Tag Archive for 'Leben'

Was Leben und Glauben für mich bedeutet I

Hier einmal unreflektiert meine freien Gedanken zu was der christliche Glaube für mich bedeutet:

Der Glaube an den Gott der Bibel bedeutet für mich nicht unbedingt das das Leben einfacher und ohne Probleme sein soll. Ich fühle aber das ich lerne besser mit den Schwierigkeiten des Alltags umzugehen, da ich lerne die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Gemeinschaft mit einem persönlichen Gott und der innere Dialog mit ihm hilft mir dabei mein volles Potential zu entdecken. Es ist eine Art innerliches Gesund zu werden. Mich zu dem zu entwickeln zu dem ich schon immer bestimmt war. Mich selbst wieder entdecken. Und letztendlich hat mein Leben ein Ziel. Einen Sinn. Die Bibel zeigt mir eine Anleitung wie das Leben an sich und das Leben mit Gott gedacht waren.

To be continued…

Gedicht: Like a butterfly

Zur Abwechlung mal ein Beitrag in Englisch:

Dieses Gedicht ist mir heute quasi beim Trainieren im Fitness Studio gekommen.

Keine Ahnung, der Gedanke war einfach da: You are like a beautiful butterfly, trapped in a cocoon, but ready to break free.

I feel like a beautiful butterfly trapped in a cocoon, ready to break free.

I am a child of God, and what I will be has not yet been made known. But I know that when he appears, I shall be like him, for I shall see him as he is.

I had to realise that my self-imposed struggles for freedom are ultimately for nothing, that they are only confused ideas which one day will burst like bubbles.

But sometimes I can catch a glimpse of the incomparable beauty God laid inside me.

Only God can set me free – to become what I already am.

Die deutsche Übersetzung folgt dann demnächst.

Zum Nachdenken – Identität

Was wäre, wenn du eines Tages aufwachen würdest und vergessen hättest wer du, aus welchen Gründen auch immer, glaubtest zu sein, und stattdessen versuchst der zu sein, der du wirklich bist?

Du bist nicht der Mittelpunkt der Erde!

Die letzten Tage habe ich mich mal wieder ein bisschen über Jesus geärgert bzw. ich habe mal wieder die obligatorische “Warum”-Frage gestellt.

“Warum gerade ich? Kannst du das nicht ändern, Jesus?”

Kornelius Novak hat einmal gesagt, dass wir Menschen diese Warum-Frage häufig dann stellen, wenn wir in unserem Leben mit etwas nicht zurecht kommen.

Wir merken vielleicht, dass unsere Vorstellung wie Gott sein müsste irgendwie nicht dem entspricht wie Gott tatsächlich ist.

Ich denke das Gott uns gerade in solche Sackgassen laufen lässt wenn er unser Gottesbild korrigieren muss.

Ich bete darum, dass Gott mir Wege zeigt wie ich mein Leben noch mehr nach seinen Maßstäben leben kann und ärgere mich dann wenn tatsächlich Veränderung eintritt.

Vielleicht liegt das daran, dass ich gar nicht so genau weiß was denn überhaupt verändert werden muss…

Jesus hat auch schon zu Johannes dem Täufer gesagt, Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir! (Lukas 7,23), weil dieser auch nicht so ganz kapierte was gerade abgeht.

Um für Gott brauchbar zu sein (wobei “brauchbar” sicherlich auch eine Frage der Definition ist), muss er mich zu allererst von meinem Egoismus befreien.

Jeder einzelne Mensch muss für sich begreifen, dass er nicht der Mittelpunkt der Erde ist.

Das scheint eine sehr schwere Aufgabe zu sein, da wir die Welt ja immer nur aus unserem Blickwinkel sehen und dieser erscheint für uns nun mal als Mittelpunkt.

Aber wir sind nicht der Mittelpunkt der Erde, denn diese dreht sich auch ohne uns weiter, genauso wie das Leben auch.

Das merken wir spätestens dann wenn Krankheit oder Arbeitslosigkeit uns mal aus dem Trott des Alltags rausreißen.

Es geht also nicht um mich.

Wir meinen das zwar immer und leben deshalb auch dementsprechend, aber dass ist nicht das Leben das Jesus sich vorgestellt hat.

