Tag Archive for 'gebet'

Hilfe bei Angst- und Panikattacken

Tatsächlich habe ich es bisher noch nicht geschafft einmal einen Beitrag darüber zu schreiben wie ich im April 2004 überhaupt Christ geworden bin. Dabei wäre das sicherlich auch für andere Menschen hilfreich, da ich in dieser auch sehr unter Angst- bzw. Panikattacken zu leiden hatte.

In diesem Beitrag möchte ich also ein wenig über meine Erfahrungen während dieser Zeit berichten, und wie ich letztendlich durch Glauben an Jesus Christus davon frei geworden bin.

Ich hoffe wirklich, dass mein Erlebnis tatsächlich auch Hilfe für andere Hilfesuchende sein kann.

Ich hatte damals ein traumatisches Erlebnis auf meiner Arbeitsstelle, als ich die Kontrolle über eine bestimmte Situation verlor, die ich dann selbstständig nicht mehr in den Griff bekommen habe. Dieses Erlebnis entwickelte sich dann innerhalb von zwei Wochen zu richtigen Angst- bzw. Panikattacken, die mich dann in einem richtigen Teufelskreis gefangen hielten und aus dem ich nicht mehr frei kam.

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Biblischen Gerhorsam lernen

Kennst du das, wenn du manchmal für etwas bittest, Gott dann umgehend antwortet, du dir dann aber wünschst, du hättest nie darum gebeten? In diesem Fall gilt dann offensichtlich nicht, “ihr empfangt nicht, weil ihr übel bittet.” (Jakobus 4,3)

Natürlich stelle ich diese Frage mit einem Augenzwinkern, und ich möchte dazu auch von einem kleinen Erlebnis berichten:

An meinem Arbeitsplatz war ich diese Woche für die Post zuständig. Das bedeutet, dass ich ausgehende Post einsammeln, frankieren und dann entweder direkt zum Briefkasten oder zur Post bringen muss (letzteres wenn es sich dabei um wichtige Dokumenten per Einschreiben handelt). So auch heute.

Mein Vorgesetzter rief mich schon Mittags an, um mir mitzuteilen das er gerade ein wichtiges Einschreiben fertig mache, dass ich noch heute zur Post bringen sollte.

Um es kurz zu machen: Im Eifer des Gefechts vergaß ich, dass es sich bei dem Brief um ein Einschreiben handelt so das ich es direkt in den Briefkasten geschmissen habe.

Zurück am College war mein Line Manager natürlich stock sauer und forderte mich auf wieder zurück zur Post zu gehen um diesen Brief wieder zu beschaffen.

Auf dem Weg dorthin hatte ich erst einmal die üblichen Gedanken. Hauptsächlich suchte ich nach möglichen Entschuldigungen wieso jeder andere außer mir für meinen Fehler verantwortlich gemacht werden konnte.

Außerdem machte ich Gott Vorwürfe: Wieso lässt du so etwas wieder zu? Ausgerechnet einen Tag vor meinem Urlaub, und so kurz vor Feierabend? Habe ich irgend etwas falsch gemacht? Bestrafst du mich für irgend etwas?

Zum Glück ist der Weg zur Post etwas länger, so dass plötzlich neue Gedanken griffen:

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Hartnäckigkeit?

Zur Zeit versuche ich wohl kräftig mein Leben zu analysieren. Das kommt daher weil ich im Moment so etwas wie “geistlichen Stillstand” empfinde. D.h. ich bin unzufrieden mit der Entwicklung meiner Beziehung mit Gott. Ich will mehr Tiefgang.
Wenn ich nun für alles eine Erklärung finden wollte, dann glaube ich das Gott diesen Stillstand “gewährt” damit ich mir einmal Gedanken über meine Lebensphilosphien machen kann.

Diesmal lautet das Stichwort also “Hartnäckigkeit”.

Gibt man bei bibleserver.com “Hartnäckigkeit” ein erhält man aber nur Verse in denen es um sture Menschen geht, die sich weigerten Gott zu gehorchen.
Die also einen harten Nacken gegenüber Gott behalten wollen.

In gewisser Weise trifft das auch auf meine Situation zu, aber nicht auf das was ich mit “hartnäckig” meine. Dazu gleich mehr.

Meine Verhalten in vielen Situationen ist eben nicht “hartnäckig”, sondern “halbherzig”.
Wenn Dinge bei mir nicht von anfang an flüssig laufen, dann gebe ich sie auch sehr schnell wieder auf. Ich verfolge sie dann nicht “hartnäckig” weiter.
Das Verrückte ist dann, dass meine christliche “Entschuldigung” dafür dann oft ist, dass es dann eben wohl nicht Gottes Wille war. Ein sehr netter Versuch sich aus der Verantwortung zu ziehen!

