Umgang mit Versuchungen

Boah man, war das ein Tag heute!

Nachdem der Tag eigentlich ganz super angefangen hatte, bekam ich von meinem Chef den Auftrag irgendwo in Stuttgart ein paar Telefone abzuholen.
Eigentlich ganz cool, bekomm ich doch so auf jeden Fall etwas Abwechslung und darf außerdem noch mit einem Geschäftwagen – einem Opel Vectra Kombi – über die Autobahn rasen. Hab ich mir zumindest so gedacht…

Ich also rein in den Vectra, Navi programmiert, Rückwärtsgang rein und dann raus aus der Parklücke.

Also dann, langsam aus der Tiefgarage rausrollen, nur noch die letzte Kurve vor der Schranke nehmen und dann Rrrritsch!
Mist, was war das? Bin ich doch tatsächlich mit der rechten hinteren Seite meines Autos an so einer Steinsäule hängenblieben!
Ich bin dann aber nicht sofort ausgestiegen, sondern wollte mir erst am Zielort anschauen was für einen Schaden ich hinterlassen habe. War ein ziemlich fetter Kratzer…

Nunja, also weiter auf die Autobahn. Das Navigationsgerät war dann so freundlich mich vor dem nächsten Stau zu warnen und mir sogar eine Umleitung anzubieten.

Okay, schauen wir mal wo uns dieses Ding hinbringt. Termindruck hatte ich ja keinen.

Doch irgendwie scheine ich nicht nur was den Fußball angeht mit Stuttgart auf Kriegsfuß zu stehen!

Das Navi leitete mich also durch mehrere kleine Ortschaften und dann… Zack…Geblitzt! Oh man, und dabei war ich nur 10 km/h zu schnell oder so…

Na toll, jetzt durfte ich meinem Chef also nicht nur die Kratzer an der Hintertür erklären, sondern ihm auch noch sagen das er demnächst einen Strafzettel ins Haus bekommen wird!

Wenn es mal Scheiße läuft, dann wohl richtig.

Interessant war dann aber, was danach so in meinem Kopf ablief.

Vielleicht soll ich meinem Chef einfach nichts von meinem „Unfall“ erzählen und darauf hoffen, dass man die Kratzer mir evtl. nicht nachweisen kann?

Von dem Strafzettel erzähle ich vielleicht auch nichts. Vielleicht komm ja auch überhaupt nichts und wenn doch, dann sage ich einfach ich hätte nichts bemerkt.

Ich wusste einfach nicht, was mich in so einer Situation erwarten wird.

Inwieweit haben so ein Unfall und so ein Strafzettel auch für mich persönlich Folgen? Wie wird das bei uns in der Firma gehandhabt?

Sehr cool war auf jeden Fall, dass ich die Situation während der Fahrt direkt im Gebet an Gott abgeben konnte und die ganze Zeit über Frieden hatte.

Mein Blog wäre nicht mein Blog, wenn ich an dieser Stelle aber nicht auch ein theologisches Thema einbauen würde.

Etwas, was mir in dieser Situation noch tiefer bewusst geworden ist:

Der Teufel kann uns zu nichts zwingen!

Er kann mich nicht dazu zwingen meinen Chef anzulügen bzw. die Kratzer oder den Blitzer zu verschweigen.

Das Einzige was er tun kann ist, mich zur Sünde zu verführen.

(Vgl. Matthäus 4 – Jesu Versuchung in der Wüste)

Das tut er, indem er mir ständig Lügen in meine Gedanken flüstert, bis ich diese letztendlich glaube und dann freiwillig tue!

Das sind zwei wichtige Prinzipien im Umgang mit Versuchung:

1. Satan will uns mit seinen Lügen verführen. Hier gilt es wachsam zu sein und auf unsere Gedanken zu achten.
Wir müssen die Bibel und damit die Wahrheit kennen damit wir Satans Lügen die göttliche Wahrheit entgegensetzen können!

2. Sündige ich immer freiwillig! Ich tue das, wovon ich in einem bestimmten Moment überzeugt bin.
Ich glaube in dem Moment den Lügen Satans und sündige freiwillig!

Deswegen ist es eine Lüge zu sagen, ich kann ja nichts dafür, ich bin ja auch nur ein Mensch.

Wenn ich nicht für meinen Sünden verantwortlich wäre, wie könnte Gott mich dann dafür verantwortlich machen?

Wenn ich sündige, dann habe ich in diesem Moment der Lüge mehr geglaubt als der Wahrheit und weil ich es in diesem Moment auch so wollte.