Nicht umsonst heißt es in Matthäus 6,33: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

Das ist wirklich einer meiner Lieblingsverse!

Die Welt dreht sich nicht nur um dich, deshalb ändere deine Blickrichtung und trachte vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes!

Um deine persönlichen Bedürfnisse wird sich der Herr Jesus schon kümmern.

Wieso bete ich z.B. so intensiv für persönliche Dinge, aber bin zu faul zum Gebetsabend von All Souls zu gehen?

Nur weil ich persönlich keinen Nutzen davon habe?

Ich bin nicht mehr der Mittelpunkt meines Lebens, denn Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20)

Doch wie setze ich Gott als Mittelpunkt meines Lebens?

Indem ich von mir wegschaue und das tue was Gott möchte!

Etwas, dass mir dabei sehr wichtig geworden ist, ist das ausdauernde Gebet für andere!

Wenn ich schon kein großer Redner bin, dann möchte ich wenigstens für meine Freunde und Kollegen beten.

Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Jakobus 5,16

Auch wenn ich nicht immer sofort eine Veränderung sehe, so möchte ich trotzdem weiter beten, denn ich glaube das ist Gottes Auftrag an uns alle.

Nicht umsonst haben die Apostel die Gemeinden immer wieder zum Gebet aufgefordert. (Kolosser 4,3; 1. Thess. 5, 17.25)

- Die Apostel haben durch Gebet Tote auferweckt, Kranke gesund gemacht und Dämonen ausgetrieben. (Apg. 9,40; Apg. 28,8)

- Petrus und Paulus haben im Gebet eine Vision von Gott bekommen, wie er sich in einer bestimmten Situation verhalten soll. (Apg. 11,5ff.; 22,17ff.)

- In Epheser 6,18 bittet Paulus darum, dass wir zu jeder Zeit für alle Christen beten.

- Gebet öffnet Türen für Gott, damit seine Gute Nachricht an Orte vordringt wo es bisher noch nicht gehört wurde. (2.Thess. 3,1; Kolosser 4,3)

- Es schenkt den Mut und die Freimütigkeit, die Gute Nachricht weiterzusagen. (Apg. 4,31)

Dies ist sicherlich nur ein Aspekt, wohin mich ein Leben, das Gott als Mittelpunkt hat, führen kann, aber für mich im Moment der wichtigste.

Einen anderen Aspekt aus Matthäus 6,33 möchte ich dann aber in einem weiteren Beitrag behandeln: Gottes Gerechtigkeit und wie das zu einem Leben mit Gott als Mittelpunkt passt.

Christsein: Erfülltes Leben haben

 

Ich habe in den letzten Tagen von meiner Mum ein Hörbuch von Hans-Arved Willberg zugeschickt bekommen.

Der Titel des Buches ist: Kleine Laster – Alltagssüchte – Wie wir sie erkennen und bewältigen

Das Buch begeistert mich sehr, da es genau das Thema behandelt, das mich schon längere Zeit auch auf diesem Blog beschäftigt.

Wo und wie finde ich Zufriedenheit? Was sind sinnvolle Tätigkeiten und was nicht?

Hans-Arved Willberg gibt darauf meiner Meinung nach ein paar sehr gute Antworten.

Wer noch kein passendes Weihnachtsgeschenk hat, kann sich das Buch u.a. bei Amazon bestellen.

Ich denke dieses Buch hat erstmal keine bestimmten Zielgruppen, da doch jeder Mensch tief im Inneren die Sehnsucht nach Zufriedenheit und Sinnerfüllung hat, egal ob Atheist, Buddhist oder was auch immer.

Willberg schreibt in den ersten Kapiteln darüber wie der Mensch in einer Gesellschaft des Überflusses dem Überdruss zu entgehen versucht.

Wir versuchen unsere Zeit mit Sinn zu füllen, und wenn uns das nicht gelingt dann vertreiben wir sie. Manchmal schlagen wir sie auch einfach nur tot.

Die Dinge mit denen wir unsere Zeit füllen sind jedoch meist nur Ersatzerlebnisse, welche an den Platz des wirklichen Lebens gerückt sind.

Solche Ersatzerlebnisse sind stundenlanges Surfen im Internet, übermäßiger Fernsehkonsum, Sauf- und Fressgelage usw.

