Ich hatte gestern Abend ein sehr gutes Gespräch mit einer Freundin aus unserem Leitungsteam von Linie 7, wo es einfach um die Reflektion unserer Arbeit, wie einer den anderen sieht und wie so der Umgang mit einander empfunden wird.
Dieses Gespräch war absolut positiv und dringend notwendig, weil offene und ehrliche Kommunikation innerhalb eines Teams total wichtig ist, weil sonst leicht Missverständnisse entstehen können, die das Miteinander und die gemeinsame Arbeit blockieren.
Zum Ende des Gesprächs kamen wir dann auf Dinge, die mich in meiner Arbeit blockieren und wie ich damit umgehe. Konkret ging es dabei um bestimmte Dinge, die ich immer wieder einfach nicht auf die Reihe bekomme, Dinge, die ich gerne ändern würde, was ich aber einfach nicht hin bekomme und woran ich immer wieder scheitere.
Oder bestimmte Verhaltensweisen, die mich immer wieder dazu bringen, mich schuldig vor Gott zu fühlen und meine Wahrnehmung von Gott betrüben.
Die Frage war, wie gehe ich damit um? Und Gott hat mir in diesem Gespräch klar gemacht, dass immer noch selbst versuche gegen diese Verhaltensweisen anzukämpfen, um sie zumindest möglichst klein zu halten. Der Kampf gegen mich selbst quasi.
Ich bin wie eine Katze, die sich immer wieder versucht selbst in den Schwanz zu beißen, und sich dabei ständig nur im Kreis dreht.
Mir war das bis gestern Abend überhaupt nicht so bewusst! Ich hatte ja in einem meiner letzten Beiträge genau über dieses Thema geschrieben, dass wir erkennen müssen, dass unser alter Mensch mit seinen Verhaltensweisen gekreuzigt wurde:
Römer 6,6: Das gilt es also zu begreifen: Der alte Mensch, der wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.
Es ist kein Wunder, dass ich immer wieder an meinen alten Verhaltensweisen scheitere und das es sinnlos ist, diese bekämpfen zu wollen.
Gott hat am Kreuz mein altes Ich komplett beseitigt, damit durch seine Auferstehung ein neues Leben leben kann.
Und wenn wir das einmal verstanden haben, dann richtet sich unser Kampf nicht mehr gegen Fleisch und Blut, also gegen uns selbst, sondern die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
(Epheser 6, 11.12)
Die nötigen Mittel, um diesen Kampf zu bestehen teilt uns Gott dann in Epheser 6, 13-20 mit:
Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.
Zum Abschluss noch ein Wort der Ermutigung:
Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
(Römer 6, 37-39)
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