So, eigentlich wollte ich mich ja schon früher mit diesem (etwas persönlicheren) Bericht melden, doch leider war dies aus zeitlichen Gründen mal wieder nicht möglich.
Im Moment, d.h. seit Anfang der Woche, bin ich unterwegs im Umland von Köln, um mir zwei Bibelschulen bzw. Theologische Seminare (Wiedenest und Neues Leben bei Wölmersen) anzuschauen (Zur Erklärung, was eine Bibelschule ist siehe Link).
Ich muss sagen, dass die Zeit hier schon interessant ist, da ich die Möglichkeit habe, an 3 Tagen vollen Unterrichtstagen teilzunehmen. Ich merke schon, dass das genau die Art von Studium wäre, die mich interessieren und dir mir sicher auch Spaß machen würde.
Eigentlich war ich mir bis eben auch ziemlich sicher, wo und wann ich nun dann mein Studium beginnen würde, wenn, ja wenn ich nicht eben auch eine Email von einem Unternehmen bekommen hätte, bei welcher ich letzten Dienstag ein Vorstellungsgespräch hatte.
In dieser Mail stand nun nämlich, dass ich die erste Hürde wohl genommen hätte und somit in die engere Auswahl der Kandidaten gekommen bin. D.h. bei diesem Verein aber, dass ich zu 100% einen Ausbildungsplatz für September bekommen werde (Verein soll keine negative Bezeichnung sein, denn bei diesem Unternehmen handelt es sich tatsächlich um einen Verein der die Betreuung der Azubis von mehr als 100 Firmen übernimmt, die dann trotzdem in den einzelnen Firmen arbeiten).
Nun sitze ich hier und weiß nicht ob ich mich freuen oder langsam verzweifeln soll. Soll ich nun im September eine Ausbildung oder ein Studium an einer Bibelschule beginnen?
Für manch Leser mag diese Frage vielleicht banal klingen, für mich jedoch nicht. Denn in den letzten Wochen hatte ich mich eigentlich dazu entschlossen, eine Studium zu beginnen, da es nicht so aussah, als ob ich noch ein Unternehmen finden würde, dass mich, nach dem mein eigentlicher Ausbildungsbetrieb Ende Januar Insolvenz angemeldet hat, übernehmen könnte.
Jetzt also das.
Nun, ich bin gespannt, wo mein Weg mich dieses Jahr noch hinführen wird und an welche Weggabelungen ich noch gelangen werde.
Wie man sieht, Christ sein bedeutet nicht, von allen Alltagsproblemen und von Eigenverantwortung befreit zu sein. Auch ich muss Entscheidungen treffen, manchmal auch ohne eine klare Antwort vom Mann da oben zu haben.
Aber eines weiß ich – Gott ist immer an meiner Seite.
Bis dahin, später vielleicht mehr.
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