Eine Begebenheit heute Morgen hat mir eine bestimmte Sache sehr verdeutlicht:
Meine Vermieterin scheint mir seit unserer letzten (ungluecklichen) Begegnung auf der Treppe immer noch sauer zu sein. Sie war heute Morgen damit beschaeftigt einige groessere Moebelstuecke von einem Zimmer in ein anderes zu schleppen.
Ich sass derweil in meinem Zimmer und hoerte sie unten unter ihrer Last heftig schnaufen.
Die Moebelstuecke waren tatsaechlich sehr gross und schwer.
Also ging ich runter und fragte: “Kann ich dir irgendwie helfen?”
Ihre pampige Antwort war: “Nein! Du kannst mir dabei helfen wenn du nicht im Weg rumstehst!”
Ich muss sagen das mich diese Antwort im ersten Moment sehr verletzt hat.
Irgendwie kam mir dann der Gedanke, dass Gott sich genauso fuehlen muss wenn die Menschen ihn ablehnen und seine Hilfe ausschlagen.
Wir sind zu stolz fremde Hilfe anzunehmen und schleppen unsere Aengste und Probleme (unsere Lasten) lieber weiter auf unserem Ruecken herum bis wir unter ihnen zusammenbrechen.
Gott hat es nicht noetig uns seine Hilfe anzubieten, aber er tut es trotzdem – weil er uns so unendlich liebt!
Er will uns unsere Lasten abnehmen, uns beim tragen helfen – weil er uns so unendlich liebt!
Wie sehr muss ihm das in der Seele schmerzen, wenn wir Menschen seine Hilfe ausschlagen und ihm sogar noch feindlich gesinnt gegenüber stehen?
Wahrscheinlich fraegt Gott schon deshalb etwas wehmütig im Alten Testament in Jesaja 6, 10:
Verhärte das Herz dieses Volkes, verstopf ihm die Ohren, verkleb ihm die Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört, damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und sich nicht bekehrt und nicht geheilt wird.
Oder Jesu Ausruf im Neuen Testament, in Matthaeus 23, Vers 37, der auch fuer uns heute noch gilt:
Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.
Wann werden wir umkehren und die Hilfe annehmen vom “Hüter unserer Seele”?
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht. Matthaeus 11,28-30
Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. 1.Petrus 2,25
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