Interessanterweise speisen wir unser Bedürfnis nach Wellness mit Dingen ab für die wir keine Mühen aufbringen müssen.

 

Aber gerade die bringen keine Entspannung!

Wir suchen den bequemen Weg zum sofortigen Genuss.

 

Über kurz oder lang erleben wir so aber nur Überdruss.

Es ist echt erstaunlich, dass wir viele Stunden unseres kostbaren Lebens damit verbringen uns nur irgendwie die Zeit zu vertreiben.

Dabei ist Zeit ein wunderbares Geschenk.

Wir verschwenden unsere Zeit damit nach dem „wahren” Leben zu suchen und nehmen das Leben dabei nicht so an wie es wirklich ist.

 

Wir suchen nach Leben aber nicht weil es uns fehlt, sondern weil wir es so wie wir es serviert bekommen für unakzeptabel halten.

 

Oder weil das was uns als das Leben angeboten wurde tatsächlich nicht das Leben wahr.

 

Menschen die das Leben suchen und doch nicht finden leben nicht in der Gegenwart.

Stets meinen wir, dass unsere augenblickliche Situation bestenfalls nur Not- oder Zwischenlösung sei, und dass das Eigentliche noch kommen müsse.

Schlimmstenfalls aber haben wir schon resigniert und unsere Träume nach sinnerfülltem Leben schon begraben.

Diese Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit lässt Süchte und Süchteleien entstehen, da wir diese ja irgendwie kompensieren müssen.

Entweder um die Erfüllung unseres Traums von Erfüllung vorwegzunehmen, oder um unsere Enttäuschung über die Sinnlosigkeit nicht betrauern zu müssen.

Doch wer nicht in der Gegenwart lebt, der ist nicht frei.

 

Der Beweggrund für dieses Verhalten ist die Sehnsucht nach Erfüllung, denn in jeder Sehnsucht kommt ja ein Defizit zum Ausdruck.

Dieses Buch hat mich so angesprochen, da ich mich in den ersten Kapiteln überall wieder finde.

Ich kenne alle meine Versuche schnelle Befriedigung zu erlangen. Und ich weiß auch wie ich danach meistens frustrierter bin als vorher.

Und es sind tatsächlich immer die Dinge die wir ohne großen eigenen Aufwand bekommen können.

Den Fernseher oder Laptop muss ich nur einschalten, die DVD nur einlegen oder die Webadresse nur eingeben.

Die Bierdose nur aus dem Kühlschrank holen und mit einem Druck öffnen.

Aber all das verschafft mir keine dauerhafte, meistens nicht mal kurzfristige Befriedigung, und man fragt sich schon mittendrin ob das wirklich Sinn macht?

Willberg schreibt, dass es einen Zustand gibt den Forscher „Flow” nennen.

In diesem Zustand sind wir so sehr von einer Tätigkeit ergriffen, dass wir uns selbst mit unseren Sorgen, und manchmal auch unsere Umwelt, kaum noch wahrnehmen.

Der moderne Mensch investiert z.B. 4-mal so viel Zeit in Fernsehen als in seine Hobbys, obwohl daraus nicht halb so viel Wohlbefinden entsteht.

So stellt sich kein „Flow” ein.

„Flow” ist in den meisten Fällen eine Folge von Disziplin.

Bevor eine „flow-erzeugende” Tätigkeit aber Spaß macht, verlangt sie eine anfängliche Investition an Aufmerksamkeit.

Am befriedigsten erleben Erwachsene eine Tätigkeit, wenn sie sie hoch konzentriert verrichten, diese fordernd, dabei aber nicht überfordern ist, und sie für dafür längere Zeit üben mussten.

„Flow” stellt sich nicht durch passive Zerstreuung und Betäubung ein. Die völlig passive Konsumhaltung bewirkt sogar das genaue Gegenteil.

Das ist wie beim Erhitzen von Wasser. Das Wasser muss erst warm werden bis ein völlig neuer Aggregatzustand eintritt.

Ähnliches geschieht beim „Flow-Erlebnis”.

Wir sind warm geworden, wir sind auf Touren gekommen und plötzlich läuft es. Zuerst war es mühsam sich zu konzentrieren und Disziplin war notwendig, aber plötzlich geht es wie von selbst.

