansteckend wirken würde, d.h. wenn du dir vielleicht einmal überlegen würdest, ob du so etwas ähnliches nicht auch in deiner Stadt starten könntest?
Es würde unsere Gesellschaft vielleicht ein wenig freundlicher machen.

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