Wachstum bedeutet Veränderung.
Diesen Satz habe ich letztes Wochenende zum ersten Mal auf einem Kirchenwochenende der All Souls Church in Kent gehört.
Und es stimmt ja, wenn etwas wächst dann verändert es sich, und sei es auch nur in der Größe.
DIeses Prinzip gilt meiner Meinung nach sowohl für den natürlichen Bereich als auch für den geistlichen Bereich.
Geistliches Wachstum bedeutet Veränderung.
Wenn ich geistlich wachse verändere ich mich. Vielleicht ist es meine Einstellung zu einer bestimmten Sache, oder meine Verhaltensweisen, vielleicht wächst mein Vertrauen in Gott, es verändert sich also.
Was mir in diesem Zusammenhang dann aber heute im Gespräch mit einem Freund bewusst wurde ist folgendes:
Bestimmte Abhängigkeiten in bestimmten Bereichen verhindert Wachstum.
Ich möchte das an meinem Lieblingsbeispiel Pornographie erklären:
Wer sich in die Fantasiewelt der Pornographie flüchtet verhindert das er charakterlich weiter kommt (wächst).
Wieso? Ganz einfach: Meistens lernt man doch nur aus Fehlern, weil man sich dann beim nächsten Mal fragt was man anders machen kann um denselben Fehler nicht noch einmal zu begehen. Richtig?
Gut, dann nehmen wir einmal an das ein junger Mann das erste Mal in seinem Leben eine Frau anspricht weil sie ihm ganz einfach gefällt und er sie näher kennenlernen will. Aus seiner Unerfahrenheit heraus macht er aber alles falsch was er falsch machen kann und bekommt natürlich gleich beim ersten Mal eine heftige Abfuhr.
Je nach dem wie er damit umgeht verunsichert ihn das natürlich und er hat nun 2 Möglichkeiten: Entweder analysiert er sein Vorgehen und versucht es beim nächsten Mal besser zu machen, oder er sucht den Fehler nicht nur in seinem Verhalten sondern evtl. macht er sogar sein Aussehen dafür verantwortlich und wird dadurch noch unsicherer.
In seiner Unersicherheit kommt er dann vielleicht das 1.Mal mit Pornographie in Berüherung und merkt dabei wie einfach es doch sein kann schöne Frauen und Befriedigung auch per Mausklick zu bekommen, ohne den ganzen Stress und dem Risiko einer evtl. Zurückweisung.
Doch die Verunsicherung und ein unentwickelter Charakter im Bezug auf den Umgang mit dem anderen Geschlecht bzw. mit Menschen allgemein bleibt. Pornographie kann so etwas nicht hinweg nehmen. Das will es auch überhaupt nicht.
Dies kann dazu führen das man sich immer weiter in die Pornographie verstrickt und letztendlich sogar abhängig davon wird.
Anstatt charakterlich zu wachsen, indem man aus Fehlern lernt und sich deswegen verändert, bleibt derjenige der sich Pornographie anschaut charakterlich immer auf derselben Stufe oder kommt in dieser Beziehung zumindest deutlich langsamer vorran.
Das ist ja auch offensichtlich, um mir einen Porno anzuschauen kann ich so bleiben wie ich bin, ich muss mein Verhalten nicht ändern. Aber weiterbringen tut es mich auch nicht. Im Gegenteil.
Ich denke übrigens das man dieses Prinzip auf so viele Abhängigkeiten anwenden kann: Wer versucht seine Probleme wegzusaufen oder wegzukiffen anstatt darüber nachzudenken ob er nicht vielleicht auch etwas an sich ändern könnte, wird auch immer auf derselben Stufe stehen bleiben, aber die Probleme wird er dadurch nicht wegschwemmen bzw. rauchen können.
Diese Erkenntnis ist für mich ein weiterer Grund vor der Seuche der Pornographie und ihren Gefahren zu warnen!
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