Geistestaufe

Ich glaube nicht, dass die Geistestaufe ein von unserer Bekehrung getrenntes Ereignis ist, man diese aber erst später erfahren kann.

Wann geschieht das?

Den Heiligen Geist schenkt Gott mir bei meiner Bekehrung.

Seine Wirkung erfahre ich in vollem Umfang jedoch erst, wenn ich aufhöre von mir selbst aus christlich sein zu wollen.

Wenn ich aufhöre zu versuchen, aus eigener Anstrengung etwas für Gott tun zu wollen, sondern seinen Heiligen Geist in mir zur vollen Entfaltung kommen lasse.

Wenn Gott mir sein vollständiges Evangelium offenbart

(Meinen Stand als Sünder erkennen, die Notwendigkeit der Umkehr begreifen, die Vergebung der Sünden durch Jesu Blut erfahren, die Kreuzigung meines alten Menschen und die Auferstehung / das neue Leben in Jesus erfahren, die Entdeckung des Heiligen Geistes und sein Wirken in mir und durch mich erleben, der Dienst mit den Gaben des Heiligen Geistes, leben zur Ehre Gottes / Gottes Eigenschaften / Liebe den anderen Menschen wiederspiegeln / durch mich leben lassen)

und ich diese Tatsachen für mich durch den Glauben erfahrbar machen kann.

Der Heilige Geist war also schon seit meiner Bekehrung da, durch meine eigenen Anstrengungen und Versuche christlich zu sein, freundlich zu sein, liebevoll zu sein usw., habe ich ihn jedoch nicht zur Entfaltung kommen lassen, so dass er mir seine Werke, seinen Frieden, seine Liebe usw. schenken konnte.

Zum Schluss möchte ich noch Reinhold Ulonska zitieren:

Die Geistestaufe kann sehr wohl von der Heilserfahrung unterschieden, aber nicht von ihr geschieden werden. Sie ist keine abgekoppelte Erfahrung, sondern sie ist die Folge der Heilserfahrung. Sie kann nur dort erfahren werden, wo man von neuem geboren ist und um Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu Christi weiß.

Es geht aber nicht an, dass man einen Heiligungsstand zur Basis für den Empfang der Geistestaufe macht, denn dann wäre sie keine Gnadenerfahrung. Deswegen ist aber auch für uns der Geistgetaufte nie ein Christ höherer Klasse. Die Geistestaufe ist kein Rangabzeichen oder Orden, sondern eine Ausrüstung zum Dienst.

Auch er muss der Heiligung nachjagen. Die Erfahrung heiligt ihn nicht, sondern drängt ihn zur Heiligung. Wer dem Drängen des Geistes folgt wird erleben, wie die Frucht des Geistes wächst. Für den Stand in Christus sind nicht die Gaben der Prüfstein, sondern die Frucht.

Für unser Heil ist einzig und allein die Tatsache ausschlaggebend, dass Jesus Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohnt und Sein Blut uns von unseren Sünden gewaschen hat.

Diese Gedanken sind keinesfalls abgeschlossen, deswegen würde ich mich über zahlreiche Kommentare und Anmerkungen, Erfahrungsberichte usw. freuen.

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