Tag Archive for 'Kirche'

Meine Identität als Mann in der Kirche

Anfang des Jahres habe ich einen Artikel über das Thema meine Identität in Gott, und was das alles mit unserem Selbstbild zu tun hat, geschrieben.

Seitdem ist es sehr ruhig geworden auf meinem Blog, aber dieses Thema hat mich weiterhin sehr beschäftigt.

Ich stelle mir immer wieder die Frage, welche Motivationen bzw. Überzeugungen eigentlich mein tägliches Handeln bestimmen.

Eine für mich wichtige Frage in letzter Zeit ist dabei auch, wie man als Mann auch in der Kirche überleben kann, ohne seine Männlichkeit beschneiden zu müssen.

Ich habe nun über 6 Jahre in verschiedenen Gemeinden vebracht, und meine grundsätzlichen Beobachtungen zeigen oft die gleichen Verhaltensmuster bei christlichen Singles: Schüchternheit, Verkrampftheit, Unsicherheit.

Mir scheint als ob in vielen Kirchen gerade im Bereich des Sexuellen (damit meine ich die Beziehung zwischen Mann und Frau erst einmal ganz allgemein) unbewusst vermittelt wird:

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Christliche Gedanken: Hirtendienst in der Gemeinde

Ich habe heute ein sehr eindrückliches Bild für unsere Junge Erwachsenen – Arbeit Linie 7 bekommen.

Beim Lesen von Johannes 10, wo Jesus von sich selbst als dem guten Hirten spricht, bin ich auf Hesekiel 34 gestoßen, was nach Meinung mancher Ausleger der Hintergrund von Johannes 10 ist.

Man soll ja immer vorsichtig sein, Stellen aus dem Alten Testament, die ja ursprünglich und ausschließlich an das Volk Israel gerichtet waren, auf Heute zu beziehen. Das will ich auch gar nicht machen, aber bestimmte Verhaltensweisen des Menschen verändern sich nie.

In Hesekiel 34 weissagt Gott gegen die untreuen Hüter des Volkes Israels, also die damaligen Führungspersonen wie z.B. Könige, Priester und Propheten.

Er verurteilt sie dafür, dass sie „sich selbst weiden“ (V.2), d.h. nur nach persönlicher Bereicherung trachten (ob jetzt materiell oder geistlich) und sich nicht um die ihnen anvertrauten Menschen kümmern.

Ganz konkret wird es dann ab Vers 4:

Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Strenge und Härte herrscht ihr über sie!

Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren, und sind allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden und haben sich zerstreut.

Auf allen Bergen und hohen Hügeln irren meine Schafe umher, und über das ganze Land sind meine Schafe zerstreut; und niemand ist da, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Wenn ich auf unsere Arbeit bei Linie 7 schaue, dann weiß ich, dass viele „unserer“ Schafe sich auch zerstreut haben, und dass niemand da ist, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.

Mir fällt da auf Anhieb eine Reihe von Namen ein.

Und ich muss mich fragen, auf was ich selbst in den letzten Monaten meine Prioritäten gelegt habe?

Habe ich auf die Stimme des Feindes gehört, als er mir ins Ohr geflüstert hat: „Schone dich selbst!“?

Wo brauche ich wieder mehr Bereitschaft zum Dienen und ein offenes Auge und Ohr für meine Schafe? Für die, die schwach sind, die verwundet sind, die verscheucht oder verloren sind?

In Johannes 10 spricht Jesus selbst von sich als dem guten Hirten, der vor seinen Schafen hergeht, der sie vor der ewigen Verdammnis rettet und ihnen das Leben im Überfluss geben will.

Und in Verbindung mit Johannes 15, 4.5 liegt dann der Schlüssel für jesusmäßigen Hirtendienst:

Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Jesus will durch uns der gute Hirte für seine Schafe sein.

Es ist meine Verantwortung nah an ihm und seinem Wort zu bleiben und mein Herz und meine Gedanken reinzuhalten, damit ich seine Stimme hören kann.