Ein Gedanke…

Ein Gedanke der mich nach einem Gespräch mit einem Freund heute Abend beschäftigt:

Würde ich für einen Menschen, den ich wirklich gern habe und eigentlich nicht verlieren will, genauso intensiv um seine Errettung beten, also dass er oder sie Jesus als persönlichen Erretter annimmt, wenn ich wüsste, dass dieser Mensch sofort nach seiner Bekehrung sterben würde?
Ich denke da zeigt sich, um was es mir wirklich geht. Um mich, oder um die Rettung des Menschen?

Wie groß muss Gottes Liebe zu uns Menschen sein, der schon vorher gewusst hat, was ihn erwartet wenn er als Mensch auf diese Erde kommt. Der sich für seine Menschen hat schlagen, foltern und bespucken lassen und sich am Ende hat hinrichten lassen, um seine Menschen vor dem ewigen Tod zu retten, obwohl er wusste, dass ihn der Großteil der Menschheit trotzdem weiter ablehnen wird und sein Angebot auf Versöhnung weiter abschlagen wird.
Da fällt mir spontan eine Stelle aus der Bibel ein:

Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein. Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz.

Philipper 2, 6-8

Just my thoughts…

2 Responses to “Ein Gedanke…”


  • ich finde das noch schwieriger, wenn mir ein mensch echt wertvoll geworden ist, in der art wie ich mit ihm über alles mögliche reden kann, und ich mich dann frage, ob ich überhaupt das risiko eingehen möchte, ihn mit dem thema glaube zu konfrontieren, wo ich weiß, dass meine ansicht dazu ziemlich provokativ sein kann und durchaus dazu führen könnte, dass sich ein solcher kontakt wieder auflöst.

    es ist leicht, zu sagen, dass man “christ ist” und “an gott glaubt” bzw. “glaubt, was in der bibel steht”, solange dies keine praktischen konsequenzen im umgang mit anderen menschen hat. das sind zunächst allgemeine ettiketten, die nicht sehr viel über den inhalt aussagen. aber wenn es um den inhalt meines lebens geht, den ich mit jemandem teile, halte ich dann lieber alles was mit glauben zu tun hat zurück, um zu verhindern, dass dies alle anderen bereiche des kontakts negativ beeinflussen könnte? dann… vielleicht doch lieber nur beten und nicht klartext reden?

    und dann ist es so wie du schreibst, es geht mir nur um mich und nicht um gott, noch nicht mal um den menschen, der mir eigentlich wertvoll ist. und dann ist alles was ich zu glauben meine nur eine täuschung, denn es gibt keinen echten glauben, der nicht auch in allen kontakten zu anderen menschen auswirkungen hätte. dann muss ich mir eingestehen, dass ich selber nicht glaube. weil ich gott nicht vertrauen kann, dass er alles in der hand hat. und weil ich meine eigenen wünsche höher stelle als die forderungen gottes.

    es ist gut, sich immer wieder mit dem vorbild jesus christus zu konfrontieren, um immer wieder neu lernen zu können, was liebe eigentlich bedeutet.

  • Hi Sam,

    das was du schreibst sind sehr interessante Gedanken, die mich zur Zeit ebenfalls beschäftigen. Nicht umsonst habe ich ja “Ein Gedanke” gepostet. Ich ehrlich gesagt sogar überrascht, dass jemand verstanden hat was ich meine, da ich ja sehr oberflächlich und kurz geschrieben habe.

    Wenn ich als Mann z.B. etwas für eine Frau empfinde, die selbst aber Jesus ablehnt, inwieweit gehe ich dann Kompromisse ein bzw. verweichliche ich bestimmte Aussagen ihr gegenüber, nur um eben diese Frau nicht zu verärgern oder dafür zu sorgen, dass sie ihm schlimmsten Fall nichts mehr mit mir zu tun haben möchte? Oder schweige ich wirklich komplett zu diesem Thema?

    Wieso misstrauen wir Gott in so vielen Dingen? Wieso glauben wir immer, dass wir es besser wissen oder er uns etwas vorenthalten würde?
    Ich denke das geht natürlich auf unser von Sünde befallenes Wesen zurück, was aber natürlich keine Entschuldigung sein kann. Vielmehr sollten wir alles daran setzen, daran etwas ändern zu lassen.

    Ich muss lernen, in allen Bereichen auf Gottes Führung zu vertrauen, und zu versuchen, ihm zu Gefallen anstatt es den Menschen recht machen zu wollen.
    Wie sagt Paulus: …wenn ich noch Menschen gefallen wollte, so wäre ich Christi Knecht nicht…ziemliche krasse Aussage eigentlich.

    Aber ich mache ja die Erfahrung, dass am Ende Gottes Pläne immer besser sind als meine. Siehe vielleicht auch meinen Post “Wir brauchen Gottes in unserem Leben”

    Viele Grüße und Danke für dein Kommentar,

    Patrick

Leave a Reply