Die Welt sündigt weiter, weil sie die Wahrheit überhaupt nicht kennt!

Als Christ habe ich immer die Möglichkeit Gottes Willen zu tun und nicht zu sündigen, denn ich bin kein Sklave der Sünde mehr!

Gott aber sei Dank; denn ihr wart Sklaven der Sünde, seid jedoch von Herzen der Lehre gehorsam geworden, an die ihr übergeben wurdet. Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit und seid zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden.
Römer 6, 17.18

Da diese Prinzipien wahrscheinlich für jegliche Arten von Versuchung gelten, kann dies auch für den Umgang mit Pornographie eine große Hilfe sein (ich erwähne das aus dem Grund besonders, weil die meisten meiner Besucher über Suchmaschinen mit den Begriffen Selbstbefriedigung und Sünde hierher gelangen).

Zuerst darf ich dir heute ausrichten, dass du nicht mehr Sklave deiner pornographischen Gedanken bist und somit auch nicht mehr den Willen Satans tun musst!
Du darfst den Worten glauben die Paulus in Römer 6 schreibt!

Du hast immer genug Kraft Nein zu sagen (auch wenn der Satan dir hier auch etwas anderes einreden möchte)!

Wenn du dir also Pornographie im Internet anschaust, dann tust du dies freiwillig, weil du verführt wurdest!

Du hast den Lügen des Satans mehr geglaubt als der Wahrheit Gottes.

Wie soll man damit dann nun umgehen?

Einige Tipps habe ich ja schon einmal in einem anderen Beitrag über Selbstbefriedigung gegeben.

Hilfreich ist es aber auch, genau darauf zu achten, wenn der Satan dich verführen und dir in deinen Gedanken reinlabern will.

Jesus gibt dazu einen ganz praktischen Tipp:

Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Markus 14, 38

Sei wachsam! Pass auf das die Lügen Satans nicht überhand in deinem Kopf nehmen, sondern halte die biblischen Wahrheiten dagegen!

Jesus hat auf die Lügen des Teufels auch mit Bibelversen geantwortet.

Jakobus gibt uns auch eine ermutigende Verheißung:

Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen.
Jakobus 4, 7

Ein Prinzip was hier sicherlich auch gilt ist das vom weißen und vom schwarzen Löwen, wobei der weiße Löwe für das Gute steht, Gottes Willen zu tun, und der schwarze Löwe für das Schlechte, also die Sünde steht.

Diese beiden Löwen kämpfen gegeneinander. Und je nachdem welchen Löwen ich füttere, so wird dieser größer und stärker und gewinnt somit die Oberhand.

D.h. ich muss also auch bewusst darauf achten, was für Dinge ich mich aussetze!

Ich muss also auch bewusst Dinge meiden, die mich leicht zur Sünde verführen können.

D.h. vielleicht eben nicht mehr im Internet zu surfen, wenn ich allein im Haus oder Zimmer bin.
Oder eben kein Fernsehen mehr nach 24 Uhr zu schauen.

Ich denke du kennst selbst deine persönlichen Orte, die dich immer wieder zu Dingen verleiten, die du nicht tun willst.

Satan wird immer wieder versuchen uns an unseren Schwachstellen zu treffen!

Früher war ich auch jemand, der gerne solche Unfälle, wie die die mir heute passiert sind, verschwiegen hätte bzw. sich aus der Verantwortung gezogen hätte.

Doch heute kenne ich die Wahrheit Gottes und ich weiß, dass Jesus möchte, dass ich in der Wahrheit lebe.

Um die Wahrheiten Gottes zu erkennen, muss ich in seinem Wort, der Bibel, lesen.

Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.
Johannes 17,17

Es geht also darum, Gottes Wahrheiten zu erkennen und dementsprechend zu handeln.

Ich entschied mich heute für die Wahrheit, und habe meinem Chef gleich alles gebeichtet.

Und was war? Er war natürlich etwas angefressen, da dieses Auto wohl jetzt schon zum 4.Mal innerhalb kürzester Zeit in die Werkstatt muss.
Aber er war mir auf jeden Fall nicht persönlich böse und mich erwarten wohl keine weiteren Konsequenzen.

Okay, warten wir mal den Strafzettel ab…

Wenn du weitere Fragen zum Thema „Umgang mit Pornographie und Selbstbefriedigung“ hast, dann kannst du mir gerne Anonym ein Kommentar hinterlassen.

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