Wenn Gott nicht sofort für einen reibungslosen Ablauf sorgt, dann will er es wohl nicht.
Das da auch noch andere Mächte mit im Spiel sind, dass kommt mir dabei selten in den Sinn. Und nochmal, dass Leben läuft selten reibungslos.

Mein Verhalten war bisher so, dass ich auf manche Dinge einfach gewartet habe und gehofft habe, dass sie sich irgendwann von alleine lösen bzw. wahr werden.
Das ist wie dasitzen, aus dem Fenster schauen und auf den Weihnachtsmann warten.
Der kommt aber wenn nur einmal im Jahr…
Das Ding ist aber, dass der Fall, dass sich manche Dinge überhaupt nicht lösen bzw. wahr werden, viel häufiger eintritt als das Gegenteil.
Ein gutes Beispiel ist auch das scheinbare Phänomen, wenn Leute, an die man gerade gedacht hat, einen im selben Moment anrufen. Doch ist es nicht viel häufiger der Fall, dass man an einen Menschen denkt und er ruft nicht an? Oder das man nicht an ihn denkt und er auch nicht anruft? Oder das man nicht an ihn denkt und er ruft trotzdem an? Ich denke ihr versteht was ich meine…
Wieviel mehr könnte Realität werden wenn man sich nur hartnäckig dafür einsetzt?

Diese Halbherzigkeit lässt sich scheinbar auf gleich zwei Bereiche anwenden: den geistlichen und den nicht-geistlichen.

Ich will das garnicht erklären sondern an zwei praktischen Beispielen verdeutlichen:
Im geistlichen Bereich habe ich schon längere Zeit das Gefühl, dass ich meine Gemeinde finanziell unterstützen sollte. Bisher habe ich dazu schon einige halbherzige Versuche gestartet, die aber alle im Sand verlaufen sind. Mal hat sich die zuständige Person nicht mehr gemeldet, dann habe ich mich nicht mehr darum gekümmert.
Irgendwann kam ich dann zu dem Schluß, dass es eben nicht Gottes Wille ist (ich entwickle langsam eine Abneigung gegen diesen Satz…)…
Aber das Gefühl blieb…

Auch habe ich schon längere Zeit den Eindruck, dass ich mich in der Gemeinde hier einbringen sollte. Aber auch hier schlugen alle (halbherzigen) Versuche fehl. Mal durch meine Nachlässigkeit, dann wieder wegen anderer Schwierigkeiten…
Wieder der Gedanke, na wenn es sich als so kompliziert herausstellt, dann will Gott das scheinbar nicht…
Hier kann man übrigens “Halbherzigkeit” mit “Hartnäckigkeit” gleichsetzen. Ich handle halbherzig und bin damit im negativen Sinne hartnäckig gegenüber Gott.

Ein Beispiel für den nicht-geistlichen Bereich:

Ich hatte schon längere Zeit den Wunsch mir für meine sportlichen Aktivitäten Kontaktlinsen zuzulegen. Aber auch hier lebte ich nach dem Prinzip, entweder ergibt sich das automatisch, oder Gott will eben nicht das ich Kontaktlinsen trage.
Wenn man das so aufschreibt klingt das total lächerlich. Aber wieviele Unbewusstheiten sind ja tatsächlich lächerlich wenn man sie sich erstmal bewusst gemacht hat?!

Im Gegensatz zum geistlichen Bereich habe ich hier übrigens schon mit Veränderung begonnen.
Ich habe einen Sehtest machen lassen und habe mir Kontaktlinsen bestellt. Auch das ging nicht von jetzt auf nacher, sondern brauchte auch verschiedenen Gründen Zeit und Geduld. Aber ich habe mir vorgenommen “hartnäckig” zu bleiben. Und es funktioniert.

Es geht also darum in bestimmten Situationen hartnäckig zu bleiben, auch wenn sich nicht gleich flüssig ablaufen. Das gilt für das geistliche Leben als auch für den normalen Alltag.
Es geht darum das kindliche Verhalten abzulegen, als die Eltern einem damals noch alle Schwierigkeiten vom Hals gehalten bzw. für einen gelöst haben (wenn man in solch einer glücklichen Situation war).
Gerade in geistlichen Situationen muss ein Christ mit Widerstand rechnen, da der Widersacher nicht schläft und die guten Sachen verhindern will.
Auch müssen wir uns bewußt sein, dass es manchmal auch darum geht, Dinge im Gehorsam zu tun, auch wenn wir innerlich noch nicht wirklich wollen.
Natürlich gibt es auch Dinge, die Gott wirklich nicht will. Aber das werden wir spätestens nach einigen Hartnäckigen Versuchen herausfinden.

