Wie jeden Tag hab ich heute wieder eine Email mit einer Kurzgeschichte von http://www.auftanken.de bekommen. Da die thematisch voll in meine momentane Thematik passt, will ich die mal hier posten. Einen schönen Sonntag euch allen!
Wer kann das Leid in der Welt verstehen? Immer wieder werden die Fragen
gestellt: „Gibt es einen Gott? Wo ist er? Wie kann er das zulassen? Warum hat
er das Leid nicht verhindert?“
„Wenn nur Bösewichte sich das Genick brächen, oder Krebs bekämen, wenn nur
Gauner und Betrüger die Parkinson-Krankheit hätten, dann sähen wir wenigstens
eine Art himmlischer Gerechtigkeit im Universum walten“, schrieb der
Agnostiker Sheldon Vanauken, der eines Tages Christ wurde.
Aber ist es nicht so, dass nur nach leidvollen Erfahrungen, nur nach
Katastrophen, sich das Volk Israel im Alten Testament wieder Gott zuwandte? Wie
formulierte es der englische Professor, Schriftsteller und Christ C.S.Lewis:
„Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen; in
unseren Schmerzen aber ruft er laut. Sie sind sein Megaphon, eine taube Welt
aufzuwecken“.
Aus der Hölle des Konzentrationslagers schrieb Corrie ten Boom: „Egal, wie
tief unsere Finsternis, Er ist immer noch tiefer“.
Ja, das ist wahr: Christus wurde in Auschwitz vergast. Er wurde in Soweto
verhöhnt. Er wurde und wird in Nordirland verspottet und im Sudan versklavt.
Jesus steigt zu uns in die Hölle hinab. In den tiefsten Abgründen unseres
Lebens steht er neben uns.
Wenn wir von Menschen verraten werden, dann sollen wir wissen: Er wurde
geschmäht und verraten – für uns. Wenn wir im Leid zerbrochen werden, dann
sollen wir wissen: Er wurde am Kreuz zerbrochen – für uns.
Jesus wird uns nicht allein lassen. In den Seligpreisungen schenkt er uns seine
Zusage: „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“.
Denn nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die, die leiden, die krank
sind und von Schmerzen und Kummer niedergedrückt werden.
„Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“.
Matthäus 5,4
Reinhold Ruthe: Ein neuer Tag – ein neues Leben /Brendow Verlag / Seite 87
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