Gott gebührt die Ehre!

Was ich euch heute mitteilen möchte, ist ein Gedanke, der mir beim Lesen des Textes aus 1. Könige 18 kam.

Folgende Situation: Das Volk Israel hatte sich unter dem König Ahab wieder einmal von Gottes Wegen abgewandt, und betete stattdessen die Götter Baal und Aschera an.

In Kapitel 18, ab Vers 16, kommt nun Elia zu Ahab um das Volk zur Umkehr zu bewegen.

Elia lässt alle 450 Propheten des Baal und alle 400 Propheten der Aschera versammeln.

Und so steht Elia, der der allein übrig geblieben ist als Prophet des Herrn und fordert die 850 Propheten dazu auf, einen Stier zu schlachten und auf einen Holzhaufen zu legen.

Dann sollen die Propheten zu ihren Göttern beten, dass sie mit Feuer antworten um das Opfer zu verbrennen.

Die Propheten machen das dann auch und beten und hüpfen den ganzen Vormittag um ihr Opfer, doch nichts geschieht.

Und als sie später noch lauter riefen und immer noch nichts passiert, fangen sie sogar an, sich mit ihren Schwertern in die Haut zu ritzen.

Doch nichts passiert.

Ich frage mich wie Elia sich wohl gefühlt haben muss, angesichts der Übermacht an Propheten der anderen Götter.

Ob ihm da nicht vielleicht Zweifel kamen? Ob ihn die Show die die anderen abzogen nicht vielleicht doch beeindruckte?

Nein, denn Elia wusste dass sein Gott lebendig ist und dass er sich zu 100% auf ihn verlassen kann.

Sein Vertrauen ist sogar so groß, dass er, als er und sein Gott an der Reihe sind, das er den geschlachteten Stier sogar noch rundum mit Wasser übergießen lässt.

Und interessant finde ich, was Elia dann in Vers 37 betet:

Erhöre mich, o Herr, erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst.
1. Könige 18, 37

(Jesaja 37,20 ; Daniel 9, 18.19)

Als ich diesen Vers gelesen habe, ist mir eines deutlich geworden:

Es geht nicht um uns.

Gott wird unsere Gebete nicht erhören, wenn es uns dabei nur um uns selbst geht.
(Jakobus 4,6)

Elia bittet hier Gott um ein Wunder, damit das Volk Gott erkennt und zur Umkehr bewegt wird.

Es geht Elia nicht darum, Gott zum Handeln zu bewegen, damit jeder Anwesende erkennen kann, wie gesegnet Elia selbst ist, wie Gott persönlich in seinem Leben handelt.

Es geht Elia nicht darum, Gottes Segen einzuheimsen, damit er persönlich besser dasteht oder er sich gesegneter fühlen kann.

Es besteht die Gefahr, dass wir schnell stolz werden, weil Gott uns scheinbar besonders segnet.

Wir meinen etwas Besonderes zu sein im Vergleich zu unseren Brüdern und Schwestern.

Das Gott uns eine besondere Ehre zu teil werden lässt.

Aber Gott will seine Ehre niemanden anderen geben, also nur sich selbst.
(Jesaja 42,8 ; Jesaja 48,11)

Stolz bezieht sich immer nur auf mich und hat die Absicht, mir selbst die Ehre zu geben.

Stolz streitet gegen Gott.

Gottes Handeln hat in erster Linie nichts mit uns Selbst zu tun, weil Gott uns persönlich dadurch ehren wollte.

Bei allem für was wir bitten, sollte es uns in erster Linie nicht um uns selbst gehen, sondern einzig und allein darum, dass Gottes Herrlichkeit in unserem Leben sichtbar wird, dass ihm allein Ehre gegeben wird.

Sein Handeln soll allein auf ihn hinweisen.

Und darum sollte es uns in unseren Gebeten und bei dem für was wir bitten auch gehen, dass durch Erhörung Gott sichtbar wird und dass dadurch Menschen zu ihm umkehren.

Bei dem, was ich vorhin gesagt habe, könnte man Gott für einen sehr egoistischen Gott halten.

Das er allein im Rampenlicht stehen will und wir nur die Scheinwerferhalter sind, die die Aufgabe haben, den Lichtstrahl nur auf ihn zu richten.

Aber im ersten Teil habe ich einen wichtigen Aspekt außer Acht gelassen: Gottes Liebe zu uns Menschen.

Und diese Liebe lässt uns nicht nur hinter dem Scheinwerfer stehen, sondern sie holt uns quasi mit ins Rampenlicht.

Gott weiß, dass wir Menschen uns gebraucht und geliebt wissen wollen, und genau diesen Bedürfnissen begegnet er.

Auch wenn alle Ehre ihm allein gebührt, so gebraucht Gott uns doch immer wieder in seinem Handeln in der Welt.

Gott hätte zu Elia auch sagen können, „Mach Platz, ich ziehe meine Show alleine ab und zeige denen mal wer ich wirklich bin“.

Aber Gott gebraucht Elia.

Auch heute könnte Gott alleine handeln und eigenständig dafür sorgen, dass seine Auserwählten in den Himmel kommen.

Aber auch hier gebraucht uns Gott.

Das ist wie in einem Team, wenn einer der Mitglieder unfähig ist und wir alleine eigentlich besser vorankommen würden.

Aber aus Liebe und Rücksicht arbeiten wir trotzdem zusammen und helfen demjenigen besser zu werden.

Genauso arbeitet Gott mit uns zusammen.

Gott möchte Gemeinschaft mit uns haben.

Und in seiner Liebe und Gnade, sorgt er auch dafür, dass seine Kinder Heilung in allen Lebensbereichen erfahren dürfen.

Heilung, durch die andere Menschen Gottes Realität in unserem Leben erfahren dürfen.

Heilung, diese Liebe und Gnade sollte uns selbst wieder in die Anbetung Gottes führen.

Gott heiligt seine Kinder indem er sie heil werden lässt.

Den größten Liebesbeweis gab uns Gott vor über 2000 Jahren:

Weil er, dem alle Ehre gebührt und der uns so sehr liebt, Gemeinschaft mit uns haben wollte, war er sich nicht zu schade, auf die Erde zu kommen um für die Sünde zu sterben, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben können.

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