Wem in diesem Post die Bibelstellen fehlen, der kann sich ja mal selbst dazu in der Bibel schlau machen. Ich persönlich glaube das diese Haltung der positiven Hartnäckigkeit immer wieder in der ganzen Bibel auftaucht, auch wenn sie nicht explizit erwähnt wird.
Konkrete Beispiele sind für mich Jakob’s Ringen mit Gott (1.Mose 32) und Abraham’s Fürbitte für Sodom (1.Mose 18). Versuche einfach mal deine Bibel unter diesem Aspekt zu lesen.

Ich würde mich auch freuen, wenn du mir deine Erkenntnisse bzw. konkrete Bibelstellen als Kommentar mitteilen würdest.

Ist ein bisschen scheiße gerade…

Hrmpf…die Suche nach einer WG zieht sich doch länger hin als geplant. Ich habe in den letzten Tagen ein paar WGs angeschaut, aber irgendwie war da noch nicht das passende dabei.

Entweder lag die Wohnung etwas zu weit außerhalb (eine Monatskarte für Zone 4 kostet über 150 Pfund), oder die Mitbewohner waren seltsam (zumindest der erste Eindruck), oder das Zimmer war einfach zu klein und zu teuer (wer will schon freiwillig für 400 Pfund im Monat in einer Abstellkammer wohnen?).

Naja, das ganze zerrt schon etwas an den Nerven, da es einfach leichter sein sollte…

Natürlich bin ich mir bewußt das diese Vorstellung einfach etwas an der Realität vorbeigeht.

Ich frage mich dann eben auch warum es so schleppend läuft? Sind meine Ansprüche zu hoch? Soll ich vielleicht doch nicht in eine WG ziehen, sondern doch wieder nur in eine Zimmer?

Auf der einen Seite weiß ich aus Erfahrung das Gott hinter allem steht und rechtzeitig eine neue Wohnung zeigen wird. Und trotzdem kommen da dann immer wieder leise Zweifel auf.

Es hilft einfach ein bisschen drüber zu schreiben.

Aber es tut gut zu wissen das mein Anliegen bei Gott in guten Händen ist.

Freue mich über jedes Gebet!

Du bist nicht der Mittelpunkt der Erde!

Die letzten Tage habe ich mich mal wieder ein bisschen über Jesus geärgert bzw. ich habe mal wieder die obligatorische “Warum”-Frage gestellt.

“Warum gerade ich? Kannst du das nicht ändern, Jesus?”

Kornelius Novak hat einmal gesagt, dass wir Menschen diese Warum-Frage häufig dann stellen, wenn wir in unserem Leben mit etwas nicht zurecht kommen.

Wir merken vielleicht, dass unsere Vorstellung wie Gott sein müsste irgendwie nicht dem entspricht wie Gott tatsächlich ist.

Ich denke das Gott uns gerade in solche Sackgassen laufen lässt wenn er unser Gottesbild korrigieren muss.

Ich bete darum, dass Gott mir Wege zeigt wie ich mein Leben noch mehr nach seinen Maßstäben leben kann und ärgere mich dann wenn tatsächlich Veränderung eintritt.

Vielleicht liegt das daran, dass ich gar nicht so genau weiß was denn überhaupt verändert werden muss…

Jesus hat auch schon zu Johannes dem Täufer gesagt, Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir! (Lukas 7,23), weil dieser auch nicht so ganz kapierte was gerade abgeht.

Um für Gott brauchbar zu sein (wobei “brauchbar” sicherlich auch eine Frage der Definition ist), muss er mich zu allererst von meinem Egoismus befreien.

Jeder einzelne Mensch muss für sich begreifen, dass er nicht der Mittelpunkt der Erde ist.

Das scheint eine sehr schwere Aufgabe zu sein, da wir die Welt ja immer nur aus unserem Blickwinkel sehen und dieser erscheint für uns nun mal als Mittelpunkt.

Aber wir sind nicht der Mittelpunkt der Erde, denn diese dreht sich auch ohne uns weiter, genauso wie das Leben auch.

