Heute möchte ich nur einen kurzen Ausschnitt aus einem Buch von Watchmann Nee (sitze,wandle,stehe) zitieren. Diese wenigen Sätze haben mich gestern sehr berührt und deswegen möchte ich sie auch an euch weitergeben:
“Sein Leben wirkt in uns im wahrsten Sinne unwillkürlich, das heisst ohne Anstrengung unsererseits. Das Allerwichtigste ist nicht “versuchen”, sondern vertrauen, sich nicht auf eigene Kraft verlassen, sondern auf die Kraft des Herrn.[...]
Wir haben auch unter uns zu viele aktive Christen. Ihr Leben ist nur Scheinchristentum. Sie leben ein “geistliches” Leben, reden eine “geistliche” Sprache, nehmen ein “geistliches” Gebahren an, aber sie fabrizieren all das selbst. Wie sehr sie sich dabei anstrengen müssen, sollte ihnen doch eigentlich zeigen, dass etwas nicht stimmen kann. Sie zwingen sich, Enthaltsamkeit zu üben, dies nicht zu sagen oder jenes nicht zu essen und doch fällt ihnen all das so schwer! Es ist, als wollten wir in einer Fremdsprache reden, die wir nicht beherrschen. So sehr wir uns mühen, es gelingt uns nicht, fliessend zu sprechen; wir müssen um jedes Wort ringen.[...]
Das uns durch den innewohnenden Heiligen Geist vermittelte Leben ist genauso natürlich, denn das ist das Gesetz des Lebens. Sobald uns diese Tatsache klar wird, geben wir das Ringen unseres Scheinchristentums auf.
Nichts schadet dem christlichen Leben so sehr, wie dieses “tun als ob”; nichts hingegen ist so segensreich, wie wenn unsere eigenen Anstrengungen aufhören und unser Gebaren natürlich wird – wenn unsere Worte, unser Gebet, ja unser ganzes Leben, der natürliche, ungezwungene Ausdruck unseres Innenlebens wird.”
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