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Langeweile?

Ich glaube mir ist langweilig…Ich weiß, dass Langeweile oft ein temporärer Zustand ist, ein Gefühl, dass man einfach hin und wieder mal empfindet.

Auf mich bezogen habe ich aber das Gefühl, dass diese Langeweile irgendwie tiefer geht, mehr ist als nur ein temporärer Zustand.

Ich weiß schon garnicht mehr wie ich überhaupt auf den Gedanken gekommen bin, aber er beschäftigt mich auf jeden Fall schon seit ein paar Tagen.

Es lässt sich schwer beschreiben, aber das ist oft dieses Gefühl der Unzufriedenheit.

Und ich glaube diese Unzufriedenheit kommt daher das ich mich langweile.

Ich bin auf der einen Seite so sehr auf Ruhe und Entspannung aus, aus Angst vor Überforderung. Um dem zu entgehen habe ich mich in der Vergangenheit oft zurückgezogen bzw. tue es heute immer noch.

Das Ergebnis scheint aber nicht innerer Frieden zu sein, denn ich mir ja dadurch erhoffe, sondern das genaue Gegenteil:
Unzufriedenheit, erzeugt durch Langeweile.

In diesem Zusammenhang habe ich mir auch Johannes 14 einmal näher angeschaut.

Dort sagt Jesus den berühmten Vers 27, der auch von mir gerne zitiert wird:

Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! (nach der Schlachter-Übersetzung)

In den vorangehenden Versen spricht Jesus über den Heiligen Geist, den die bekommen die an ihn glauben (die ihm folgen).

Der Heilige Geist ist der, der uns beisteht (uns tröstet; uns ermutigt), der uns stärkt. (V.16.26)

Bemerkenswert finde ich außerdem, dass Jesus dreimal erwähnt, dass der der ihn wirklich liebt, auch seine Gebote hält und befolgt (V.15.21.23).

Bei mir persönlich hinterlässt Kapitel 14 folgenden Eindruck:

Der Frieden (Trost, Ermutigung), den Jesus durch den Heiligen Geist verspricht, scheint daran gekoppelt zu sein, dass ich den Anordnungen (die Schlachter übersetzt Gebote, die Amplified Bible gibt es mit commands wieder) Jesus folge.

Das steht im krassen Gegensatz zu meinem Rückzug, der wie gesagt auch das genaue Gegenteil bewirkt: Unzufriedenheit.

Das Leben ist nicht einfach. Auch ein Christ muss sich den Anforderungen dieser Welt stellen.
Doch wir haben einen Vorteil: Wir stehen dabei nicht allein!

Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand (Tröster, Ermutiger, Fürsprecher) geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit (für immer, fortwährend, stetig), (V.16)

Aus meinen obigen Gedanken möchte ich abschließend noch folgende Allgemeinsätze formulieren:

- Ich darf (und soll) mich den Herausforderungen des Lebens stellen. Ich darf (und soll) sie mutig annehmen.

- Ich bin dabei nicht auf mich allein gestellt. Der Heilige Geist ist mit mir.

- In mir steckt viel mehr Potential (d.h. ich bin zu viel mehr fähig) als ich bisher geglaubt habe. Doch um dieses Potential zu entdecken, muss ich mich meinen Ängsten stellen. Ich darf Fehler machen.

Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Römer 8,33 (nach der Schlachter-Übersetzung)

Ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Hände.

Es geht darum, den Kommandos Jesu mutig im Bewußtsein des Heiligen Geistes zu folgen.