In diesem Zustand denken wir nicht unbedingt darüber nach ob wir glücklich sind, aber wir fühlen kein Unwohlsein mehr. Und die Frage ob das Sinn macht stellt sich auch nicht mehr.

Und was ist das anderes als Glück?

Ich erlebe das z.B. dann wenn ich meine Ausarbeitung schreiben muss. Es kostet erst einmal Überwindung damit anzufangen. Dann kostest es Disziplin und Konzentration beim Thema zu bleiben und die Sachen sorgfältig zu machen. Oft ertappe ich mich nämlich dann dabei, dass ich in Gedanken schon wieder bei anderen Dingen bin die mir vermeintlich mehr Freude (Entspannung / Zufriedenheit) bereiten.

Wenn ich aber an der Ausarbeitung dran bleibe, wenn ich diese eben als gegebene Realität annehme, wenn ich mich ihr also stelle, dann komme ich irgendwann in diesen “Flow” und kann über mehrere Stunden an der Ausarbeitung arbeiten.

Wer behauptet eigentlich das DVD schauen und Bier trinken mehr Befriedigung verschafft als z.B. konzentriert eine Ausarbeitung zu schreiben?

Ich bin so dankbar dafür, dass Gott mir dafür die Augen geöffnet hat und mich mit meinen Ersatzbefriedigungen immer wieder gegen die Wand fahren lässt.

Unser Denken ist so voll von Lügen und Halbwahrheiten, die wir in den meisten Fällen unbewusst glauben, dass es wohl einige Zeit braucht diese zu erkennen und dann auch abzulegen.

Es gibt hier zu zwei Bomben-Aussagen von Jesus zu diesem Thema:

und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Johannes 8,32

 

Jesus will unsere tiefe und starke Sehnsucht stillen!

 

ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.

Johannes 10,10

Eine andere Frage ist natürlich, wie definiert man sinnvolle und weniger sinnvolle Tätigkeiten? Wo lohnt es sich dran zu bleiben und wo nicht?

Das muss jeder denke ich für sich selbst entscheiden.

Christliche Andachten: Werdet voll Geistes! II

Heute möchte ich zu meinem letzten Eintrag noch etwas hinzufügen.

Wenn man den letzten Post liest könnte der Eindruck einstehen, dass dieses Prinzip des „Werdet voll Geistes” immer nur dann angewendet werden muss wenn wir gerade voll mit unseren Bedürfnissen zu kämpfen haben.

In Epheser 4-6 geht es ja auch nicht nur um unseren Kampf gegen Sünde sondern den generellen Lebenswandel in unserem neuen Leben als Christen.

Wenn ich „voll Geistes” bin, dann fällt es mir automatisch auch leichter nach den Anweisungen Gottes zu leben, weil ich Jesus ständig vor Augen habe.

Ich entdecke mehr und mehr, dass nur ein Leben in der Nähe Gottes so richtig Sinn macht und befriedigend ist!

Das alles scheint sich mehr und mehr in meinem Leben zu verfestigen je mehr ich in die Wahrheit hineinkomme.

Zu Beginn meines Christseins (und natürlich auch davor) war mein Leben voller Lebenslügen, die mir bis dahin nicht einmal bewusst waren.

Ich versprach mir davon Befriedigung oder meinte wenn ich das erst einmal erreicht habe, dann wird alles gut.

Je mehr ich aber mit Jesus lebe und je mehr ich mich mit ihm beschäftige, desto mehr wird mir bewusst wie leer das alles doch ist.

Der Fußball gibt mir nicht das was ich brauche. DVDS oder Bücher können meinen seelischen Hunger auf Dauer auch nicht befriedigen. Alkohol, Essen, Pornographie usw., dass bringt es einfach nicht.

Es ist Jesus – Jesus allein!

Wenn ich seine Nähe suche und über ihn nachdenke, dann gelingt auch mein Alltag.

Mit „Gelingen” meine ich nicht, dass plötzlich alles um mich herum wie am Schnürchen funktioniert.

Meine 2500 Wörter – Ausarbeitung schreibt sich deswegen nämlich auch nicht von allein.

