Von Gott geleitet – Teil 4

In diesem Seminar von Kornelius Novak geht es darum, was die Bibel unter versteht und wie diese in deinem Leben konkret aussehen kann.

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4. Durch Gottes Wort in die geleitet

Wer von Gottes Geist geleitet sein will, der muss wissen was Gottes Geist überhaupt tut, d.h. wie er uns überhaupt leitet.

Die meisten von uns warten ja immer auf eine unmittelbare Geister-Stimme, die uns sagt, Geh da und da hin.

Doch was sagt die Bibel dazu?

In Johannes 14,26 lesen wir:

Der Vater wird euch in meinem Namen den Helfer senden, der an meine Stelle tritt, den Heiligen Geist. Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich selbst schon gesagt habe.

Der Heilige Geist lehrt uns also zuerst und dann erinnert er uns – in den Situationen unseres Alltags!

An was? An alles was im Wort Gottes steht!

Der Geist Gottes ist nie vom Wort Gottes zu trennen, d.h. er arbeitet auch nicht entgegen dem Wort Gottes.

Bsp.: Wenn ein angeblicher Prophet Gottes einem verheirateten Mann sagt, dass er sich scheiden und eine andere Frau heiraten soll, dann sieht man doch, dass das nie und nimmer Leitung vom Geist Gottes sein kann – weil in der Bibel genau das Gegenteil steht!

Es ist sehr wichtig, dass wir das Wort Gottes nicht nur vom Buchstaben her kennen, denn der Teufel benutzt ja auch Gottes Wort.

Wenn wir z.B. in Versuchung stehen, dann wird dir der Teufel einreden wollen, ach sündige ruhig, Gott ist ja gnädig.

Der Teufel kann uns mit einer biblischen zur Sünde verleiten!

Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht nur mit Theologie leben, sondern dass wir diese auch verstehen und das sie in uns „lebendig” wird.

Wenn also jemand zu dir kommt, mit einem (angeblichen) Wort des Geistes, dann prüfe das immer anhand der Bibel.

Denn Jesus sagt ja selbst, dass seine Worte Geist sind. Der Geist Gottes arbeitet mit dem Wort Gottes!

Was hat das nun mit dem Thema Leitung durch den Heiligen Geist zu tun?

In Johannes 16,13 sagt Jesus:

Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der , wird er euch anleiten, in der vollen zu leben. Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das, was auf euch zukommt.

Jesus spricht hier von Leitung, Geist-Leitung! Und wohin leitet uns der Heilige Geist? In die .

Haben wir im ersten Teil noch über den großen Kontext gesprochen, in welchem uns Gott leitet, können wir hier den Radius nun etwas enger ziehen.

Gott leitet uns in die Ewigkeit, er leitet uns durch Umstände und er leitet uns in die „”.

Wenn der Geist uns in die leitet, dann muss das im Prinzip heißen das wir in lauter Lügen stecken, oder?

Jesus sagt uns, dass der Teufel der Fürst dieser Welt und der Vater aller Lüge ist.

Geist-Leitung beginnt eben nicht da, dass ich von hier nach Afrika in die Mission geleitet werde, sondern wir müssen erst umfassender aus unseren Lebenslügen heraus in die geleitet werden.

Wenn wir Gottes Wort lesen oder hören, dann kann die Gottes durch den Geist in uns wirken und uns verändern, indem wir sie glauben.

Wir Menschen verändern uns mit der Zeit.

Die Frage ist nur, in welche Richtung verändern wir uns? Kommen wir aus unseren Lebenslügen heraus in die , oder schlittern wir immer tiefer rein?

Wenn wir zum Glauben kommen, dann denken wir oft, dass wir vielleicht noch 2-3 Dinge ändern müssen, und dann ist alles okay.

Aber umso länger wir mit dem Heiligen Geist leben, desto mehr Lebenslügen entdecken wir.

Es sind nicht nur 2-3 Lebenslügen, nein es sind 1000! Es sind so viele einzelne, kleine Details: Ich muss das haben, oder das ist nicht so schlimm wenn ich das jetzt mache usw.

Der Geist leitet uns zu einem geistlichen Leben. Es geht darum das sich Jesus in unserem Leben tiefer und weiter und umfassender verwirklichen kann.

Wenn du dem Wort Gottes im Detail glauben schenkst, dann wird dadurch dein Denken erneuert.

Gottes Wort ist wie eine Gehirnwäsche – im positiven Sinn, denn dein Gehirn wird von all den falschen Denkweisen rein gewaschen.

Das mein Denken einfach mal von diesem ganzen Dreck rein gewaschen wird, wie du „Bist der Größte!”, oder „Du kannst doch eh nix!” usw.

In Römer 12,1-3 steht das ganz deutlich:

Wir sollen im Denken erneuert werden.

Das griechische Wort für Umkehr, Bekehrung (metanoia) kommt von der Wortwurzel Umdenken.