Das merken wir spätestens dann wenn Krankheit oder Arbeitslosigkeit uns mal aus dem Trott des Alltags rausreißen.

Es geht also nicht um mich.

Wir meinen das zwar immer und leben deshalb auch dementsprechend, aber dass ist nicht das Leben das Jesus sich vorgestellt hat.

Nicht umsonst heißt es in Matthäus 6,33: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Das ist wirklich einer meiner Lieblingsverse!

Die Welt dreht sich nicht nur um dich, deshalb ändere deine Blickrichtung und trachte vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes!

Um deine persönlichen Bedürfnisse wird sich der Herr Jesus schon kümmern.

Wieso bete ich z.B. so intensiv für persönliche Dinge, aber bin zu faul zum Gebetsabend von All Souls zu gehen?

Nur weil ich persönlich keinen Nutzen davon habe?

Ich bin nicht mehr der Mittelpunkt meines Lebens, denn Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20)

Doch wie setze ich Gott als Mittelpunkt meines Lebens?

Indem ich von mir wegschaue und das tue was Gott möchte!

Etwas, dass mir dabei sehr wichtig geworden ist, ist das ausdauernde Gebet für andere!

Wenn ich schon kein großer Redner bin, dann möchte ich wenigstens für meine Freunde und Kollegen beten.

Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,16

Auch wenn ich nicht immer sofort eine Veränderung sehe, so möchte ich trotzdem weiter beten, denn ich glaube das ist Gottes Auftrag an uns alle.

Nicht umsonst haben die Apostel die Gemeinden immer wieder zum Gebet aufgefordert. (Kolosser 4,3; 1. Thess. 5, 17.25)

- Die Apostel haben durch Gebet Tote auferweckt, Kranke gesund gemacht und Dämonen ausgetrieben. (Apg. 9,40; Apg. 28,8)

- Petrus und Paulus haben im Gebet eine Vision von Gott bekommen, wie er sich in einer bestimmten Situation verhalten soll. (Apg. 11,5ff.; 22,17ff.)

- In Epheser 6,18 bittet Paulus darum, dass wir zu jeder Zeit für alle Christen beten.

- Gebet öffnet Türen für Gott, damit seine Gute Nachricht an Orte vordringt wo es bisher noch nicht gehört wurde. (2.Thess. 3,1; Kolosser 4,3)

- Es schenkt den Mut und die Freimütigkeit, die Gute Nachricht weiterzusagen. (Apg. 4,31)

Dies ist sicherlich nur ein Aspekt, wohin mich ein Leben, das Gott als Mittelpunkt hat, führen kann, aber für mich im Moment der wichtigste.

Einen anderen Aspekt aus Matthäus 6,33 möchte ich dann aber in einem weiteren Beitrag behandeln: Gottes Gerechtigkeit und wie das zu einem Leben mit Gott als Mittelpunkt passt.

Geschützt: Kurzes Update

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Seriously? You pray for me?

Ich hatte heute auf der Arbeit ein sehr schönes Erlebnis, von dem ich euch kurz berichten möchte.

Ich bete (fast) jeden Morgen dafür, dass ich auf der Arbeit immer ein Stück von der Liebe Jesus an meine Kollegen weitergeben kann, ihnen helfen kann oder vielleicht sogar direkt von Jesus erzählen kann.

Auch heute Morgen habe ich dafür gebetet und auch für einen Arbeitskollegen, der im Moment starke Probleme mit seinem Magen hat. Ich habe zu Gott gesagt, dass ich Graham gerne sagen würde, dass ich für ihn bete, aber dass ich halt nicht so richtig weiß wie und ob und überhaupt…

Heute auf der Arbeit habe ich ihn dann eher unbewußt auf seinen Magen angesprochen und ob es schon besser geworden ist. Dann kam mir plötzlich in den Sinn: “Hey, das ist jetzt genau die Situation für die du heute Morgen gebetet hast. Jetzt kannst du ihm sagen das du für ihn betest.”

Ich hab mich dann tatsächlich getraut, ihm zu sagen das ich für ihn bete. Er war sichtlich berührt und meinte: “Seriously? You pray for me? (Jetzt ernsthaft? Du betet für mich?)”

Das war total schön, dass ihn das so berührt hat und er nicht irgendwie ablehnend reagiert hat. Lustigerweise stand in dem Moment auch noch einer meiner Chefs in der Nähe und meinte: “And to which God do you pray (Zu welchem Gott betest du denn?)”

Ich konnte ihm dann noch sagen das ich zum Gott der Bibel bete.