Aber mein innerer Zustand verändert sich und ich kann mit den Gegebenheiten des Alltags besser (disziplinierter) umgehen.

Ich brauche mich dann nicht ständig mit etwas Neuem beschäftigen, weil mir die Ausarbeitung jetzt vielleicht nicht die Befriedigung verschafft die ich jetzt gerne hätte.

Aber der Heilige Geist befriedigt meine Seele und deswegen kann ich auch mal 2 Stunden dasitzen und einfach das machen was gemacht werden muss.

[...]die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

Epheser 1,23

Ein Auf und Ab

Ich glaube dieses Wochenende ist es wert einen Platz in meinem Blog erwähnt zu werden.

Am Freitag ist ein Freund aus Bremen hier in London angekommen. Er wird für ca. 6 Monate hier in London ein Auslandssemester absolvieren. Da er erst am Samstag in sein eigentliches Zimmer konnte, konnte er nach Rücksprache mit meiner Vermieterin hier im Haus schlafen. Wir sind dann Samstag relativ früh los, da wir geplant hatten das ich ihm zuerst ein bisschen die City zeige und wir danach in einer deutschen Kneipe Bayern vs. Bremen schauen wollten. Was wir bis dahin noch nicht ahnen konnten, König Fussball sollte uns an diesem Wochenende noch öfters in die Quere kommen…(zumindest mir).

Bevor wir in die Stadt gefahren sind, hatten wir noch das Gepäck von meinem Bekannten bei mir im College abgegeben, da dort ausnahmsweise am Wochenende Unterricht war. Das College hatte bis 17 Uhr offen und wir wollten pünktlich zurück sein.

In der Stadt sind wir dann auch noch in den H&M gegangen, da ich dringend mal ein paar neue Hosen brauchte. Ich bin dann auch tatsächlich fündig geworden. Beim Bezahlen kam es mir aber dann so vor, als ob die Kassierin ein Kleidungsstück zu wenig eingescannt hatte. Und tatsächlich, sie hatte nur 3 von 4 Klamotten abgerechnet.

Das ist dann geil, weil dann überlegst du erstmal, was soll ich jetzt machen? Es würde ja niemand merken, dass ich quasi einen Pullover umsonst bekommen habe. Wirklich niemand? Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass Gott in meinem Leben nur voll zur Wirkung kommen kann, wenn ich versuche bewusste Sünden ganz klar zu vermeiden. Und so war die Entscheidung eigentlich klar und ich bin dann noch einmal zurück zur Kassiererin und hab ihr erklärt das sie mir ein Kleidungsstück zuwenig abgerechnet hat. Das erlebt man dort bestimmt auch nicht alle Tage…

Und auch wenn ich der Kassierin jetzt nicht direkt gesagt habe, dass ich das ganze mache weil ich an Gott glaube und so, weiß ich doch das ich mit meinem Gewissen Gott verpflichtet bin und ihm treu sein will, da er genauso treu zu mir ist.

Nach meinem Einkauf sind wir dann direkt ins Pub um Bundesliga zu schauen. Sehr zur Freude meines Bekannten durften wir dann auch den 5:2 Sieg von Werder Bremen über die Bayern bejubeln.

Danach dann also zurück zum College. Als wir um 16:55 Uhr dort ankamen, mussten wir leider feststellen das die Leute heute überpünktlich Schluss gemacht hatten und Philips Gepäck im College eingeschlossen hatten. Geil, was nu? Nach gemeinsamen Gebet und ein paar erfolglosen Telefonaten waren wir leider auch kein Stück weiter. Da das College aber auch am Sonntag offen haben sollte, beschlossen wir das Philip einfach Sonntag früh sein Gepäck holen sollte und wir uns für heute auf den Heimweg machen würden, jeder in sein Zimmer.

Würde ich jetzt sagen das unser Gebet umsonst war, da wir ja offensichtlich nicht sofort an sein Gepäck gekommen sind? Nein, denn Gott leitet uns eben nicht immer von schwierigen in bessere Umstände, sondern er bringt uns dazu das wir lernen mit diesen Umständen umzugehen. Und das Gebet hat uns einfach Frieden über diese Situation gegeben, so dass wir in Ruhe nach Hause gehen konnten (Philip hat sein Gepäck heute auch ohne Probleme bekommen).

