Den Verstand klar halten

(Skript und Audio-Beitrag unterscheiden sich vorallem in der Länge etwas, da ich das Open Mic eher spontan halten durfte.)

Den Verstand klar halten

Ich war am Dienstag nicht in der Schule!

Das muss ich bekennen, und ich will es nicht gutheißen!

Ich war nicht, nicht weil ich zu faul war. Ich hatte andere Gründe…

Das ich nicht faul war, belegt allein schon die Tatsache, dass ich stattdessen joggen war.

Morgens, um kurz nach 8.

Ich gehe gerne joggen, weil ich da ganz für mich allein bin, nachdenken kann, denn um mich herum ist nichts als nur die Natur.

Und ich gehe gerne joggen, weil ich mich da am Besten mit Gott unterhalten kann.

Das klingt vielleicht verrückt, aber es ist tatsächlich so!

Ich habe mich gefragt, warum ist das so?

Warum nehme ich Gottes Stimme gerade beim Joggen so intensiv war, und in meinem Alltag höre ich ihn so selten?

Im Wald bin ich von Nichts und Niemanden abgelenkt, ich kann mich ganz auf Gott konzentrieren.

Wie sieht mein Alltag dagegen aus?

Da überhöre ich Gott wie gesagt sehr oft.

Mein Alltag ist nämlich sehr oft sehr stressig, hektisch, und ich bin oft sehr abgelenkt.

Aber ich denke, ich kann dass nicht nur auf die Dinge um mich herum schieben!

Ich trage auch einen großen Teil dazu bei, dass ich Gott nicht wahrnehme!

Nämlich wenn ich meine Sinne und meinen Verstand benebeln lasse!

Für einen Christen ist vielleicht klar: Zuviel Alkohol, und Drogen generell, sind schlecht!

Aber dann sucht der Teufel sich eben andere Wege:

In meinem Fall ist das z.B. das Internet:

Ich verbringe viel zu viel Zeit damit, sinnlos auf irgendwelchen Seiten rumzusurfen.

Oder der Fußball: Ich könnte ständig irgendwelche Spiele im Fernsehen oder direkt im Stadion anschauen.

Frage an dich: Welche Dinge sind es bei dir, die deine Zeit und Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen?

Ich meine damit die Dinge, für die wir uns überdurchschnittlich viel Zeit nehmen, und wovon wir auch nicht so leicht loskommen.

Ich möchte nicht alles schlecht reden, aber es kommt halt immer auf die richtige Dosierung an.

Ich will meine Sinne klar halten, und meinen Verstand nicht von irgendwelchen anderen Dingen benebeln lassen!

Wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir Gott nicht wahrnehmen, wenn wir uns 1. nicht die Zeit für IHN nehmen, und wenn wir 2. unsere Sinne und unseren Verstand ständig von anderen Sachen benebeln lassen.

In meinem Fall ist das das Internet, aber dass kann auch zuviel Arbeit, Kino und DVDs, Drogen, Alkohol usw. sein.

Wenn wir unsere Sinne und unseren Verstand klar halten, dann wird dass meiner Meinung nach ganz konkrete Auswirkungen auf unser Leben haben:

Auf unseren Umgang mit unseren Mitmenschen, auf unser Verhalten in bestimmten Alltagssituationen und, ganz wichtig, auf unsere Wahrnehmung von Gott.

Ganz einfach, weil unsere Gedanken nicht ständig von anderen Dingen abgelenkt sind, sondern wir uns auf die Situationen, in denen wir uns gerade befinden, konzentrieren können.

Wenn wir Jesus als Vorbild nehmen, dann sehen wir auch dass er sich öfters zurückgezogen hat, um die Stille bei Gott zu suchen.

Damals gab es zwar noch kein Fernsehen oder Internet, aber Jesus hat seine Sinne auch nicht von anderen Dingen benebeln lassen, sondern er wollte immer bei klarem Verstand bleiben, um in den Situationen des Alltags mit klarem Verstand handeln zu können.

Praktisch kann das bei uns so aussehen, dass wir uns immer wieder bewusst Zeit für Gott nehmen, an Orten, wo uns nichts ablenken kann.
Vielleicht eignet sich ein Spaziergang im Wald sehr gut dazu?

Das ich vielleicht nicht einfach aus Langeweile im Internet surfe oder den Fernseher laufen lasse.

Das ich mir nur bewusst Zeit für etwas nehme, also z.B. den PC einschalte, weil ich eine Email schreiben möchte.
Danach schalte ich den PC aber wieder aus.

Wenn ich mich langweile, dann rufe ich doch einfach mal einen Freund oder eine Freundin an und verabrede mich zum Kaffee trinken.

Es ist nicht leicht, seine Gewohnheiten zu ändern, aber mit Gottes Hilfe und Gebet können wir es trotzdem schaffen.

Denn Gott liegt etwas daran, dass wir frei werden von Gewohnheiten, die uns gefangen halten und von IHM ablenken.

In dem Buch “The Revolutionary Communicator” schreiben die beiden Autoren: “Aus Disziplin wird Gewohnheit, aus Gewohnheit wird Charakter.”

Das vielleicht nur zur Ermutigung.

Und auch wenn du Gott bisher noch nicht kennst, oder nicht an ihn glaubst, weil du Gott eben bisher noch nicht wahrgenommen hast, dann nimm dir doch einfach mal bewusst Zeit dafür!

Halte deine Sinne frei, damit du lernst ihn wahrzunehmen und zu erfahren, dass es Gott wirklich gibt.

Denn Gott verspricht: “Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen. Und wer anklopft, dem wir aufgetan.”

Beitrag als Podcast anhören:

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