Sich für Jesus verschwenden

Kennt ihr die Folge der Simpsons in der Homer beschließt ab sofort nicht mehr sonntags mit in die Kirche zu gehen, sondern es sich lieber zuhause auf der Couch gemütlich macht?

Er liegt im braunen Morgenmantel auf der Couch, trägt weiche Bärenhausschuhe und verputzt selbstgemachte Waffeln.

Nebenbei schaut er sich die Footballübertragung im Fernsehen an.

Es geht im in der ersten Zeit also sehr gut und er genießt die Zeit sonntagmorgens.

Wer kennt das nicht? Am Wochenende richtig ausschlafen zu können, um dann mit einem ausgiebigen Frühstück bis in den späten Nachmittag den Tag mit zocken, Fernsehen usw. zu verbringen, während es draußen regnet oder so beißend kalt ist und man den eigenen Atem sehen kann?

Eine Zeit lang läuft alles super für Homer und er fragt sich, wieso er es sich nicht schon früher sonntagmorgens lieber zuhause bequem gemacht hat anstatt jeden morgen so früh aus dem warmen Bett zu kriechen und in der ungemütlichen Kirche auf der kalten Sitzbank sich die langweiligen Predigten von Referent Lovejoy anhören zu müssen.

Eines Morgens jedoch schläft Homer auf der Couch ein und durch einen Kurzschluss fängt sein Haus Feuer, wodurch Homer fast erstickt und erst im letzten Moment von der Freiwilligen Feuerwehr gerettet wird.

Ich erzähle euch diese Geschichte nicht, weil die Simpsons aktuell im Kino laufen, sondern weil ich mich häufig wie Homer in dieser Folge fühle.

Ich sehne mich nach Entspannung, danach einfach nur die Füße hochlegen oder den ganzen Tag schlafen zu können!

Und deswegen verschaffe ich mir auch immer wieder selbst Entspannung und nehme mir eigene Auszeiten und Pausen.

Im ersten Moment klingt das vielleicht etwas unverständlich, denn jeder Mensch braucht doch ab und zu auch einmal Ruhe und Entspannung.

Klar, doch es geht mir auch um etwas anderes.

Ich habe mein Leben Jesus verschrieben, d.h. mein Leben gehört ihm und ich möchte tun was ER will.

Und ich merke, dass eben ich mir immer wieder meine eigenen Ruhepausen verschaffe, weil ich in diesem Punkt nicht auf Gottes Kraft vertraue.

Doch genau in diesen eigenen Ruhepausen baue ich oft den allergrößten Mist!

Genau in diesen Zeiten bin ich Gott am ehesten ungehorsam und dann fängt es auch bei mir an zu brennen.

Denn ich ziehe mich nicht nur aus meinem Alltag zurück, sondern meistens lasse ich auch Gott auf Sparflamme laufen.

Doch wahre Hingabe bedeutet, dass ein Mensch der Jesus nachfolgt in seinem Alltag nicht mehr auf sich selbst schaut und bereit ist seine eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen!

Ein Mensch der sich für Jesus verschwendet.

Gott hat mir dies in der letzten Zeit durch einige Stellen in der Bibel deutlich gemacht.

Da ist z.B. diese Frau in Markus 14, 3-9 die Jesus mit ihrem teuren Alabasterfläschchen mit Salböl den Kopf salbt und damit alles hergibt was sie besitzt.

Oder die arme Witwe in Markus 12, 41-44 die ebenfalls alles in den Opferkasten im Tempel einlegt was sie besitzt.

Oder der reiche Mann in Markus 10, 17-23 dem Jesus indirekt die Frage stellt, ob er bereit wäre Alles für ihn herzugeben.

Ganz deutlich macht dies Jesus auch in Lukas 9, 57-61:

Es geschah aber, als sie auf dem Weg dahinzogen, sprach einer zu ihm: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst, Herr. Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt hinlege.

Er sprach aber zu einem anderen: Folge mir nach! Der aber sprach: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Jesus aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes.

Mir wurde dabei deutlich, dass es nicht so sehr um die materiellen Dinge ging oder darum, dass er diesem einen Menschen verbieten wollte seinen Vater zu begraben.

Sondern es geht um die innere Einstellung.

Was steht für mich an erster Stelle (V.60.61)? Bin ich bereit alles für Jesus herzugeben?

Suche ich doch lieber Bequemlichkeit und Ruhe (V.58.59)?

Eine Frage stellt Jesus auch uns zu Beginn einmal und dann jeden Tag aufs Neue:

„Bist du bereit dich für mich zu verschwenden?“

Auf einem Kalender habe ich einmal folgenden Spruch gelesen:

„Das einzige was wir wirklich besitzen ist unser Leben. Deswegen ist es auch das Einzige was wir Jesus wirklich geben können.“

Das ist eine Herausforderung der sich jeder Christ jeden Tag neu stellen muss.

Bin ich bereit Jesus wirklich vollkommen zu vertrauen?

Vertraue ich darauf, dass er mir nicht überfordert und mir die Kraft gibt die einzelnen Situationen in meinem Alltag zu bestehen?

Habe ich die Bereitschaft mich diesen Aufgaben zu stellen oder ziehe ich mich zurück?

Nehme ich mir diese Auszeiten vielleicht auch am Arbeitsplatz oder in der Schule?

„Nein, heute habe ich mal keine Lust mit meinem Kollegen oder Klassenkamerad über Jesus zu reden.“

„Die Diskussionen mit dem sind immer so anstrengend!“

Misstraue ich Jesus, dass er zuviel oder etwas von mir verlangen könnte was über meine Kraft geht?

Sich für Jesus zu verschwenden heißt doch nicht sich von Jesus verbrauchen, oder vielleicht wie man in Baden etwas deutlicher sagen würde, sich „verheizen“ zu lassen!

Jesus wird uns immer wieder die Ruhepausen geben die wir brauchen.

Er selbst hat in seinem Leben auf der Erde immer wieder Ruhepausen in Gemeinschaft mit seinem Vater gesucht.

Auch Jesus war nicht ständig am „arbeiten“.

Außerdem ist es nicht unsere Kraft aus der wir leben, sondern Gottes Kraft.

Und es gelten die Verheißungen aus 2.Korinther 12,9 und Matthäus 28,20:

[…]Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.[…]

[…]Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

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