Heute dann, also Sonntag, wollte ich Nachmittags wieder ins Pub gehen, da heute das große Derby zwischen dem VfB Stuttgart und meinem KSC stattfinden sollte. Morgens wollte ich aber noch in den Gottesdienst. Da es danach heute ausnahmsweise keinen Kaffee gab, beschloss ich ganz schnell wieder zu verschwinden um nachhause zu fahren, schnell was zu essen, um dann pünktlich um 16 Uhr im Pub zu sein.

Lustig war, dass ich mir schon auf dem Heimweg überlegt hatte nicht ins Pub zu fahren, sondern stattdessen das Spiel im Internet über den Ticker zu verfolgen, weil das sonst alles zu stressig würde. Aber ich hatte mich mit einem weiteren Bekannten dort verabredet und wollte ihn nicht enttäuschen.

Ich hab zu Gott dann gesagt, wenn ich um 15 Uhr mit dem Essen fertig bin, dann geh ich. Ich war dann um 15 Uhr fertig und wollte trotzdem nicht gehen. Ich hab mir aber dann gedacht, wieso treffe ich Abmachungen mit Gott wenn ich sie dann doch nicht halte? Okay, als ab zur Bushaltestelle.

Der Bus kam dann auch relativ pünktlich, nur leider hatte der Busfahrer sich auf halber Strecke mal wieder dazu entschieden, dass hier jetzt Endstation ist und wir alle aussteigen müssen. Das ist etwas was ich hier nicht verstehe, dass die Busfahrer sich manchmal einfach dazu entscheiden nicht mehr weiterzufahren.

Ich war dann entsprechend genervt und gestresst, bin aber trotzdem noch um Punkt 4 im Pub angekommen. Nur leider hatte dort wohl jemand den Schlüssel für den Beamer verlegt, so dass dort heute kein Fußball gezeigt werden sollte. Geil, also raus aus dem Pub, in den Bus und zurück nach Hause.

Dort kam ich dann gerade rechtzeitig an, um das 2:1 des VfB zu erleben. Ausgerechnet mein Lieblingsstürmer Mario Gomez. Dann war klar das wir dieses Spiel 3:1 verlieren werden. Und so war es dann auch.

Und was ist die Moral von der Geschicht? Es gibt einfach Sachen, die sind es nicht wert das man sich so einen Stress deswegen macht. Und man macht ihn sich doch immer wieder. Ich hoffe ich lerne für die Zukunft etwas daraus und hänge mein Herz nicht mehr so an den Fußball.

Wieso lässt Gott denn so etwas zu? Gegenfrage: Wieso machst du dir wegen so etwas Unwichtigem so einen Stress? Gott lässt es zu damit ich lerne, was wichtig ist und was eher unwichtig ist.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes…so gesehen war dieses Wochenende ein auf und ab.

Grahams Magen geht es übrigens schon viel besser! Er hat mir am Freitag gesagt das meine Gebet wohl Wirkung gezeigt haben. Bitte betet weiter dafür das ich mit ihm ins Gespräch über Jesus komme!

Watchman Nee: Leben aus dem Geist

Heute möchte ich nur einen kurzen Ausschnitt aus einem Buch von Watchmann Nee (sitze,wandle,stehe) zitieren. Diese wenigen Sätze haben mich gestern sehr berührt und deswegen möchte ich sie auch an euch weitergeben:

“Sein Leben wirkt in uns im wahrsten Sinne unwillkürlich, das heisst ohne Anstrengung unsererseits. Das Allerwichtigste ist nicht “versuchen”, sondern vertrauen, sich nicht auf eigene Kraft verlassen, sondern auf die Kraft des Herrn.[...]

Wir haben auch unter uns zu viele aktive Christen. Ihr Leben ist nur Scheinchristentum. Sie leben ein “geistliches” Leben, reden eine “geistliche”  Sprache, nehmen ein “geistliches”  Gebahren an,  aber sie fabrizieren all das selbst. Wie sehr sie sich dabei anstrengen müssen, sollte ihnen doch eigentlich zeigen, dass etwas nicht stimmen kann. Sie zwingen sich, Enthaltsamkeit zu üben, dies nicht zu sagen oder jenes nicht zu essen und doch fällt ihnen all das so schwer! Es ist, als wollten wir in einer Fremdsprache reden, die wir nicht beherrschen. So sehr wir uns mühen, es gelingt uns nicht, fliessend zu sprechen; wir müssen um jedes Wort ringen.[...]

