Das Evangelium – Eine Frohe Botschaft!

Nach einigen Diskussionen mit meinem Bruder, sowie einem Kommentar auf der alten Version meines Blogs, habe ich mir vorgenommen einmal einen Post über das Thema „Sünde“ zu schreiben.

Was dabei beides Mal laut wurde war ungefähr folgender: Wieso müssen Christen (und Gott) ständig über „Sünde“ labern? Nur um Menschen damit Schuldgefühle einzureden? Was ist das für ein Gott, der seinen Menschen ständig ihre Fehler vor Augen führen muss? Soll das Liebe sein?

Ein Zettel, der schon mehrere Jahre in meiner Bibel klebt, sagt folgendes: „Wir (die Christen) verkündigen eine Frohe Botschaft![...]“

Diese Aussage stammt aus einem Buch von Wolgang Klippert zum Thema Predigt.

Wenn obige Aussage stimmt, wieso wird die Botschaft der Christen von „Außenstehenden“ dann nicht als „froh“ wahrgenommen?

Der Zettel in meiner Bibel sagt aber noch mehr: „Wenn ich Sünde, Schuld und (Gottes) Gericht beim Namen nenne, muss ich den Blick vorher auf die angebotene Gnade gelenkt haben.“

Hier liegt wahrscheinlich der Knackpunkt.

Die Botschaft des Christentums wird oft nur falsch verstanden, und oft auch nur halb gepredigt (beabsichtigt oder unbeabsichtigt).


Es ist wahr, dass der Mensch vor Gott als Sünder darsteht, dass jeder Mensch sich einmal nach seinem Leben vor Gott für seine Taten verantworten muss, und jeder Mensch den Tod und die ewige Trennung von Gott verdient hat.

Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, Römer 2,5

So etwas hört niemand gern, richtig? Es kommt aber auch immer darauf an mit welcher Haltung ich so ein Statement lese. Wenn ich Jesus feindlich gegenüber stehe, dann wird mich so etwas nur noch mehr auf die Palme bringen.

Aber weisst du was? Gott macht solche Aussagen nicht aus Schadenfreude oder Böswilligkeit den Menschen gegenüber. In seiner Sehnsucht und Liebe nach jedem einzelnen Menschen auf dieser Erde sagt er viel mehr:

Oder habe ich etwa Gefallen am Tod des Gottlosen, spricht Gott, der Herr, und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt? Hesekiel 18,23

und weiter:

denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, welcher will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat. [Das ist] das Zeugnis zur rechten Zeit, 1.Timotheus 2, 3-6

Es gilt zu verstehen: Gott will zu aller erst das jeder einzelne Mensch gerettet wird! Er macht ihm keinen Spaß Menschen ihre Sünden vorzuhalten.

Aber Gott ist genauso gerecht, das heißt jeder bekommt das was er verdient, und das ist die ewige Verdammnis. Das ist der Weg den wir eigenverantwortlich eingeschlagen haben, weg von Gott.

Und genau hier hinein spricht Gottes Botschaft an jeden Menschen: Mensch, du bist verloren und kannst dich selbst nicht retten, aber weil ich dich so liebe habe ich dir durch Jesus einen Ausweg geschaffen. Glaube an ihn und du wirst ewig bei mir sein.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind. Johannes 3,16-22

Erkennen wir die Gute Nachricht? Gott geht es nicht zuerst um Sünde, es geht ihn um die Rettung jedes einzelnen Menschen. Doch genau deswegen muss er dem Menschen auch die Fakten mitteilen, um sie dann vor die freie Wahl zu stellen: Erkennst du deinen wahren Zustand, und nimmst mein Rettungsangebot an? Oder willst du weiter deinen eigenen Wegen folgen, die dich letztlich in die ewige Sackgasse führen?

Die Botschaft des Christentums ist eine Frohe Botschaft, es kommt nur darauf an ob wir sie glauben oder nicht. Aber sie darf nie ohne Liebe weitergegeben werden. Wenn es mir nur darum ginge, anderen ihre Fehler vorzuhalten, und nicht darum sie vor ihrem Schicksal ohne Gott -in Liebe und mit ehrlichen Absichten- zu warnen, dann läuft da etwas falsch.

Doch genauso bitte ich den, der dem Christentum feindlich gegenüber steht, doch einmal alle Vorurteile, gerade über Christen, beseite zu legen und all die Bilder von wollpullitragenden, gitarrespielenden Christen zu vergessen, und einmal nur auf die Aussagen von Gott aus der Bibel zu hören und unvoreingenommen darüber nachzudenken.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Eintrag ein wenig klar machen, dass die Botschaft der Bibel eine Frohe Botschaft ist, in der es um Liebe und Gottes gute Absichten geht.

Er will das alle Menschen gerettet werden!

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