Fang an umzudenken!

- Wir fangen an die richtigen Prioritäten zu setzen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

- Unser abgestumpftes Gewissen muss geschärft werden.

- Es wird neue Kraft freigesetzt. Denn viel von unserer Kraft wird durch falsches Denken im Keller festgehalten!

Gott kann so vieles verändern wenn wir anfangen uns in die Freiheit () führen zu lassen!

Es geht bei diesem Thema aber nicht nur um Veränderung und Geist-Leitung, sondern vor allem auch um Beziehung!

Der Heilige Geist wird in der Bibel immer personifiziert dargestellt: Der Herr, der Lehrer…

Wir sollen ihn nicht nur erleben als Kraft, sondern wir sollen auch mit ihm leben!

Geist-Leitung geht langsam aber sicher in eine persönliche Beziehung mit Gott.

Und wenn das nicht unser Hauptziel ist, d.h. wenn wir das überhaupt nicht wollen, dann müssen wir uns fragen was wir überhaupt wollen?

Wir wollen nach Afrika oder zu unserem Studienplatz geleitet werden, aber wir wollen nicht näher zu Gott geleitet werden?

Wir wollen Gott dienen, aber rennen ihm irgendwie davon?

Da kann doch dann irgendetwas nicht stimmen, oder?

Das ist eine Sache die leider oft ganz unbewusst abläuft.

Wir setzen im Prinzip unser „weltliches” Leben mit den ganzen Motivationen die wir haben im geistlichen Bereich fort und ärgern uns dann wenn wir damit keine Erfolge verzeichnen, wenn wir scheinbar nicht wichtig erscheinen usw.

Es geht Gott um die persönliche Beziehung, nicht um den „Erfolg” den wir haben!

Es ist wichtig, dass wir die persönliche Beziehung zu Gott halten, auch wenn scheinbar nichts läuft.

Lesen wir Römer 8,14.16

Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter[...] So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.

Diese beiden Verse sind extrem wichtig!

Ein Kind Gottes wird vom Geist geleitet. Und der Geist teilt sich überzeugend mit.

Verstehe Geist-Leitung aber nicht immer als konkrete Geisterstimme, sondern es geht viel mehr darum das der Geist Gottes uns in die leitet.

Und da gibt es auch noch eine andere Dimension der „Geist-Leitung”: in Apostelgeschichte 5,32 heißt es:

Das alles haben wir zu bezeugen und durch uns bezeugt es der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.

Es macht erst einmal keinen Unterschied, ob Gott mir sagt „Geh nach Afrika!” oder „Entschuldige dich bei deinem Bruder dafür, dass du ihn angeschrieen hast!”, wenn ich dann nicht gehorche.

Das ist doch beides Mal das gleiche! Gott spricht und ich gehorche (oder eben nicht). In beiden Fällen spricht doch Gottes Stimme zu mir.

Wir wollen immer erfahren in bessere Umstände, zu mehr Finanzen, zu mehr Glückseligkeit und Segen, aber den scheinbar unbequemen Dingen möchten wir lieber aus dem Weg gehen.

Wenn z.B. bei einem Projekt das nötige Geld fehlt, dann wollen wir immer erleben das Gott uns die nötigen Finanzen durch seine Leitung zur Verfügung stellt.

Aber was ist denn mit dem, der dann tatsächlich das Geld spendet? Ist der nicht auch von Gott geleitet worden? Und musste er nicht auch gehorsam sein?

Die Frage ist, welches Wunder willst du erleben?

Willst du die Stimme hören „Zahle!” oder die Stimme „Bekomm!”?

Und hier haben wir scheinbar ein Problem: Wir wollen immer noch die Stimme hören „Bekomm!”.

Aber der, der die Stimme hört „Bezahl!”, der erlebt doch auch !

Das eine Wunder ist doch nicht größer als das andere. Es gehört zusammen, es geht Hand in Hand. Es ist ein Geben und Nehmen im Reich Gottes.

Und da müssen wir lernen uns einzuklinken. Ich kann nicht immer nur erwarten zu bekommen aber selbst nichts geben wollen.

Gott weiß was er tut. Aber man muss auch lernen zu geben um zu bekommen.

Wenn du nicht lernst zu geben, dann wirst du nicht lernen mit dem was du bekommst richtig umgehen zu können.

Das was Gott dir gibt, das gibt er dir damit du es weitergeben kannst.

„Ich will dich segnen damit du ein Segen bist!”

Dieses Prinzip müssen wir lernen.

Gott hat uns nicht als Staudämme geschaffen, sondern wir sollen das was wir empfangen weitergeben.

Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Johannes 7,38

Der Geist Gottes überzeugt uns von den geistlichen Wahrheiten. D.h., der Geist Gottes bezeugt unserem Geist auch, wenn wir etwas spenden sollen oder wenn wir einen Dienst machen sollen.

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