Das uns durch den innewohnenden Heiligen Geist vermittelte Leben ist genauso natürlich, denn das ist das Gesetz des Lebens. Sobald uns diese Tatsache klar wird, geben wir das Ringen unseres Scheinchristentums auf.

Nichts schadet dem christlichen Leben so sehr, wie dieses “tun als ob”; nichts hingegen ist so segensreich, wie wenn unsere eigenen Anstrengungen aufhören und unser Gebaren natürlich wird – wenn unsere Worte, unser Gebet, ja unser ganzes Leben, der natürliche, ungezwungene Ausdruck unseres Innenlebens wird.”

Geschützt: Von Sünde

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EM und so

Hm, es fällt mir immer schwer einen neuen Beitrag zu verfassen wenn in meinem Kopf so viele unfertige “Gedankenthemen” herumschwirren.

Es sind einfach mal wieder so viele Dinge, die mich momentan beschäftigen und kaum etwas davon ist richtig ausformuliert. Muss es aber auch nicht.

Das Ende meiner Ausbildung rückt immer näher. In knapp 2 Wochen bin ich dann auch schon fertig. Ab August bin ich dann (wie schon erwähnt) für mindestens ein Jahr in London. Zur Zeit bin ich noch auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft, aber ich möchte in dem Punkt auch darauf vertrauen das der Herr Jesus mir zu rechten Zeit das richtige Zimmer vermitteln wird. Aber ich freue mich schon total auf diesen neuen Lebensabschnitt und ich bin gespannt was mich in diesem Jahr erwarten wird. Mitte Juli möchte ich mit einem meiner Brüder schon einmal für ein paar Tage rüber fliegen um mir die Stadt schon einmal anzuschauen.

Ab morgen beginnt ja die EM in Österreich und der Schweiz, und auch die FeG Ettlingen wird ein paar Spiele live in unserem Gemeindezentrum auf Großleinwand übertragen. Wir möchten mit diesem Angebot vor allem Menschen von außerhalb der Gemeinde einladen und auf Jesus aufmerksam machen.

Das ganze ist mir zur Zeit ein großes Gebetsanliegen, weil ich eigentlich keinen Bock darauf habe, dass wir in blinden Aktionismus verfallen und nichts dabei herauskommt: wen nämlich das Hauptziel verloren geht:das Menschen zu Jesus finden.

Das ist sowieso ein großes Thema, das mich zur Zeit beschäftigt: Was können wir als Christen tun, damit die Auferstehungskraft von Jesus in unserem Alltag viel stärker sichtbar wird? Wie können wir verhindern, dass wir zwar total viel organisieren, aber nichts dabei herauskommt? Was soll überhaupt dabei rauskommen und wann war eine Sache geistlich und wann nicht?

Ich bin mit meinen Gedanken soweit, dass solche Aktionen immer viel Gebet benötigen. Ohne Gebet bleibt die Arbeit wahrscheinlich oberflächlich.

Dazu zwei Zitate:

“Wenn der Mensch arbeitet, wirkt der Mensch; wenn der Mensch betet, wirkt Gott”.

“Wir beten nicht für die Arbeit; Gebet ist Arbeit”.

Und wir sollen unsere Arbeit für Gott nicht tun nur damit wir unser geistliches Gewissen befriedigt haben weil wir den Punkt Evangelisation für dieses Quartal mal wieder erfolgreich abgehakt haben.

Unsere Arbeit darf nicht zu unserer eigenen Ehre dienen, damit wir uns dadurch besser fühlen, damit primär wir etwas davon haben.

Es geht allein um die Ehre Gottes, dass seine Herrlichkeit in unserem Leben sichtbar wird. Das unser Leben auf seine Kraft hinweist.

Es lohnt sich wirklich sich einmal tiefe Gedanken über 1.Korinther 10, 31 zu machen:

Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: Tut alles zur Verherrlichung Gottes!

Tue ich alles zur Ehre Gottes oder geht es mir bei allem nur um mich selbst?