und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.
Apostelgechichte 9,19
Zugegeben, dieser Vers ist total aus dem Zusammenhang gerissen, doch er verdeutlicht sehr gut ein geistliches Prinzip, um das es heute gehen soll: „Speisen“.
Dieses Prinzip ist mir in den letzten Tagen total wichtig geworden und es baut auf folgender Aussage Jesu auf:
Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.
Johannes 6,35
Um was geht es dabei?
Ich habe in der letzten Zeit sehr häufig über die Bedürfnisse des Menschen und deren Ursachen geschrieben, deswegen möchte ich das heute nicht mehr tun bzw. nur in sehr verkürzter Form.
Der Mensch verspürt einen Hunger nach innerem Frieden. Aus diesem Grund sucht er sich etwas, dass diesen Frieden verspricht.
Pornographie und Selbstbefriedigung sind dafür ein sehr gutes Beispiel. Genauso der Konsum von Alkohol oder Drogen.
Dieser Hunger zieht sich quasi durch unser ganzes Leben und kein Mensch bleibt davon verschont.
Nur die Befriedigung dieses Hungers nach innerer Ruhe äußert sich in verschiedenen Formen.
Pornographie, Drogen usw. versprechen zwar Befriedigung, sind aber eine riesengroße Täuschung!
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hält die Befriedigung nur sehr kurz, so dass man immer wieder darauf zurückgreifen muss und sehr schnell süchtig danach werden kann.
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haben diese Dinge die teuflische Angewohnheit, ihre Opfer nach und nach zu zerstören. Manchmal körperlich, aber immer seelisch! Ja, Pornographie und Selbstbefriedigung haben eine viel größere Auswirkung auf deine Persönlichkeit als du vielleicht bisher geglaubt hast. Ich kann das im Rückblick nur bestätigen.
Sünde zerstört den Menschen und bringt ihm früher oder später den Tod.
Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
Jakobus 1,15
Wie kann ich als Mensch nun diesem „Hunger“ begegnen?
Indem ich auf die Einladung von Jesus in Johannes 6,35 eingehe!
Jesus weiß um unseren Hunger, um unsere innere Unzufriedenheit, und deswegen lädt er uns ein zu ihm zu kommen und bei ihm zu speisen!
Wie funktioniert nun dieses „speisen“?
Die Autoren von „Setting Captives Free“ beschreiben dieses Prinzip folgendermaßen:
“Speisen” ist ein biblisches Prinzip, ohne das es keine Hoffnung auf Freiheit von der Sünde gibt. Speisen ist Bibellesen – aber es ist mehr als das – es ist ein Ausdruck für die geistliche Ernährung unserer Seelen in Jesus Christus. Es bedeutet, dass wir zu Jesu Füssen sitzen, Sein Wort hören und glauben, um Seine Wahrheit in unserem Leben umzusetzen. Es bedeutet, dass wir geistliche Nahrung bekommen und dass wir Freude an Seiner Gnade und Seiner Wahrheit haben. Das können wir tun durch Bibellesen, durch das Hören von Predigten, durch Gemeinschaft mit anderen Christen, durch das absolvieren dieses Kurses, etc. Speisen ist wichtig, weil wenn wir uns bloss von der Sünde abwenden werden wir leer und es besteht die Gefahr, dass wir uns wieder dieser Sünde zuwenden oder in anderen Bereichen Bindung erleben.
Speisen füllt uns und lässt uns mit Gottes Gnade und Wahrheit überfliessen.“
Das ist total wichtig und ich erlebe in der letzten Zeit tatsächlich wie mein „Hunger“ bei Jesus gestillt wird.
Dazu muss ich mich nicht verkrampfen sondern ich habe einfach Gemeinschaft mit Gott und erwarte von ihm das er meinen Hunger stillt.
Wenn ich mich Jesus zuwende, dann wende ich mich gleichzeitig von der Sünde weg. Dann kann ich bei Jesus „speisen“, zu Kräften kommen und mich gesund, d.h. nach Gottes Maßstäben, entwickeln.
Ich möchte dir Mut machen dieses Prinzip doch einfach mal für dein persönliches Leben anzuwenden. Lerne deine „Hunger“ nur von Jesus stillen zu lassen.
Wenn du Fragen oder Anregungen dazu hast, dann kannst du dich gerne an mich wenden bzw. ein Kommentar hinterlassen.
Vielen Dank für diese Zeilen. Momentan beschäftigt mich das Thema sehr, da ich durch die innere Leere getrieben immer wieder zu Gott laufe und nach Erfüllung schreie… bin bisher noch nicht satt geworden. Kann es sein, dass wir manchmal länger Hunger-bzw. Durststrecken durchlaufen müssen um Wurzeln zu schlagen? Hast Du wirklich bei Jesus den Hunger gestillt bekommen bzw. bist die innere Leere losgeworden?
Hallo Rose,
Danke fuer deinen Kommentar.
Mich beschaeftigt dieses Thema auch immer wieder, weil es auch immer wieder ein taeglicher Kampf ist in Gottes Frieden hineinzukommen. Wobei hineinkommen wahrscheinlich eher der falsche Ausdruck ist, da es eher darum geht in Gottes Frieden zu bleiben anstatt sich taeglich hineinzukaempfen.
Ich glaube aber nicht, das Gott uns willentlich laengere Durststrecken durchlaufen laesst, sondern das seine Tuer fuer uns immer und zu jederzeit offen steht, und das sein Frieden fuer uns zu jeder Zeit verfuegbar ist (z.B. 2.Korinther 12, 9 ff., oder eben Johannes 6,35).
Ich bin da immer noch am lernen, und ich habe auch heute natuerlich noch Phasen in denen ich diese innere Leere fuehle. Aber das passiert immer dann wenn ich mich selbst innerlich von Gott entfernt habe indem ich mal wieder in anderen Dingen (geistige) Erfuellung gesucht habe.
Naemlich auch wenn Koerper und Geist getrennt sind glaube das sich unsere geistigen Beduerfnisse meistens durch unsere koerperliche Aktivitaeten auessern. Suende ist also wohl oft ein Ausdrueck unseres geistigen Hungers.
Was mir dabei dann oft hilft ist:
Ich nehme Jesus beim Wort und glaube ihm das er mir jetzt und hier schon seinen Frieden gegeben hat. Oft besteht die eigentliche Anstrengung dann darin mit jeder eigenen Anstrengung aufzuhoeren und einfach innerlich loszulassen. Ich bekenne Jesus meine Schwachheit und Danke ihm dafuer was er ist.
Das ganze soll natuerlich kein weiteres Ritual werden bzw. ist auch keine Anleitung fuer inneren Frieden, das wichtigste ist es wahrscheinlich einfach immer wieder in einer natuerlichen Freundschaftsbeziehung mit Gott zu leben und einfach Ich zu sein und meine Identitaet in Gott zu kennen, ohne irgend etwas erzwingen zu wollen bzw. mich auch irgendwie vor Gott verstellen zu wollen.
Naja, weiss nicht ob dich das irgendwie weiterbringt. Wuerde mich ueber weiteren Erfahrungsaustausch mit dir freuen.