Jetzt bin ich mal gespannt wie sich das ganze noch entwickelt.

Ihr könnt gerne mit für Graham’s Magen beten!

Gebetserhörung Teil 3

Heute möchte ich wieder von einem kurzen Erlebnis von heute morgen erzählen.

Meine Ausbildung ist ja seit dem 23.06.08 beendet und seit dem bin ich nun eben für einen Monat arbeitslos gemeldet. Die Prüfungen sind soweit vorbei, nur am 17.07.08 habe ich noch eine freiwillige Zusatzqualifikation bei der IHK in Karlsruhe, die allerdings 75,- € kostet. Da das mit dem Geld beim Arbeitsamt ja immer ein bisschen länger dauert, hab ich mir schon überlegt wie ich diese Prüfung überhaupt bezahlen soll und ob ich da überhaupt noch hingehen soll (ich bin nämlich diesen Monat mal wieder etwas knapp bei Kasse, da ich kein Gehalt mehr bekomme).

Wie das eben so ist, habe ich über diese Sache auch mal gebetet. Und heute morgen war ich dann beim Arbeitsamt um die noch fehlenden Formulare abzugeben und dann sagte man mir, dass ich die 6 Tage Arbeitslosigkeit im Juni ja auch berechnet bekomme und diese gleich morgen überwiesen werden (das Geld für Juli kommt erst Ende Juli). Das ist ja eigentlich logisch, aber ich hatte nicht damit gerechnet. Das sind dann also 6 x 13,- € und tataaa, das sind wieviel? Genau, 78,- €! Mit diesen zusätzlichen 78,- € werde ich die Prüfung tatsächlich bezahlen können. Und ist mal wieder typisch, dass Gott nicht nur genau die 75,- € gibt, sondern auch ein bisschen was drüber.

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Gott mich gerade in finanziellen Angelegenheiten versorgt und seine Hilfe immer zu rechten Zeit kommt. Eigentlich muss ich mich sogar schämen, dass ich doch immer wieder daran zweifle.

Und woher kommt diese Hilfe? Wegen meiner Frömmigkeit oder wegen dem was ich leiste? Nein,  ganz bestimmt nicht! Das ist allein Gottes Gnade. Er sorgt für uns weil er uns liebt! Nicht weil wir es verdient hätten, sondern weil er es so will.

Der Herr wird für euch kämpfen

So, 4/6 meiner Klausuren sind rum und ich muss sagen das es bisher den Umständen entsprechend sehr gut gelaufen ist! Ich erwarte jetzt keine 1er, aber ich hoffe doch mal das jede Klausur zumindest besser als 2,5 ist. Damit wäre ich schon zufrieden.

Ich hatte gestern während der letzten Klausur ein schönes Erlebnis, dass ich hier noch kurz posten möchte:

Wir saßen im Klassenzimmer und hatten gerade die Klausur zu GH II (Ganzheitliche Aufgabe – ein Mix aus BWL, Software-Entwicklung-Anwendung und Informations-Telekommunikations-Systeme bekommen) bekommen. Ok, ich schau mir also die 1. Aufgabe an. Hmm, kann ich jetzt auf Anhieb nicht lösen, also zur 2. Aufgabe. Hmmm, kann ich jetzt auch nicht direkt lösen, also zur 3. Hmmm, scheiße, die krieg ich ja auch nicht so locker flockig hin. Leichte Panik steigt in mir hoch. Scheiße, was mach ich jetzt? Was, wenn ich eine leere Klausur abgebe und dann durchfliege? Dann hab ich erstmal gebetet das Jesus mich ruhig machen und mir helfen soll. Das war dann echt krass, dank Jesus hab ich am Ende doch noch alle Aufgaben bearbeiten und abgeben können! Ich glaube ich habe zum ersten Mal in meinem Leben unter Zeitdruck ein Struktogramm hinbekommen. Vielleicht muss man dazu noch wissen, dass ich vor ca. 4 Jahren nach einem traumatischen Erlebnis über längere Zeit mit Panikattacken zu kämpfen hatte bevor Jesus in mein Leben gekommen ist. Es war einfach ein tolle Erfahrung gestern, dass ich mit Jesus doch noch die Aufgaben bearbeiten konnte und die Panik mich nicht gelähmt hat!

Der HERR wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein. 2.Mose 14,14

Ansonsten geniesse ich heute den wunderschönen Tag und freue mich darauf wenn morgen um 12.30 Uhr die schriftlichen Prüfungen vorbei sind.