Ich habe vor einiger Zeit schon einmal im Ansatz darüber geschrieben, und möchte heute da irgendwie weiter machen.
Es geht darum, dass ich mich irgendwie gefangen fühle, und zwar in einem Wattebausch oder einer Gummizelle.
Das Seltsame dabei ist, dass ich mich selbst da eingesperrt habe und nun den Ausgang nicht mehr finde.
Es geht immer noch darum, dass ich innerlich immer noch jeder Konfrontation aus dem Weg gehe.
Ich bin introvertiert und nicht extrovertiert. Und ich habe mich in Watte eingepackt, damit jeder Sturz oder Angriff von vorneherein abgedämpft wird.
Ich habe mein wahres Ich in eine Gummizelle eingesperrt, damit ja niemand mein Handeln für verrückt erklären kann.
Ich ducke mich lieber, als den Leuten auf Augenhöhe zu begegnen.
Ich halte mein Handeln unter Kontrolle, damit ja nichts Unvorhergesehenes passieren kann.
Ich rede wenig (oder zuviel), um meine Unsicherheit zu übertünchen.
Ich suche den Fehler immer zu erst bei mir und gebe mir die Schuld.
Es gibt bestimmt noch viel mehr Verhaltensweisen in denen sich das äußert, aber ich denke diese Aufzählung allein reicht schon um klar zu machen worum es mir geht.
Das Einsperren in meine Gummizelle war früher meine Art mich vor Verletzungen und Abweisungen zu schützen. Aber ich denke ich bin mittlerweile alt genug und ich habe festgestellt, dass diese Verhaltensweise mich auf dem Weg mein Leben mehr jesusmäßig zu leben blockiert.
Und ich habe ab heute beschlossen, dass ich meine Gummizelle zerschlage. Ich will da raus. Bzw. ich bin ja schon draußen – wenn ich es will. Ich muss so nicht leben.
Als wir getauft wurden, wurden wir mit ihm (Jesus) begraben. Aber wie er durch die wunderbare Macht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so können und sollen auch wir jetzt ein neues Leben führen.[...]
Wir wissen ganz sicher: Was wir früher waren, ist mit Christus am Kreuz gestorben. Unser von der Sünde beherrschtes Ich ist damit tot, und wir müssen nicht länger Sklaven der Sünde sein.
Römer 6,4.6
Ich habe keinen Grund so zu leben, aber allen Grund anders zu leben.
Das ist wie beim Duschen. Habe ich Angst vorm kalten Wasser und igle ich mich lieber unter dem warmen Wasser ein? Habe ich Angst nach draußen in die ach so kalte Welt zu gehen?
Alles, wovon ich mir immer wieder Entspannung versprochen habe, ist in den meisten Fällen doch nur Dreck und heiße Luft.
Ein Furz, der so schnell geht wie er gekommen ist.
Nur Jesus ist es der wahren Frieden gibt.
Zum Abschied gebe ich euch den Frieden, meinen Frieden, nicht den Frieden, den die Welt gibt. Erschreckt nicht, habt keine Angst!
Johannes 14,27
Ich brauche mich nicht zurückzuziehen und Ruhe und Entspannung zu suchen. Ich kann an die Front gehen – mit Jesus der mir voran geht.
Ich kann meinen Mitmenschen auf Augenhöhe begegnen, denn ich bin ein Kind des Königs – ein Kind Gottes.
Auch wenn ich dank Jesus kein Gefangener mehr bin, so glaube ich trotzdem das dieser Befreiungsprozess doch noch etwas länger dauern kann.
Aber habe ich die Wahrheit einmal erkannt, dann kann ich in den Situationen diese auch immer (wenn es sein muss lautstark) proklamieren.
Wir haben allen Grund unseren Alltag mutig und ohne Furcht anzugehen (auch wenn es Kampf bedeutet).
Ich sage dir noch einmal: Sei tapfer und entschlossen! Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!
Josua 1,9
Lass uns aktiv werden und uns nicht selbst in unserer angeblichen Hilflosigkeit baden.
Wir sind nicht schwach.
Allem bin ich gewachsen, weil Christus mich stark macht.
Philipper 4,13
Es sind die Lebenslügen (die wir glauben) die uns schwach machen.
Aber Jesus will unser Denken Tag für Tag erneuern.
Und am Ende steht der Sieg.
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